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> Die größten Grand Prix-Gurken der 80er im Video
17.04.2026, 10:17 Uhr
Schräge ESC-Auftritte im Video -
Loser, Langweiler und Lachnummern
© 80er-Radio harmony mit KI
Er hat uns Weltstars wie ABBA, Johnny Logan oder Céline Dion geschenkt, gleichzeitig ist der Eurovision Song Contest jedes Jahr ein fröhliches Fremdscham-Feuerwerk. Manche Songs sind gähnend monoton, manche Stars überzogen gut drauf und manche Shows wirken wie ein Fiebertraum. Am Ende haben sie aber doch eins mit den großen ESC-Stars gemeinsam: sie unterhalten uns bis heute. Moderator Jonas Neureither stellt euch hier besonders “bemerkenswerte” Beiträge vor - von punktlosen Versagern bis zu grandiosen Gurken.
Israel 1986
Im Gesicht Roy Black, aber ansonsten all white: das war der Sänger Moti Gilaldi im Jahr 1986. Auch seine Duett-Kollegin Sarai Tzuriel und das gesamte Tanz-Ensemble fügten sich wunderbar in die strahlend weiße Kulisse der Bühne von Bergen. Bis heute ist die norwegische Großstadt der nördlichste Austragungsort des Grand Prix. Vielleicht war das ja der Grund für die schwache Leistung von Tzuriel und Gilaldi - das Team aus Israel hatte als traditionell südlichster Teilnehmer die weiteste Anreise. Allerdings war nicht nur die aus der Zeit gefallene Line-Dance-Performance Schuld an der letztlich ertragsarmen Punktevergabe - auch der Song “Yavoh yom” (zu Deutsch: “Der Tag wird kommen”) wollte nicht so recht mitreißen. Die gleichförmige Melodie konterkarierte den zackigen Beat, und auch der im Text ausgedrückte Wunsch nach Frieden war zwar berechtigt aber wenig überraschend. Das Ergebnis lautete: sieben Punkte und ein schmachvoller Platz 19 von 20!
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Zero Points! Zero Points! Zero Points! Die größten Grand Prix-Gurten der 80er! Ein Hoch aufs Polyesterhemd! Bei diesem Beitrag im Jahr 86 musste wirklich jeder auf der Bühne schwitzen. Alle hatten da irgendwo Plastik an sich. Die Satin-Optik hat's aber super kaschiert. Für die beiden Hauptfiguren war aber eh nicht viel zu tun. Ganze 19 Sekunden in Drohung. Dann erst steigen Saray Zuriel und ihr Duettpartner Moti Gilaldi in die Nummer 1. Als hätte er Kleber gekaut. Gilaldi kriegt die Zähne nicht auseinander. Da gibt's eine Co-Sängerin von mehr Stoff. Okay, sie quiekt vor allem wie ein Kolibri bei der Beiz. Aber jetzt baut sich der Havas auf. Jawohl, der Tag wird kommen. So heißt der Song hier für Israel. Ein Aufruf zum Frieden. Sowas ist sonst eine sichere Nummer. Diesmal aber nur 7 Punkte und vorletzter. Ja, ein Auftritt wie warmes Pilz. Eine herbe Enttäuschung. Die größten Grand Prix-Gurten der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App. Das war's für heute. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Sarai Tzuriel und Moti Gilaldi zum Nachhören. Wir vergeben 6 von 10 Gurken!
Belgien 1985
Ein klangvoller Name, der nicht besser zu ihrer Herkunft passen könnte: Linda Lepomme - da stehen die Fritten ja quasi schon mit im belgischen Pass! Vielleicht hätte sie lieber Köchin werden sollen, denn ihren Auftritt beim ESC 1985 in Schweden hat sie selbst wohl schnell wieder vergessen. Ihr bodenlanges, blaues Seidenkleid mit den langen Ärmeln und dem tiefen Ausschnitt lieferte dabei einen eigentümlichen Kontrast zur braven Perlenkette und dem züchtigen Bob - Star-Appeal sieht anders aus!
Auch akustisch war das zu wenig: Linda konnte zwar ihr stimmliches Können unter Beweis stellen, vor allem aber ließ sie mit ihrer Herzbruch-Ballade Schmalztropfen von der Decke triefen. Mit gerade mal sieben Punkten blieb unter den 19 Teilnehmern nur der letzte Platz für die Flämin und ihren Song “Laat me nu gaan”. Es war der einzige Song in niederländischer Sprache, da die Niederlande selbst in diesem Jahr erstmals nicht teilnahmen.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Ein Ausschnitt bis zum Bauchnabel, aber eine artige Frisur wie die Sprecherin der Tagesschau. Das ist die Belgierin Linda Lepomme im Jahr 1985. Lad me nu gaan, lass mich nun gehen, so der Titel des schmalzigen Machwerks. Eine Herzschmerzballade über erloschene Liebe und das Loslassen vom Liebsten. Ja, es ist ein Song so zweischneidig wie Lindas Outfit. Heulende E-Gitarre mischt sich mit auch zarter Musical-Arie. Der Cocktail schmeckt weder Rockfans noch Schlagerfreunden. Nur einem Land gefällt's. Lad me nu gaan, kijk mir doch an. Lad me nu gaan, lass mich nun gehen. Linda Lepomme wird letzte. Mit sieben Punkten. Allesamt aus der Türkei. Da fragt man sich schon, haben die denselben Wettbewerb geschaut? Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Linda Lepomme zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Island 1989
Unter solchen Umständen ist es schwer, eine gute Figur zu machen: Islands Vertreter Daniel Agust Haraldsson musste 1989 neben seinem extrem gutaussehenden Pianisten singen. Sein Name: Valgeir Gudjonsson - ein Show-Star in seiner Heimat und ein bekannter Komponist. Er zeichnete auch für diesen Beitrag hier verantwortlich und trug dementsprechend trotz seiner feschen Optik eine große Mitschuld am miesen Abschneiden der Atlantikinsel. Sein erst 19-jähriger Schützling Daniel Agust konnte mit der eher zurückhaltenden Gesangsdarbietung aus der Nummer “Það sem enginn sér” (zu Deutsch: “Was niemand sieht”) aber auch nicht viel rausholen. Künstlerisch kraftlos, und auch äußerlich machte das blasse Bürschlein mit den feinen Gesichtszügen und dem weißen Hemd eher den Eindruck eines Bettlägerigen in der Klinik.
Trotzdem hatte der junge Mann ein solches Desaster nicht verdient: die noch junge ESC-Nation Island war bei den ersten drei Teilnahmen jeweils 16. geworden, diesmal wurde sie Letzte - für das Land von Eis und Feuer waren die Achtziger wirklich zum Vergessen!
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Zero Points. Zero Points. Zero Points. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Das war einfach Pech. Ein Song ohne Aufreger, aber auch ohne Makel. Trotzdem letzter. Schade für den Isländer Daniel August Haraldsson im Jahr 1989. Blutjunge 19 Jahre bringt der Mann aus Reykjavik auf die Bühne. Das erklärt vielleicht den Mangel an Energie und die fehlende Stilsicherheit. In weißem Satin-Hemd und grauer High-Waist-Hose. Da wirkt der blasse Junge wie so ein Praktikant von Graf Dracula. Hacem en Gimcher. Zu deutsch, was niemand sieht. Eine verträumte Weise über den Sternenhimmel, der sich spiegelt in den Augen der Angebeteten. Es bleibt unspektakulär. Und das reicht halt beim ESC nicht. Trotzdem. Null Punkte am Ende. Haraldsson kann einem leid tun. Ich bin aber sicher, im Kindergarten haben sie den Kleinen danach gut wieder aufgepäppelt. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Daniel Agust Haraldsson zum Nachhören. Wir vergeben 5 von 10 Gurken - der Junge hatte viel Pech!
Spanien 1983
Der ESC und seine Barfuß-Kandidaten - diese Geschichte ist lang und nicht unerfolgreich. Schon im Jahr 1967 gab es die erste Siegerin ohne Schuhwerk und mindestens fünf weitere sollten folgen - die ebenfalls barfüßige Remedios Amaya war keine davon. Die spanische Sängerin lieferte 1983 die bis dato schwächste Platzierung für ihre Heimat: ein geteilter Platz 19 von 20! Punkte gab es auch keine - bei den Iberern galt das schlechte Abschneiden zeitweilig als nationales Debakel.
Der Song war aber auch wirklich kein musikalischer Leckerbissen: “Quien maneja mi barca?” (zu Deutsch: “wer steuert mein Boot?”) war der Titel und die sich ständig wiederholende Leitfrage. Später im Text will die damals 21-Jährige noch wissen: “wer flicht das Haar meiner Mutter?” Und sie fordert auf: “du mit den grünen Augen - sieh mich an!” Der kryptische Text wird dabei durch zahlreiche “ayayays” ergänzt. Die Tochter eines professionellen Flamenco-Tänzers knüpfte damit an ihre Herkunft an - sie war damals die erste weibliche Vertreterin spanischer Roma beim Grand Prix.
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Zero Points. Zero Points. Zero Points. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Ja, ein Songtext kann aus einer einzigen Frage bestehen. Und ja, die kann sich über drei Minuten immer wieder mantra-mäßig wiederholen. Wer steuert mein Boot? Was anderes wollte die Sängerin hier im Jahr 83 gar nicht wissen. Das ist Remedios Amaya für Spanien. Was immer du willst, ich tue es. Das singt sie hier ganz leidenschaftlich. Ja, wir werden das Gefühl nicht los. Ihre Suche nach einem Steuermann, das muss eine Metapher sein. Ansonsten ist der Song vor allem Giaule und Ai-Ai-Ai. Ihr Genre? Flamenco-Rock. Die Performance ist allerdings so gar nicht Flamenco. Sie schreitet unruhig über die Bühne, der Zeigefinger ist ausgestreckt. Wie so eine gestresste Lehrerin vor der unartigen Klasse, wenn sie mal wieder den Wandertag absagen will. Fast ein bisschen aggressiv. Auch die Juries fühlen sich bedroht. Remedios Amaya, sie bekommt nicht einen einzigen Punkt, sie wird letzte. Hoffentlich hat sie ohne Steuermann den Heimweg gefunden. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App. Harmonie
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Remedios Amaya zum Nachhören. Wir vergeben 10 von 10 Gurken - voll nervig!
Niederlande 1982
An top ausgebildeten Sängern und Tänzern hat es dem Grand Prix noch nie gemangelt - vor miesen Platzierungen schützt das aber nicht. Beweisstück A: das Jahr 1982 und ein gelernter Musicaldarsteller am Start für die Niederlande. Wenig verwunderlich verbreitet der Song “Jij en ik” (zu Deutsch: “Du und ich”) leichtes Musical-Feeling - Sänger Bill van Dijk hatte zuvor schon in “Hair” oder “Evita” mitgespielt und gilt bis heute als einer der Pioniere des niederländischen Musicals. Daneben hat er auch im niederländischen Sport seine Spuren hinterlassen: regelmäßig durfte er vor den Spielen der Fußballnationalmannschaft die Hymne singen - witzigerweise genau seit seiner Blamage beim ESC.
Die Teilnahme am Wettbewerb hat dem Star-Status des Rotterdamers also keinen Abbruch getan, auch wenn er mit armseligen acht Punkten gerade mal 16. von 18 wurde. Zu seinem Glück fand der Grand Prix damals im englischen Heilwasser- und Kurort Harrogate statt - so konnte sich Bill van Dijk danach fachkundig von der Schmach erholen.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Eine ganze Band voller Frauen und die rocken ihre Instrumente, trotzdem haben die im Jahr 82 für die Niederlande nur eine Aufgabe. Sänger Bill van Dijk, betanzen, befummeln, bespaßen. Jetzt habe ich irgendwie das Bedürfnis, mich zu chäuspern. Worum geht's in dem Song? Kuchen? Cake! Cake, wir haben's alle gehört. Aber nein, das ist keine hungergetriebene Lobeshymne auf die Auslage beim Konditor. Stattdessen das fast banale Motiv vom Frühlingsanfang. Und den feiert der Bill mit seiner Liebsten. Yay and Ick, so der Songtitel Du und Ich. Ich hab ein Elfgarb, ich will wohnen. Mit Föhnfrisur, dickem Schnauzer und weißem Jumpsuit. Da schaut der Sänger eher aus wie ein C-Jugendtrainer beim Dorfverein. Er ist aber auch ungefähr genauso mitreißend. Oh yeah, yeah, and Ick, till ein Elfgarb bleibt im Wind. Nur bei den Juries war das damals nicht so. Bloß acht schwache Zähler kann Bill van Dijk für die Niederlande holen. Das reicht gerade für den drittletzten Platz. Zum Trost gab's... Gang! Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Bill van Dijk zum Nachhören. Wir vergeben 8 von 10 Gurken!
Marokko 1980
Ja, da kamen die Kommentatoren ein bisschen durcheinander: 1980 war das erste Jahr ohne Monaco, aber dafür das erste mit Marokko! Das Land auf der anderen Seite des Mittelmeeres brachte den Grand Prix zum neuen Jahrzehnt auf frische Wege und erweiterte ihn erstmals um einen ganz neuen Kontinent. Der Beitrag der jungen Samira Saïd sollte allerdings bis heute der einzige ihrer Heimat bleiben - Marokko trat danach nie wieder an. Schuld daran war weniger das miese Abschneiden des Songs “Bitakat hob”, sondern die politischen Spannungen der arabischen Welt mit Israel. Da die Hebräer fester Bestandteil des ESC sind, sieht sich Marokko bisher immer wieder zum Verzicht auf die Teilnahme gezwungen. Das hat für Samira Saïd natürlich ein Gutes: ihr wenig schmeichelhaftes Ergebnis von sieben Punkten und einem vorletzten Platz ist bis heute unangefochten das beste der Nordafrikaner.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurten der 80er. Die Produzenten der Show haben kurz geschwitzt. Müssen wir das ganze Ding hier jetzt von Eurovision in Afrovision umbenennen? 1980, da hat sich nämlich Marokko erstmals in die Teilnehmerliste eingetragen. Die 22-jährige Samira Said ist das. Für Marokko. Ihr Song hatte den Titel Bitaqat Hop, übersetzt heißt das eine Nachricht der Liebe. Irgendwie fehlt hier aber was. Der Song bringt zwar eine neue Farbe in den Contest, trotzdem ist keine Spannung da, keine Highlights drin. Und nach zwei Dritteln des Songs, da singt Samira nur noch aaaah und lalalala. Ein paar Punkte aus Italien retten sie vor der Vollblamage. Sie wird 18. von 19. Die beste Platzierung Marokkos bislang. Seitdem hat das Land aber auch nie wieder mitgemacht. Die größten Grand Prix-Gurten der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Samira Saïd zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Finnland 1988
1987 waren sie noch Begleitband, ein Jahr später dann selbst die großen Stars: die sechsköpfige Gruppe Boulevard durfte Finnland 1988 beim ESC vertreten. Auffällig bei den gut gelaunten Jungs: der verrückte Frackträger mit dem Tamburin und Sänger Kyösti Laihi, der optisch eher an einen sowjetischen Bond-Bösewicht erinnerte. Zum Glück ist der Mann aber nur finnischer Musiker, sonst hätte es nach diesem Auftritt wohl Tote gegeben. Schuld daran: eine Ton-Panne im ersten Refrain, bei der plötzlich die Lautstärke der Musik absackte - Laihi musste durch Handzeichen klarmachen, die Regler wieder aufzudrehen.
Der Stimmung beim Song “Nauravat silmät muistetaan” tat das aber keinen Abbruch: die sechs Nordmänner hatten sichtlich Spaß auf der Bühne des Dubliner Simmonscourt Pavilion - Laihis Cowboy-Tanz mit imaginärem Lasso verdient heute allerdings eher das Prädikat “cringe”. Die dürftigen drei Punkte und der vorletzte Platz im Tableau machen die Leistung von Boulevard als Grand Prix-Gurke aber erst richtig komplett.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Ein Cowboy-Dance, eine Tonpanne und ein Verrückter mit Tambourinen. Über diese Mischung durfte sich das ESC-Publikum im Jahr 1988 freuen. Alles in nur einer Performance. Ja, das ist mal wieder Finnland. Mit der Band Boulevard und dem Song Nauravatsilmet muistetan. Mitsingen unmöglich, aber still sitzen auch nicht. Übersetzt bedeutet der Titel so viel wie An lachende Augen erinnert man sich. An diesen Beitrag erinnert sich heute allerdings kaum jemand. Finnland bekommt drei Punkte und wird Vorletzter. Schade für die Band. Bestehend aus Sänger Kirsti Laihi und aus den Musikern Erki Korhonen, Juha Lanu, Matti Auranen, Tuomo Temsa und Jari Puhaka. Namen, so melodisch wie das Ächzen eines finnischen Saunaofens beim Aufguss, passt zum Song. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App. Harmonie!
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Boulevard zum Nachhören. Wir vergeben 6 von 10 Gurken - da war mehr drin!
Portugal 1981
Er war damals 23 Jahre alt und er war noch Medizinstudent - trotzdem war Carlos Paiao in seiner Heimat schon ein gefeierter Nachwuchsmusiker, als es 1981 für Portugal zum Grand Prix ging. Vor allem optisch hinterließ die Darbietung einige Fragezeichen: vier Tänzer in Trainingsanzügen verrenkten sich zum Ruf-Gesang des kleinen Mannes aus Coimbra. Sang er über Sport? Ging es hier um Olympia oder Turnen? Nichts dergleichen! Die roboterhaften Regungen der Truppe sollten wohl eher marionettenhaftes Verhalten von Playback-Sängern auf der Bühne darstellen. Der Song war inhaltlich eine Satire auf das Schlagerbusiness und auf Künstler, die nicht live singen können - der Songtitel passend dazu: “Playback”. Diese Kritik hat den ESC-Juroren damals nicht ganz geschmeckt: nur neun Punkte gab's für Paiao! Als Vorletzter fuhr der Arzt in spe nach Hause, konzentrierte sich wieder auf sein Studium und wählte dann trotzdem eine Karriere als Musiker.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Will er uns was antun oder warum brüllt uns der kleine Mann im bunten Dress so an? Diese Performance hier, die war definitiv mal was anderes. Staccato-Gesang, weit aufgerissene Augen und dazu ein angriffslustiger Ausfallschritt. Wie so die Grundhaltung im Boxen. Carlos Bajao aus Portugal, der durfte 1981 sein Heimatland vertreten. Der Titel der Nummer, Playback, natürlich trotzdem live vorgetragen. Dem Geschmack der Jury trifft die aggressive Einlage hier allerdings nicht so recht. Ich hab keine Ahnung, was er hier alles aneinander reiht. Vielleicht zählt er auch einfach nur auf Portugiesisch bis 9. Mehr Punkte gibt's nämlich nicht. Das reicht dann nur für den vorletzten Platz. Der merkenswerte übrigens noch, die vier Tänzer in den bunten Trainingsanzügen. Die schütteln bei jedem Playback einmal zackig den Kopf. Wundert mich, dass der Truppe hier nicht schwindelig wird. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Carlos Paiao zum Nachhören. Wir vergeben 9 von 10 Gurken!
Island 1986
Einer ist heute Hard-Rocker, eine ist Flugbegleiterin und vom Dritten hören wir gar nichts mehr: mit dem Namen ICY kann heute keiner mehr was anfangen - trotzdem hat das Trio aus Reykjavik Geschichte geschrieben. Im Jahr 1986 war Island erstmals beim Eurovision Song Contest dabei. Aus technischen Gründen konnte die entlegene Insel im Nordatlantik vorher nicht an dem großen Live-Fernsehevent teilnehmen. Trotzdem gab es im Land der Feen und Elfen schon ab 1981 fürs heimatliche TV-Programm den Icelandic Song Contest. Als der dann zum ersten Mal auch zum Vorentscheid für das europäische Format diente, konnten ihn Eiríkur Hauksson und Pálmi Gunnarsson mit dem Song “Gleðibankinn” für sich entscheiden. Das Duo wurde fürs Finale in Bergen noch um die Sängerin Helga Möller erweitert. Aber auch zu dritt war für ICY beim Island-Debüt wenig zu holen: Platz 16 von 20 vor Grand Prix-Abräumern wie Frankreich und Israel war maximal ein Achtungserfolg.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über ICY zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Deutschland 1984
Wie so viele Künstler in Europa ist auch Mary Roos ein Geschenk des Grand Prix an die Schlagerwelt und ihre Fans. 1970 noch im Vorentscheid unterlegen, gelang ihr zwei Jahre später die Teilnahme am ESC und der internationale Durchbruch mit “Nur die Liebe lässt uns leben”. Ein sauberer dritter Platz sprang damals raus - das weckt natürlich Erwartungen! Die hat die Bingerin bei ihrer zweiten Teilnahme aber 1984 nicht treffen können. Stattdessen war “Aufrecht geh'n” der nach Punkten schlechteste deutsche Beitrag des ganzen Jahrzehnts - nur 34 Zähler gab's! Mary Roos hat es zwar danach nicht nochmal als Künstlerin beim Contest versucht, als wiederkehrende Jurorin ist sie ihrer musikalischen Alma Mater aber doch treu geblieben.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Mary Roos zum Nachhören. Wir vergeben nur 6 von 10 Gurken - ganz okay!
Österreich 1988
Der Eurovision Song Contest war schon immer auch eine politische Plattform. Oft nutzten die Musikerinnen und Musiker ihr Spotlight für mal mehr oder weniger versteckte Botschaften - auf der anderen Seite gab es auch Beiträge, die unter politischen Spannungen litten. Sänger Wilfried sollte das im Jahr 1988 zu spüren bekommen. Die sogenannte Waldheim-Affäre um den neu gewählten Bundespräsidenten Kurt Waldheim und seine mutmaßliche NS-Vergangenheit war international voll in den Köpfen. Hinter der ESC-Bühne soll es deswegen zu unschönen Szenen gegenüber dem Team aus Österreich gekommen sein. Ob sich auch die Jurys bei der Punktevergabe von der allgemeinen Stimmung haben beeinflussen lassen, werden wir nie erfahren. Die Schmalz-Arie “Lisa Mona Lisa” war aber auch einfach kein Quell für Euphoriestürme - die zero points und der letzte Platz am Ende gerechtfertigt!
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Wilfried zum Nachhören. Wir vergeben 9 von 10 Gurken!
Dänemark 1982
Zumindest einer war eine musikalische Größe bei diesem Auftritt: Star-Dirigent Allan Botschinsky begleitete die gerade neu formierte Gruppe Brixx. Der Jazzmusiker dirigierte das damals noch übliche Live-Orchester für den dänischen Beitrag. Die schräge Einlage “Video Video” ließ sich dadurch aber auch nicht mehr retten. Mit knallbunten Outfits und stakkato-haftem Gesangsstil waren Brixx vielleicht ein bisschen extrem für das damals noch sehr konservative Grand Prix-Publikum. Verglichen mit dem, was Anfang der 80er in de deutschen Pop-Szene los war, war das allerdings absoluter Zeitgeist! Dennoch gab's am Ende nur spärliche fünf Punkte für die Dänen um Sänger und Songwriter Jens Brixtofte. Einzig Finnland war noch schlechter und abgespacter an diesem Abend in Harrogate - dazu kommen wir sicher auch noch.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. An dieses Jahr erinnern wir uns so gerne. 1982 gab es den ersten Sieg für Deutschland beim Grand Prix. Der hieß da aber natürlich schon Eurovision Song Contest. Und zum Thema Vision und Fernsehschauen, da gab es in dem Jahr sogar einen eigenen Beitrag. Video, Video, Bekanntheit, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video. Die dänische Kombo Bricks ist das mit ihrem Song Video, Video oder wie Sänger Jens Bricks dofte es ausspricht, Vido, Vido. Video, Video, Vido, Vido, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video. Inhaltlich eine Liebeserklärung an den Farbfernseher. Während die Freundin den Protagonisten längst verlassen hat, da sitzt der zur Entspannung vor der Glotze. Also es ist ein bisschen bekloppt, passt aber wunderbar zum Auftritt der fünf Jungs. Video, Video, Oh, Video. Ja, sie lassen so ein bisschen den Synthesizer springen, dazwischen Peitschenknallen und ein hyperaktiver Sänger mit lila Krawatte. Ist zwar eine bunte Mischung, aber für Briggs reicht es gerade so für den vorletzten Platz. Ach, es ist herrlich dämlich. Äh, dänisch. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Brixx zum Nachhören. Wir vergeben 8 von 10 Gurken!
Zypern 1985
Diese Frau hat einen wirklich fantastischen Namen in ihrem Pass stehen: Olympia Vissi! Die Zypriotin kürzt den Namen für die Bühne allerdings ab - übrig bleibt nur noch “Lia”. Und auch wir können das an dieser Stelle abkürzen: ihr Song “To katalava arga” (zu Deutsch: “Ich verstand zu spät”) war so gar nicht olympisch. Beim Eurovision Song Contest 1985 in Göteborg reichte es für die schüchterne, junge Frau daher nur für Platz 17. Kurios: am Ende hatten der Beitrag aus Griechenland und das ebenfalls griechische “To katalava arga” exakt die gleiche Punktzahl. Mit 15 dürftigen Zählern kamen Lia Vissi und ihr Kontrahent vom Festland ins Ziel - jeweils acht davon hatten sich Zypern und Griechenland gegenseitig zugeschoben.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Aller guten Dinge sind drei. Lia Vissi aus Zypern, die durfte 1985 zum dritten Mal auf der Grand Prix-Bühne stehen. Vorher war sie nur Background-Sängerin, diesmal ist sie aber Haupt-Act für ihre Heimat. Ja, nicht alle Songs in dieser Rubrik sind wirklich mies, manche sind auch einfach nur zu brav. Das geneigte André-Rieu-Publikum, das fällt bei sowas vor Freude in Ohnmacht. Echte Emotionen, ein gebrochenes Herz, das ist Schlager in Reinform. Dazu ein schneeweißer Konzertflügel, ein weißes Kleid, wie eine antike Sirene. Da schallt Lias Klagelied durch die Arena in Göteborg. Die 30-Jährige, sie bekommt zwar ordentlich Punkte aus der Schwesternation Griechenland, aber sonst eigentlich keine. Platz 17 von 19 für Lia Vissi mit ihrem selbstgeschriebenen Song Tokatalava Arga. Übersetzt heißt das, ich habe es zu spät. Zu spät bemerkt. Ja, zu spät bemerkt, dass manchmal aller guten Dinge eben doch nur zwei sind. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er, nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Lia Vissi zum Nachhören. Wir vergeben 6 von 10 Gurken - gar nicht so schlecht!
Irland 1989
Er wollte uns allen mal sein wahres Ich zeigen: der irische Sänger Kiev Connolly brachte den Song “The real me” an den Start. Mit seiner Gruppe The Missing Passengers war der Mann aus dem nördlichen Teil der Inselrepublik vor allem in Deutschland schon ein bisschen bekannter. Von 1978 bis 1987 lebte Connolly bei uns und arbeitete als Studiomusiker und Produzent in West-Berlin. Seine Gruppe hatte in der Zeit mehrere Auftritte im deutschen Fernsehen. Und immerhin: vier Punkte haben wir am 6. Mai 1989 für den Hünen mit Pferdeschwanz locker gemacht. Ansonsten dürfte der Ire die Punktevergabe beim ESC in Lausanne nicht ganz so gut in Erinnerung behalten haben - mit schwachen 21 Punkten sortierte sich sein Beitrag am Ende auf Platz 18 von 22 ein.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Ohne zu übertreiben, 1989 war eins der verrücktesten Jahre in der Eurovision-Geschichte. Zwei Länder hatten Minderjährige am Start, eine Wilhelm-Tel-Show-Einlage, die ist schiefgegangen, mit Apfel vom Kopf schießen, ja. Und am Ende hat zum ersten und einzigen Mal Jugoslawien gewonnen. Aber um Sieger und tolle Songs soll es ja hier nicht gehen, wir schnappen uns lieber das Teil. I call my baby and she tells me that she's leaving and it's time for boo. Die ganze Kapelle lässt es krachen. Von Takt 1 an, alle haben Spaß, nur einer hat da irgendwie das Memo nicht gelesen, der Sänger selbst. Ryo-me, it's the Ryo-me, Ryo-me, it's the Ryo-me. Boah, da war doch mal ein kurzes Lächeln. Dazu ein zaghaftes Left-Tap, Right-Tap, mehr ist für den Sänger Kiev Connolly nicht drin. Der Mann durfte 1989 die ESC-Größe Irland vertreten. Look to me, this girl to me. Mit dem Song The Real Me, der Riese mit dem XL-Sacko und dem Pferdeschwanz. Na, er wirkt trotzdem eher wie so ein Schuljunge. Eine Performance, die nur zu Platz 18 von 22 reicht. Und für den Beweis, das Wort Rain hat viel Sinn. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er, nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Kiev Connolly zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Norwegen 1981
Mit Agnetha und Annifrid von ABBA haben später noch echte ESC-Größen diesen Song hier erfolgreich neu aufgelegt - entweder trotz oder gerade wegen seiner miesen Grand Prix-Leistung. Mit “Aldri i livet” (zu Deutsch: "Niemals im Leben") trat Blondschopf Finn Kalvik für sein Heimatland an. Auch sein Starstatus in Norwegen konnte ihm aber nicht helfen - der Abend in Dublin endete desaströs. Mit null Punkten blieb dem Chansonnier nur der letzte Platz im Feld. Immerhin: die Skandinavier waren zu dem Zeitpunkt schon leidgeprüft - seit 1973 hatte es keine einstellige Endplatzierung mehr gegeben.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Der internationale Ländercode für Norwegen, dieses internationale Kürzel, es lautet N-O, No. Und laut und bestimmt rufen wir jetzt mal No in Richtung Finn Kalvik. Der junge Mann aus Norwegen hat 1981 seine Heimat vertreten und ja, irgendwie muss der mal raus aus seiner Lethargie. Ein blonder Prinz Eisenherz, schulterlanges Haar, verträumter Blick und Bewegungsintoleranz. Die Beine artig übereinander geschlagen, da sitzt er und zupft die Seiten. Auch wenn der Song zwischendurch dann doch daherkommt wie das Intro einer Vorabend-Kinderserie. Aldri, I live it, niemals im Leben, so der Titel des Songs, niemals im Leben hören wir den wieder. Finn Kalvik und seine Akustikgitarre, sie bleiben problematisch. Und bloß an diesem Aprilabend 1981 letzter Platz. Immerhin, seitdem gibt's ein verschreibungsfreies Schlafmittel mehr in der Hausapotheke. Es geht von dir, du hast Lach. Was? Ja, ich bin wach. Die größten Grand Prix Gurken der 80er, nur bei Harmonie. Harmonie!
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Finn Kalvik zum Nachhören. Wir vergeben 9 von 10 Gurken!
Luxemburg 1987
Die hier waren alles andere als leidgeprüft: Luxemburg hatte schon fünf Grand Prix-Siege in den Geschichtsbüchern stehen, als 1987 Plastic Bertrand ran durfte. Der Belgier trat zwar für den kleineren Nachbarn im Süden an, das allerdings vor heimischem Publikum in seiner Geburtsstadt Brüssel. Ja, das hätte als gutes Omen gelten können - mehr als das war's dann aber auch nicht. Mit vier dünnen Pünktchen standen Plastic Bertrand und sein Titel “Amour amour” nur knapp vorm Totalausfall. Der eigentlich international bekannte Musiker, Schauspieler und Entertainer musste als Vorletzter wieder nach Hause fahren… äh zu Hause bleiben!
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Die Karriere des Blondschopfes ist ins Stocken geraten. Kein Grund für Trübsal bei Plastic Bertrand mit schwarzem Shirt, schwarzer Hose und knallmagenta Blazer. Da stürmt er die Bühne. Hüpfend, hoppelnd, als hätte sich David Hasselhoff im heißen Sand von Malibu Beach die Füße versenkt. Sportlich, ja, musikalisch aber eher so Prädikat einerlei. Amour, Amour, eine Ode an die Lippen. Liebe höchst selbst, naja. Trotz energetischem Vortrag, vier magere Zähler. Gerade so vorletzt das. Ne, mein Lieber, da lief gar nix. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Plastic Bertrand zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Türkei 1983
Mal wieder eine Nulpe: Cetin Alp and the Short Waves blieben beim zweiten Grand Prix auf deutschem Boden punktlos. In der Münchner Rudi-Sedlmayer-Halle feierte die Türkei bereits ihre siebte ESC-Teilnahme. Eigentlich ein guter Anlass, um den Fluch der Schwarzmeer-Nation zu brechen - bislang waren die Türken nie besser als Platz 15 gewesen. Aber für den gut gelaunten Anatolier Alp stand nur während seiner eigenen Performance Party auf dem Plan - er und sein Song “Opera” grüßten am Ende vom geteilten letzten Platz. Sein Trost: während Eurovisionsteilnehmer in der Türkei oft schnell in Vergessenheit geraten, erfreute er sich weiterhin großer Bekanntheit - wenn auch als Verlierer schlechthin.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Cetin Alp zum Nachhören. Wir vergeben 8 von 10 Gurken!
Finnland 1980
Am 19. April 1980 war es soweit: endlich startete auch der ESC in ein neues Jahrzehnt. Das ganze hieß an diesem Tag “Eurovisie Songfestival” und fand in Den Haag statt - dank Vorjahressieger Niederlande. Aber das hier ist keine Rubrik für Gewinner, sondern vor allem für die erfolglosen, aber dennoch unterhaltsamen Songs des Wettbewerbs. Und aus der Sicht gab der Finne Vesa-Matti Loiri schon eine top Figur ab. Als Schauspieler und Kabarettist wusste der Mann aus Helsinki schon seit den 60ern, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Diese Qualität dürfte ihm als Musiker auf der Grand Prix-Bühne geholfen haben: mit dem Song “Huilumies” (zu Deutsch: “Flötenspieler”) flötete er sich fröhlich zu faden sechs Punkten - Letzter!
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Die Startnummer vielversprechend, schön glatt, rund und auch noch eine Glückszahl. An 10. Stelle durfte der sympathische Finne Vesa Matiloiri singen, damals beim Eurovision Song Festival 1980 in Den Haag. Ach, kleiner Spoiler vorweg, der Abend endete für den gut gelaunten Bassbariton abgeschlagen auf Platz 19 von 19. Und das als Star im Heimatland, bekannt aus Funk und Fernsehen. Was ist denn da passiert? Ui Lumi ist der Flötenspieler, so der Titel der schwungvollen Blas- und Spaßkantate. Ein Anzug weiß wie die finnische Tundra und ein weit aufgeknöpftes Hemd in Burgunderrot. Die sollten dem Publikum auch optisch die gebotene Lässigkeit signalisieren. In Erinnerung bleibt dagegen, silberstrahlend, die Querflöte in der Hand des Sängers. Passend, könnten wir denken, bei diesem Songtitel. Trotzdem, der heitere Herr aus Helsinki, er ist damit mehr am Wählen als am Spielen. Nur dreimal kurz, da setzt er an. Ja, da kann man auch mal klatschen. Ein Stöhnen beim Flöten, ob ihm da einfach die Luft weggeblieben ist oder ob er den Auftritt, so richtig geil fand, das wird sein Geheimnis bleiben. Weser Matiloiri im Jahr 1980, ein sang- und klangvoller letzter Platz für Finnland. Die größten Grand Prix Gurken der 80er, nur bei Harmonie.
© 80er-Radio harmony
Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Vesa-Matti Loiri zum Nachhören. Wir vergeben 9 von 10 Gurken!