"Right Here Waiting" (1989) - Wer den Song eigentlich singen sollte
Richard Marx, ein bekannter Name in der Musikszene der 80er, erschuf einen der bekanntesten Songs dieses Jahrzehnts: „Right Here Waiting“. Der US-amerikanische Singer-Songwriter veröffentlichte den Song am 21. Juni 1989 als Teil seines zweiten Albums „Repeat Offender“. Der Titel wurde ein weltweiter Hit und kletterte in Ländern wie den USA, Australien und Kanada bis an die Spitze der Charts.
Entstehung aus persönlichem Schmerz
Der emotionale Hintergrund des Songs stammt aus Marx' eigener Erfahrung. Inspiriert durch die Trennung von seiner Verlobten, der Schauspielerin Cynthia Rhodes, drückt das Lied die Sehnsucht und Hingabe einer Fernbeziehung aus. Während Rhodes für Dreharbeiten in Südafrika war, verweigerte man Marx ein Visum. In dieser emotionalen Notlage schrieb er innerhalb von Minuten „Right Here Waiting“.
Der sonderbare Weg zu Barbra Streisand
Interessanterweise hatte Richard Marx zunächst nicht vor, den Song selbst aufzunehmen. Die persönliche Verbindung war so stark, dass er ihn lieber anderen Künstlern anbot. Barbra Streisand, die einen Song von ihm wollte, schien die ideale Kandidatin. Trotz der gefühlvollen Melodie lehnte Streisand ab. Ihr Kommentar: „Ich werde hier auf gar niemanden warten!“ brachte Marx dazu, den Song zurückzunehmen.
Eine Ablehnung wird zum Segen
Barbra Streisands Ablehnung erwies sich als Glücksfall für Marx. Der Song, den er ursprünglich nicht selbst singen wollte, wurde zu seinem größten Erfolg. Jahre später scherzte Marx, dass er Streisand jedes Mal dankbar ist, wenn er sie sieht, weil sie den Song ablehnte. So wurde der Kuschelrock-König der 80er selbst zum Interpreten dieses Welthits.
Ein globaler Erfolg und Missverständnisse
Nach der Veröffentlichung wurde „Right Here Waiting“ nicht nur zu einem großen Verkaufserfolg, sondern auch zu einem populären Lied für Menschen, die ihre Liebsten vermissen. Einige Hörer deuteten es fälschlicherweise als Trennungssong. Tatsächlich handelt es von der Liebe und dem Warten auf eine geliebte Person. Musikalisch ist „Right Here Waiting“ schlicht gehalten. Der Song ist in der einfachen Tonart C geschrieben, was ihn für viele Musiker leicht spielbar macht. Diese Einfachheit trägt zur zeitlosen Anziehungskraft des Liedes bei und macht es bis heute zu einem Favoriten bei Liebessongs weltweit.
Der bleibende Eindruck
Der Erfolg von „Right Here Waiting“ schafft nicht nur eine Verbindung zwischen Richard Marx und den Fans der 80er, sondern auch zu den modernen Generationen. Der Song bleibt ein Symbol für die anhaltende Kraft einfacher, ehrlicher Musik aus einer Zeit, die für ihre unvergesslichen Melodien bekannt ist.