„Gib Gas – Ich will Spaß“ - Markus und Nena erobern die Kino-Leinwand
Als die Neue Deutsche Welle in den 80ern ihren Höhepunkt erreichte, kam der Musikfilm „Gib Gas – Ich will Spaß“ in die Kinos und eroberte die Herzen der Jugendlichen. Der Film, der am 3. Februar 1983 in Deutschland startete, begeisterte mit einer Mischung aus Musik, Humor und einer Spur Rebellion, die typisch für das Jahrzehnt war.
Kultstars der 80er: Markus Mörl und Nena
Die Hauptrollen im Film übernahmen die Popikone Nena und der NDW-Sänger Markus Mörl, der auch einige Hits zum Soundtrack beisteuerte. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern trug wesentlich zur Popularität des Films bei. Tatsächlich hatte auch die Musik eine zentrale Rolle, mit Hits wie „Ich will Spaß“ von Markus ("mein Maserati fährt 210…") und „Nur geträumt“ von Nena.
Ein Plot voller Abenteuer und Liebe
Die Geschichte dreht sich um den jugendlichen Robby, gespielt von Markus, der sich in seine Mitschülerin Tina, verkörpert von Nena, verliebt. Als Tina ihren Schwarm Tino folgen will, überredet sie Robby, mit ihr durchzubrennen. Auf dieser Reise durch die Münchener Vorstadt und bis nach Italien entsteht mehr zwischen den beiden, bis sie am Ende erkennen, was wirklich wichtig ist.
Karl Dall in fünf kultigen Nebenrollen
Besonders für Unterhaltung sorgte Karl Dall, der in gleich fünf verschiedenen Rollen zu sehen war. Als LKW-Fahrer, Busfahrer, Pilot, Zugschaffner und Kapitän brachte er viel Komik in den Film. Seine Darstellung prägte den humorvollen Charakter der Komödie und machte sie unvergesslich.
Die Musik der Neuen Deutschen Welle
Der Film ist ein musikalischer Ausflug in das Universum der Neuen Deutschen Welle. Neben Nena und Markus hatte auch die NDW-Band Extrabreit einen Auftritt. Der Soundtrack ist ein Schaufenster der damaligen Musikszene, wobei der Song „Kleine Taschenlampe brenn'“, gesungen von Markus und Nena, besondere Bekanntheit erlangte.
Seht hier den Trailer zum NDW-Film
Widersprüchliche Kritiken und Nenas Distanzierung
Trotz des kommerziellen Erfolgs erhielt der Film harsche Kritiken. Interessanterweise distanzierte sich Nena später von dem Film. Sie äußerte öffentlich ihre Abneigung gegenüber dem Projekt und sah es lediglich als ein Mittel, ihre Musik populärer zu machen, als es damals der Fall war.
Drehorte mit regionalem Charme
Gedreht wurde in der Münchener Vorstadt, die dem Film eine authentische Kulisse verlieh. Einige Szenen fanden in Augsburg und Venedig statt, was der Geschichte eine besondere visuelle Vielfalt verlieh. Diese Drehorte tragen zum nostalgischen Flair bei, das den Film für viele unvergesslich macht.
Ein Kassenschlager trotz Kritik
Trotz der negativen Kritiken war der Film in Deutschland ein Kassenschlager. Mit über 1,5 Millionen Zuschauern im Jahr 1983 zeigt sich, wie stark der Einfluss der Neuen Deutschen Welle war und welchen Stellenwert sie in der Popkultur hatte. Nach dem Film konnten sowohl Nena als auch Markus ihre Karrieren erfolgreich fortsetzen. Nena ist bis heute eine feste Größe in der deutschen Musikszene, während Markus weiterhin in der Musikbranche aktiv ist, wenn auch weniger im Rampenlicht.