"Eyes Without A Face" (1984) - Billy Idol nach Videodreh im Krankenhaus
In den 80ern veröffentlichte Billy Idol einen seiner bedeutendsten Hits: „Eyes Without a Face“. Der Titel war inspiriert von einem französischen Horrorfilm. Doch ironischerweise wurde das Musikvideo für Idol selbst zum Horror. Bei den Dreharbeiten passierte ein schrecklicher Zwischenfall, der ihn fast erblinden ließ.
Hintergrund zum Song und seine düstere Inspiration
„Eyes Without A Face“ stammt aus Idols Album *Rebel Yell* von 1983. Geschrieben wurde er zusammen mit Gitarrist Steve Stevens. Idol war fasziniert von alten Horrorfilmen, vor allem von „Les Yeux Sans Visage” aus dem Jahr 1960. Der Film handelt von einem Chirurgen, der das Gesicht seiner entstellten Tochter wiederherstellen will. Diese düstere Handlung inspirierte den Song.
Drehbedingungen wie aus einem Horrorfilm
Der Videodreh war intensiv: Drei Tage voller Nebel, Feuer und Lichteffekte. Idol trug harte Kontaktlinsen, um auch visuell eine besondere Wirkung zu erzielen. Er nahm diese nicht heraus – weder beim Dreh noch danach. Die rauen Bedingungen setzten seinen Augen enorm zu. Direkt nach dem Dreh flog Idol zu einem Auftritt nach Tucson, Arizona. Auch hier behielt er die Linsen in seinen Augen. Er legte sich zum Ausruhen ins Gras, erschöpft von den letzten Tagen. Diese Entscheidung sollte ihm schwer zu schaffen machen.
Dramatische Begegnung mit dem Gesetz
Während Idol schlief, weckte ihn ein Sheriff unsanft. Der Grund? Der Beamte hielt ihn für einen Penner. Doch Idol war nicht in der Lage, richtig zu sehen; seine Augen tränten stark. Nachdem die Tour-Crew eingriff und erklärte, wer er war, ließ der Sheriff von ihm ab.
Ab ins Krankenhaus
Die Kontaktlinsen waren so ausgetrocknet, dass sie an Idols Augen hafteten. Im Krankenhaus wurden sie entfernt. Idols Augen wurden verbunden, und er musste tageweise pausieren, damit die Hornhaut sich erholen konnte. Ein geplanter Auftritt musste abgesagt werden. Trotz dieses Schreckens erreichte "Eyes Without A Face“ Platz vier der Billboard Hot 100 und wurde für MTV Video Music Awards nominiert. Für Idol endete der Videodreh glimpflich, die Botschaft des Songs blieb aber als eine ironische Erinnerung bestehen.