80er-Serie "Remington Steele" - Verlängerung aus ungewöhnlichem Grund
In den 80ern gelang Pierce Brosnan der Sprung ins Rampenlicht durch seine Rolle in der TV-Serie "Remington Steele". Die Detektivserie, die von 1982 bis 1987 auf NBC lief, verhalf ihm zu großer Bekanntheit. Brosnan verkörperte die titelgebende Figur in 94 Episoden und gewann in den USA schnell an Popularität. Ursprünglich war er für sieben Staffeln verpflichtet, musste die Serie jedoch nach einer Verlängerung auf fünf Staffeln aufgrund von sinkenden Einschaltquoten beenden.
Das Bond-Casting von 1986
Brosnans Weg zur Rolle des James Bond begann mit einer Begegnung mit dem Filmproduzenten Albert R. Broccoli, dem er durch seine erste Frau Cassandra Harris vorgestellt wurde. Anfang 1986 sah es so aus, als ob Brosnan Roger Moores Nachfolge als Bond antreten würde. Nach einem erfolgreichen Screentest war er der Favorit. Jedoch störte ein unerwarteter Rückzieher von NBC diese Pläne.
Die Entscheidung von NBC und ihre Folgen
NBC hatte eine 60-Tage-Klausel, um die Absetzung von "Remington Steele" rückgängig zu machen. Nach Brosnans Bond-Casting kam es zu einem Anstieg der TV-Quoten, was den Sender dazu veranlasste, die Serie um eine fünfte Staffel zu verlängern. Dies geschah nur Tage vor Ablauf der Frist, und so verlor Brosnan die Chance auf die Bond-Rolle.
Albert R. Broccolis klare Ansage
Broccoli wollte keine Kompromisse eingehen und machte klar: James Bond sollte nicht mit Remington Steele vermischt werden. Dieser konsequente Standpunkt ließ Brosnan ohne die Rolle dastehen. Timothy Dalton übernahm stattdessen den Part und spielte Bond in der Folge zweimal. Trotz der Entscheidung, "Remington Steele" weiterzuführen, brachte die fünfte Staffel keinen langanhaltenden Erfolg. NBC entschied sich, nur sechs neue Folgen zu produzieren, bevor die Serie endgültig eingestellt wurde. Diese begrenzte Verlängerung ist ein paradoxes Kapitel in Brosnans Karriere.
Das Intro von "Remington Steele"
Stephanie Zimbalist und das verpasste "Robocop"-Engagement
Brosnans Co-Star Stephanie Zimbalist musste ebenfalls eine bedeutende Rolle aufgeben. Sie war für den Film "Robocop" als Officer Anne Lewis angedacht, aber der Zeitplan von "Remington Steele" machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Dieses berufliche Opfer war für sie ein schwerer Schlag.
Parallelen zu Roger Moore
Interessanterweise ähnelt Brosnans Dilemma dem seines Vorgängers Roger Moore. Moore war einst vertraglich an "The Saint" gebunden, was ihn zunächst daran hinderte, Bond zu spielen. Ironischerweise stand auch für Moore später der Weg offen, wie letztlich auch für Brosnan.
Wie Brosnan schließlich Bond wurde
Nachdem Timothy Dalton die Bond-Reihe verließ, erlangte Brosnan 1994 schließlich doch die begehrte Rolle. Sein Debüt in "GoldenEye" (1995) wurde ein durchschlagender Erfolg. Dieser Film brachte Brosnan nicht nur internationale Anerkennung, sondern revitalisierte die Bond-Serie selbst. Diese bemerkenswerte Geschichte über Brosnans Karriere und seine Rolle in "Remington Steele" bietet einen faszinierenden Blick auf die Höhen und Tiefen, die ihn schließlich zum weltberühmten James Bond machten.