Fortsetzung für Indiana Jones - "Der Tempel des Todes" kommt 84 ins Kino
Harrison Ford kehrte 1984 mit „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ auf die Leinwand zurück. In den 80ern wurde die Figur des Archäologen Henry Walton Jones, besser bekannt als Indiana Jones, zu einem der bekanntesten Helden des Kinos. Der Film spielt im Jahr 1935 und führt uns zu spannungsgeladenen Schauplätzen rund um den Globus.
Die Eröffnung im „Club Obi Wan“
Die rasante Eröffnungsszene spielt in einem Nachtclub in Shanghai, dem originell benannten „Club Obi Wan“. Dieser Name ist ein augenzwinkernder Gruß an die von George Lucas geschaffene Star-Wars-Saga. Der Club wurde als Kulisse in Macao gedreht, die Interieurs hingegen in den britischen Elstree Studios. Hier versucht Indy, eine Urne gegen einen Diamanten zu tauschen, was jedoch schiefgeht: Er trinkt einen vergifteten Cocktail, und sein Freund Wu Han kommt tragisch ums Leben. Mit Unterstützung der Sängerin Willie und seinem Freund Short Round gelingt ihm die Flucht.
Die Entstehung eines Prequels
Statt einer direkten Fortsetzung entschieden sich George Lucas und Steven Spielberg, die Geschichte zeitlich vor „Jäger des verlorenen Schatzes“ anzusiedeln, um nicht wieder die Nazis als Gegner zu verwenden. Ursprünglich waren Drehorte in Indien geplant, doch aufgrund des als anstößig empfundenen Drehbuchs mussten die Dreharbeiten nach Sri Lanka verlagert werden.
Spannende Dreharbeiten und Bandenschmerzen
Die Produktion des Films verlief turbulent. Harrison Ford verletzte sich am Rücken, was zu Dreharbeitspausen führte. Viele der actiongeladenen Szenen, darunter die spektakuläre Flucht im Schlauchboot oder die Brückenexplosion, wurden mit großem Aufwand und viel Erfindergeist realisiert. So wurden beispielsweise Klangeffekte in Disneyland aufgenommen.
Kontroversen und ihre Folgen
Der Film erhielt in den USA die Alterseinstufung PG, obwohl er einige düstere und gewalttätige Szenen enthält. Dies führte zur Einführung des PG-13-Ratings. Zudem wurde er für seine Darstellung indischer Kulturen kritisiert, was in Indien zu einem Aufführungsverbot führte, inzwischen jedoch gelockert wurde.
Popkulturelle Querverweise und kreative Köpfe
Produziert von Lucasfilm und mit Musik von John Williams, zeigt „Der Tempel des Todes“ viele Anspielungen auf die Star-Wars-Reihe. Die Verbindung zwischen den beiden Franchises ist auch im Sounddesign und den visuellen Effekten spürbar. Der Film ist ein weiteres Beispiel für die kreative Zusammenarbeit von Lucas und Spielberg.
Ein Highlight der 80er
„Indiana Jones und der Tempel des Todes“ ist nicht nur ein aufregendes Abenteuer, sondern auch ein Werk, das die 80er stark geprägt hat. Mit einem Einspielergebnis von 333,1 Millionen Dollar war er ein großer Erfolg, trotz aller Kontroversen. Er bleibt bis heute ein bedeutender Teil der Filmgeschichte dieser Dekade.