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> Die größten Grand Prix-Gurken der 80er im Video
17.04.2026, 10:17 Uhr
Schräge ESC-Auftritte im Video -
Loser, Langweiler und Lachnummern
© 80er-Radio harmony mit KI
Er hat uns Weltstars wie ABBA, Johnny Logan oder Céline Dion geschenkt, gleichzeitig ist der Eurovision Song Contest jedes Jahr ein fröhliches Fremdscham-Feuerwerk. Manche Songs sind gähnend monoton, manche Stars überzogen gut drauf und manche Shows wirken wie ein Fiebertraum. Am Ende haben sie aber doch eins mit den großen ESC-Stars gemeinsam: sie unterhalten uns bis heute. Moderator Jonas Neureither stellt euch hier besonders “bemerkenswerte” Beiträge vor - von punktlosen Versagern bis zu grandiosen Gurken.
Portugal 1981
Er war damals 23 Jahre alt und er war noch Medizinstudent - trotzdem war Carlos Paiao in seiner Heimat schon ein gefeierter Nachwuchsmusiker, als es 1981 für Portugal zum Grand Prix ging. Vor allem optisch hinterließ die Darbietung einige Fragezeichen: vier Tänzer in Trainingsanzügen verrenkten sich zum Ruf-Gesang des kleinen Mannes aus Coimbra. Sang er über Sport? Ging es hier um Olympia oder Turnen? Nichts dergleichen! Die roboterhaften Regungen der Truppe sollten wohl eher marionettenhaftes Verhalten von Playback-Sängern auf der Bühne darstellen. Der Song war inhaltlich eine Satire auf das Schlagerbusiness und auf Künstler, die nicht live singen können - der Songtitel passend dazu: “Playback”. Diese Kritik hat den ESC-Juroren damals wohl nicht ganz geschmeckt: nur neun Punkte gab's für Paiao! Als Vorletzter fuhr der Arzt in spe nach Hause, konzentrierte sich wieder auf sein Studium und wählte dann trotzdem eine Karriere als Musiker.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Will er uns was antun oder warum brüllt uns der kleine Mann im bunten Dress so an? Diese Performance hier, die war definitiv mal was anderes. Staccato-Gesang, weit aufgerissene Augen und dazu ein angriffslustiger Ausfallschritt. Wie so die Grundhaltung im Boxen. Carlos Bajao aus Portugal, der durfte 1981 sein Heimatland vertreten. Der Titel der Nummer, Playback, natürlich trotzdem live vorgetragen. Dem Geschmack der Jury trifft die aggressive Einlage hier allerdings nicht so recht. Ich hab keine Ahnung, was er hier alles aneinander reiht. Vielleicht zählt er auch einfach nur auf Portugiesisch bis 9. Mehr Punkte gibt's nämlich nicht. Das reicht dann nur für den vorletzten Platz. Der merkenswerte übrigens noch, die vier Tänzer in den bunten Trainingsanzügen. Die schütteln bei jedem Playback einmal zackig den Kopf. Wundert mich, dass der Truppe hier nicht schwindelig wird. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Carlos Paiao zum Nachhören. Wir vergeben 9 von 10 Gurken!
Island 1986
Einer ist heute Hard-Rocker, eine ist Flugbegleiterin und vom Dritten hören wir gar nichts mehr: mit dem Namen ICY kann heute keiner mehr was anfangen - trotzdem hat das Trio aus Reykjavik Geschichte geschrieben. Im Jahr 1986 war Island erstmals beim Eurovision Song Contest dabei. Aus technischen Gründen konnte die entlegene Insel im Nordatlantik vorher nicht an dem großen Live-Fernsehevent teilnehmen. Trotzdem gab es im Land der Feen und Elfen schon ab 1981 fürs heimatliche TV-Programm den Icelandic Song Contest. Als der dann zum ersten Mal auch zum Vorentscheid für das europäische Format diente, konnten ihn Eiríkur Hauksson und Pálmi Gunnarsson mit dem Song “Gleðibankinn” für sich entscheiden. Das Duo wurde fürs Finale in Bergen noch um die Sängerin Helga Möller erweitert. Aber auch zu dritt war für ICY beim Island-Debüt wenig zu holen: Platz 16 von 20 vor Grand Prix-Abräumern wie Frankreich und Israel war maximal ein Achtungserfolg.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über ICY zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Deutschland 1984
Wie so viele Künstler in Europa ist auch Mary Roos ein Geschenk des Grand Prix an die Schlagerwelt und ihre Fans. 1970 noch im Vorentscheid unterlegen, gelang ihr zwei Jahre später die Teilnahme am ESC und der internationale Durchbruch mit “Nur die Liebe lässt uns leben”. Ein sauberer dritter Platz sprang damals raus - das weckt natürlich Erwartungen! Die hat die Bingerin bei ihrer zweiten Teilnahme aber 1984 nicht treffen können. Stattdessen war “Aufrecht geh'n” der nach Punkten schlechteste deutsche Beitrag des ganzen Jahrzehnts - nur 34 Zähler gab's! Mary Roos hat es zwar danach nicht nochmal als Künstlerin beim Contest versucht, als wiederkehrende Jurorin ist sie ihrer musikalischen Alma Mater aber doch treu geblieben.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Mary Roos zum Nachhören. Wir vergeben nur 6 von 10 Gurken - ganz okay!
Österreich 1988
Der Eurovision Song Contest war schon immer auch eine politische Plattform. Oft nutzten die Musikerinnen und Musiker ihr Spotlight für mal mehr oder weniger versteckte Botschaften - auf der anderen Seite gab es auch Beiträge, die unter politischen Spannungen litten. Sänger Wilfried sollte das im Jahr 1988 zu spüren bekommen. Die sogenannte Waldheim-Affäre um den neu gewählten Bundespräsidenten Kurt Waldheim und seine mutmaßliche NS-Vergangenheit war international voll in den Köpfen. Hinter der ESC-Bühne soll es deswegen zu unschönen Szenen gegenüber dem Team aus Österreich gekommen sein. Ob sich auch die Jurys bei der Punktevergabe von der allgemeinen Stimmung haben beeinflussen lassen, werden wir nie erfahren. Die Schmalz-Arie “Lisa Mona Lisa” war aber auch einfach kein Quell für Euphoriestürme - die zero points und der letzte Platz am Ende gerechtfertigt!
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Wilfried zum Nachhören. Wir vergeben 9 von 10 Gurken!
Dänemark 1982
Zumindest einer war eine musikalische Größe bei diesem Auftritt: Star-Dirigent Allan Botschinsky begleitete die gerade neu formierte Gruppe Brixx. Der Jazzmusiker dirigierte das damals noch übliche Live-Orchester für den dänischen Beitrag. Die schräge Einlage “Video Video” ließ sich dadurch aber auch nicht mehr retten. Mit knallbunten Outfits und stakkato-haftem Gesangsstil waren Brixx vielleicht ein bisschen extrem für das damals noch sehr konservative Grand Prix-Publikum. Verglichen mit dem, was Anfang der 80er in de deutschen Pop-Szene los war, war das allerdings absoluter Zeitgeist! Dennoch gab's am Ende nur spärliche fünf Punkte für die Dänen um Sänger und Songwriter Jens Brixtofte. Einzig Finnland war noch schlechter und abgespacter an diesem Abend in Harrogate - dazu kommen wir sicher auch noch.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. An dieses Jahr erinnern wir uns so gerne. 1982 gab es den ersten Sieg für Deutschland beim Grand Prix. Der hieß da aber natürlich schon Eurovision Song Contest. Und zum Thema Vision und Fernsehschauen, da gab es in dem Jahr sogar einen eigenen Beitrag. Video, Video, Bekanntheit, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video. Die dänische Kombo Bricks ist das mit ihrem Song Video, Video oder wie Sänger Jens Bricks dofte es ausspricht, Vido, Vido. Video, Video, Vido, Vido, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video. Inhaltlich eine Liebeserklärung an den Farbfernseher. Während die Freundin den Protagonisten längst verlassen hat, da sitzt der zur Entspannung vor der Glotze. Also es ist ein bisschen bekloppt, passt aber wunderbar zum Auftritt der fünf Jungs. Video, Video, Oh, Video. Ja, sie lassen so ein bisschen den Synthesizer springen, dazwischen Peitschenknallen und ein hyperaktiver Sänger mit lila Krawatte. Ist zwar eine bunte Mischung, aber für Briggs reicht es gerade so für den vorletzten Platz. Ach, es ist herrlich dämlich. Äh, dänisch. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Brixx zum Nachhören. Wir vergeben 8 von 10 Gurken!
Zypern 1985
Diese Frau hat einen wirklich fantastischen Namen in ihrem Pass stehen: Olympia Vissi! Die Zypriotin kürzt den Namen für die Bühne allerdings ab - übrig bleibt nur noch “Lia”. Und auch wir können das an dieser Stelle abkürzen: ihr Song “To katalava arga” (zu Deutsch: “Ich verstand zu spät”) war so gar nicht olympisch. Beim Eurovision Song Contest 1985 in Göteborg reichte es für die schüchterne, junge Frau daher nur für Platz 17. Kurios: am Ende hatten der Beitrag aus Griechenland und das ebenfalls griechische “To katalava arga” exakt die gleiche Punktzahl. Mit 15 dürftigen Zählern kamen Lia Vissi und ihr Kontrahent vom Festland ins Ziel - jeweils acht davon hatten sich Zypern und Griechenland gegenseitig zugeschoben.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Aller guten Dinge sind drei. Lia Vissi aus Zypern, die durfte 1985 zum dritten Mal auf der Grand Prix-Bühne stehen. Vorher war sie nur Background-Sängerin, diesmal ist sie aber Haupt-Act für ihre Heimat. Ja, nicht alle Songs in dieser Rubrik sind wirklich mies, manche sind auch einfach nur zu brav. Das geneigte André-Rieu-Publikum, das fällt bei sowas vor Freude in Ohnmacht. Echte Emotionen, ein gebrochenes Herz, das ist Schlager in Reinform. Dazu ein schneeweißer Konzertflügel, ein weißes Kleid, wie eine antike Sirene. Da schallt Lias Klagelied durch die Arena in Göteborg. Die 30-Jährige, sie bekommt zwar ordentlich Punkte aus der Schwesternation Griechenland, aber sonst eigentlich keine. Platz 17 von 19 für Lia Vissi mit ihrem selbstgeschriebenen Song Tokatalava Arga. Übersetzt heißt das, ich habe es zu spät. Zu spät bemerkt. Ja, zu spät bemerkt, dass manchmal aller guten Dinge eben doch nur zwei sind. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er, nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Lia Vissi zum Nachhören. Wir vergeben 6 von 10 Gurken - gar nicht so schlecht!
Irland 1989
Er wollte uns allen mal sein wahres Ich zeigen: der irische Sänger Kiev Connolly brachte den Song “The real me” an den Start. Mit seiner Gruppe The Missing Passengers war der Mann aus dem nördlichen Teil der Inselrepublik vor allem in Deutschland schon ein bisschen bekannter. Von 1978 bis 1987 lebte Connolly bei uns und arbeitete als Studiomusiker und Produzent in West-Berlin. Seine Gruppe hatte in der Zeit mehrere Auftritte im deutschen Fernsehen. Und immerhin: vier Punkte haben wir am 6. Mai 1989 für den Hünen mit Pferdeschwanz locker gemacht. Ansonsten dürfte der Ire die Punktevergabe beim ESC in Lausanne nicht ganz so gut in Erinnerung behalten haben - mit schwachen 21 Punkten sortierte sich sein Beitrag am Ende auf Platz 18 von 22 ein.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Ohne zu übertreiben, 1989 war eins der verrücktesten Jahre in der Eurovision-Geschichte. Zwei Länder hatten Minderjährige am Start, eine Wilhelm-Tel-Show-Einlage, die ist schiefgegangen, mit Apfel vom Kopf schießen, ja. Und am Ende hat zum ersten und einzigen Mal Jugoslawien gewonnen. Aber um Sieger und tolle Songs soll es ja hier nicht gehen, wir schnappen uns lieber das Teil. I call my baby and she tells me that she's leaving and it's time for boo. Die ganze Kapelle lässt es krachen. Von Takt 1 an, alle haben Spaß, nur einer hat da irgendwie das Memo nicht gelesen, der Sänger selbst. Ryo-me, it's the Ryo-me, Ryo-me, it's the Ryo-me. Boah, da war doch mal ein kurzes Lächeln. Dazu ein zaghaftes Left-Tap, Right-Tap, mehr ist für den Sänger Kiev Connolly nicht drin. Der Mann durfte 1989 die ESC-Größe Irland vertreten. Look to me, this girl to me. Mit dem Song The Real Me, der Riese mit dem XL-Sacko und dem Pferdeschwanz. Na, er wirkt trotzdem eher wie so ein Schuljunge. Eine Performance, die nur zu Platz 18 von 22 reicht. Und für den Beweis, das Wort Rain hat viel Sinn. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er, nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Kiev Connolly zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Norwegen 1981
Mit Agnetha und Annifrid von ABBA haben später noch echte ESC-Größen diesen Song hier erfolgreich neu aufgelegt - entweder trotz oder gerade wegen seiner miesen Grand Prix-Leistung. Mit “Aldri i livet” (zu Deutsch: "Niemals im Leben") trat Blondschopf Finn Kalvik für sein Heimatland an. Auch sein Starstatus in Norwegen konnte ihm aber nicht helfen - der Abend in Dublin endete desaströs. Mit null Punkten blieb dem Chansonnier nur der letzte Platz im Feld. Immerhin: die Skandinavier waren zu dem Zeitpunkt schon leidgeprüft - seit 1973 hatte es keine einstellige Endplatzierung mehr gegeben.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Der internationale Ländercode für Norwegen, dieses internationale Kürzel, es lautet N-O, No. Und laut und bestimmt rufen wir jetzt mal No in Richtung Finn Kalvik. Der junge Mann aus Norwegen hat 1981 seine Heimat vertreten und ja, irgendwie muss der mal raus aus seiner Lethargie. Ein blonder Prinz Eisenherz, schulterlanges Haar, verträumter Blick und Bewegungsintoleranz. Die Beine artig übereinander geschlagen, da sitzt er und zupft die Seiten. Auch wenn der Song zwischendurch dann doch daherkommt wie das Intro einer Vorabend-Kinderserie. Aldri, I live it, niemals im Leben, so der Titel des Songs, niemals im Leben hören wir den wieder. Finn Kalvik und seine Akustikgitarre, sie bleiben problematisch. Und bloß an diesem Aprilabend 1981 letzter Platz. Immerhin, seitdem gibt's ein verschreibungsfreies Schlafmittel mehr in der Hausapotheke. Es geht von dir, du hast Lach. Was? Ja, ich bin wach. Die größten Grand Prix Gurken der 80er, nur bei Harmonie. Harmonie!
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Finn Kalvik zum Nachhören. Wir vergeben 9 von 10 Gurken!
Luxemburg 1987
Die hier waren alles andere als leidgeprüft: Luxemburg hatte schon fünf Grand Prix-Siege in den Geschichtsbüchern stehen, als 1987 Plastic Bertrand ran durfte. Der Belgier trat zwar für den kleineren Nachbarn im Süden an, das allerdings vor heimischem Publikum in seiner Geburtsstadt Brüssel. Ja, das hätte als gutes Omen gelten können - mehr als das war's dann aber auch nicht. Mit vier dünnen Pünktchen standen Plastic Bertrand und sein Titel “Amour amour” nur knapp vorm Totalausfall. Der eigentlich international bekannte Musiker, Schauspieler und Entertainer musste als Vorletzter wieder nach Hause fahren… äh zu Hause bleiben!
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Die Karriere des Blondschopfes ist ins Stocken geraten. Kein Grund für Trübsal bei Plastic Bertrand mit schwarzem Shirt, schwarzer Hose und knallmagenta Blazer. Da stürmt er die Bühne. Hüpfend, hoppelnd, als hätte sich David Hasselhoff im heißen Sand von Malibu Beach die Füße versenkt. Sportlich, ja, musikalisch aber eher so Prädikat einerlei. Amour, Amour, eine Ode an die Lippen. Liebe höchst selbst, naja. Trotz energetischem Vortrag, vier magere Zähler. Gerade so vorletzt das. Ne, mein Lieber, da lief gar nix. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Plastic Bertrand zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Türkei 1983
Mal wieder eine Nulpe: Cetin Alp and the Short Waves blieben beim zweiten Grand Prix auf deutschem Boden punktlos. In der Münchner Rudi-Sedlmayer-Halle feierte die Türkei bereits ihre siebte ESC-Teilnahme. Eigentlich ein guter Anlass, um den Fluch der Schwarzmeer-Nation zu brechen - bislang waren die Türken nie besser als Platz 15 gewesen. Aber für den gut gelaunten Anatolier Alp stand nur während seiner eigenen Performance Party auf dem Plan - er und sein Song “Opera” grüßten am Ende vom geteilten letzten Platz. Sein Trost: während Eurovisionsteilnehmer in der Türkei oft schnell in Vergessenheit geraten, erfreute er sich weiterhin großer Bekanntheit - wenn auch als Verlierer schlechthin.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Cetin Alp zum Nachhören. Wir vergeben 8 von 10 Gurken!
Finnland 1980
Am 19. April 1980 war es soweit: endlich startete auch der ESC in ein neues Jahrzehnt. Das ganze hieß an diesem Tag “Eurovisie Songfestival” und fand in Den Haag statt - dank Vorjahressieger Niederlande. Aber das hier ist keine Rubrik für Gewinner, sondern vor allem für die erfolglosen, aber dennoch unterhaltsamen Songs des Wettbewerbs. Und aus der Sicht gab der Finne Vesa-Matti Loiri schon eine top Figur ab. Als Schauspieler und Kabarettist wusste der Mann aus Helsinki schon seit den 60ern, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Diese Qualität dürfte ihm als Musiker auf der Grand Prix-Bühne geholfen haben: mit dem Song “Huilumies” (zu Deutsch: “Flötenspieler”) flötete er sich fröhlich zu faden sechs Punkten - Letzter!
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Die Startnummer vielversprechend, schön glatt, rund und auch noch eine Glückszahl. An 10. Stelle durfte der sympathische Finne Vesa Matiloiri singen, damals beim Eurovision Song Festival 1980 in Den Haag. Ach, kleiner Spoiler vorweg, der Abend endete für den gut gelaunten Bassbariton abgeschlagen auf Platz 19 von 19. Und das als Star im Heimatland, bekannt aus Funk und Fernsehen. Was ist denn da passiert? Ui Lumi ist der Flötenspieler, so der Titel der schwungvollen Blas- und Spaßkantate. Ein Anzug weiß wie die finnische Tundra und ein weit aufgeknöpftes Hemd in Burgunderrot. Die sollten dem Publikum auch optisch die gebotene Lässigkeit signalisieren. In Erinnerung bleibt dagegen, silberstrahlend, die Querflöte in der Hand des Sängers. Passend, könnten wir denken, bei diesem Songtitel. Trotzdem, der heitere Herr aus Helsinki, er ist damit mehr am Wählen als am Spielen. Nur dreimal kurz, da setzt er an. Ja, da kann man auch mal klatschen. Ein Stöhnen beim Flöten, ob ihm da einfach die Luft weggeblieben ist oder ob er den Auftritt, so richtig geil fand, das wird sein Geheimnis bleiben. Weser Matiloiri im Jahr 1980, ein sang- und klangvoller letzter Platz für Finnland. Die größten Grand Prix Gurken der 80er, nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Vesa-Matti Loiri zum Nachhören. Wir vergeben 9 von 10 Gurken!