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> Die größten Grand Prix-Gurken der 80er im Video
17.04.2026, 10:17 Uhr
Schräge ESC-Auftritte im Video -
Loser, Langweiler und Lachnummern
© 80er-Radio harmony mit KI
Er hat uns Weltstars wie ABBA, Johnny Logan oder Céline Dion geschenkt, gleichzeitig ist der Eurovision Song Contest jedes Jahr ein fröhliches Fremdscham-Feuerwerk. Manche Songs sind gähnend monoton, manche Stars überzogen gut drauf und manche Shows wirken wie ein Fiebertraum. Am Ende haben sie aber doch eins mit den großen ESC-Stars gemeinsam: sie unterhalten uns bis heute. Moderator Jonas Neureither stellt euch hier besonders “bemerkenswerte” Beiträge vor - von punktlosen Versagern bis zu grandiosen Gurken.
Belgien 1980
Eine lange Tradition begann hier: Songs beim ESC über den ESC gibt es seit dem Jahr 1980 und dem Wettbewerb in Den Haag. Das Trio Telex aus Belgien darf sich bis heute als erste Gruppe mit einem selbstreferentiellen Beitrag bezeichnen - auch wenn sie dabei nicht besonders kreativ unterwegs waren. Der französische Titel “Euro-vision” beschrieb einfach nur stumpf einen Grand Prix-Abend und die Vorbereitung der Stars auf der Bühne. Fast noch langweiliger als der Text war die musikalische Umsetzung, die auf einfache Melodien und repetitive Elemente setzte. Immerhin: die rein elektrisch erzeugten Klänge und das massive Mischpult im Hintergrund waren mal was Anderes.
Ob Telex ihren Beitrag wirklich ernsthaft ins Rennen um die Eurovision-Krone geschickt hatten, lässt sich nur vermuten. Die Gruppe hatte sich zwei Jahre vorher ohnehin nur als Spaßprojekt gegründet. Das Auftreten auf der Haager Bühne passte dazu: drei Mann in schwarzen Anzüge, bunten Hemden und mit weißen Seidenschals wiegen sich synchron im Takt der Musik und lassen zum Schluss Konfetti regnen. Während das Publikum im Saal nach der Performance verunsichert nur vereinzelt Beifall bot, watschten die Jurys die belgische Kombo komplett ab: als Drittletzter traten Telex wieder den kurzen Heimweg an. Einzig Portugal hatte Gefallen an den drei sonderbaren Herren gefunden und vergab zehn Punkte - insgesamt blieb es damit bei 14.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Entweder hat das Publikum kurz vergessen, wie klatschen geht, oder die waren ehrlich unbeeindruckt. Der belgische Beitrag im Jahr 1980, der hat doch für einige Verwirrung im Saal gesorgt. Verhaltener Beifall für dieses Elektro-Experiment. Oh, Monsieur Belgan, Musico-Programma. Ein riesiges Mischpult im Hintergrund, zwei Mann an den Synthesizern und in der Mitte einen, nennen wir ihn Sänger. Das ist die Gruppe Telex mit ihrem Titel Eurovision. Der Refrain bleibt ziemlich fies im Kopf, der Rest dagegen, der sein Stumpfsinn und Eintönigkeit nicht zu toppen. Oh, die Eurovision-Hymne, smartes kleines Easter Egg am Ende. Hat aber auch nicht mehr geholfen, die Quittung für Telex bei der Punktevergabe Platz 17 von 19. Und so bleiben letztlich zwei Fragen. War das wirklich ernst gemeint und kann der Mann am Mikrofon eigentlich singen? Die größten Grand Prix Gurken der 80er, auch auf harmoniefm.de und in unserer App. Harmonie!
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Telex zum Nachhören. Wir vergeben 8 von 10 Gurken!
Jugoslawien 1984
Nicht aller guten Dinge sind drei: zum dritten Mal in Folge stand die Serbin Izolda Barudžija auf der großen Grand Prix-Bühne und konnte zum dritten Mal nicht überzeugen. 1982 wurde sie 14. als Teil der Girlgroup Aska, ein Jahr später schnupperte sie als Backgroundsängerin des Künstlers Daniels zumindest mal am Glanz des Erfolges - der Montenegriner kam bis auf Rang 4! Nochmal ein Jahr danach versuchte es die studierte Journalistin erneut für die SFR Jugoslawien: im Duo mit dem Kroaten Vlado Kalember musste Izolda allerdings ihre insgesamt schlechteste Platzierung hinnehmen.
Der Song “Ciao amore” war im Stil eines Italo-Schlagers der späten 1970er-Jahre gehalten und wirkte beinah wie eine Kopie auf Al Bano und Romina Power. Die beiden Italiener waren beim ESC auch schon erfolgreich gewesen, was sich für Vlado und Izolda aber nicht als gutes Omen erweisen sollte. Am Ende musste sich das Gesangs-Paar mit dem vorletzten Platz und gerade einmal 26 Punkten begnügen. Kurios: der jugoslawische Beitrag erhielt satte acht Punkte aus der Türkei, obwohl (oder gerade weil) das Musikvideo zu “Ciao amore” wegen einer Oben-Ohne-Szene von Izolda dort gesperrt worden war.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Das war kein gutes Jahr. 1984 beim Concours Eurovision de la Chanson in Luxemburg. Da sind doch einige Künstler mit schwacher Punkteausbeute wieder heimgefahren. Auch diese Dame hier konnte nicht überzeugen. Das ist Isolda Barugia aus Belgrad. Im schwarzen Abendkleid und mit monströser Lockenmähne steht sie im Scheinwerferlicht, aber nicht allein. Der Kroate Vlado Kalembert komplettiert das jugoslawische Duo. Dass er klingt wie die Raucherversion von Albano ist kein Zufall. Die ganze Nummer, die ist im leider schon ein bisschen veralteten Italo-Schlager-Stil gehalten. Ciao, new Marie. Ciao, amore. Sogar der Titel ist italienisch. Ciao, amore. Ein Lied über Abschied, aber fröhlich vorgetragen. Zumindest von Isolda. Ihr Partner dagegen, der wirkt stoisch konzentriert auf seinen Pressgesang. Auch als er während seinem Solo von ihr aufs Ärgste befummelt wird, Vlado ist nicht zu begeistern. Die Juries letztlich auch nicht. Die strafen Jugoslawien mit dem vorletzten Platz. Was sagt man da? Ciao, amore. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Vlado und Izolda zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Türkei 1985
Eine Band, die beim Grand Prix ihren Namen ändert - das gab es so noch nicht. Das Ganze ging aber auch nicht ganz freiwillig vonstatten: die drei türkischen Musiker Mazhar Alanson, Fuat Güner und Özkan Ugur hatten waren bisher immer als ‘Mazhar Fuat Özkan’ unterwegs gewesen, nach dem Wettbewerb waren sie nur noch 'MFÖ'. Schuld daran war die schwedische Moderatorin Lilli Lindfors, die 1985 durch den ESC in Göteborg leitete und den langen, türkischen Bandnamen schlicht abkürzen wollte. Ihr lapidarer Gedanke sollte sich für die drei Herren in den weißen Anzügen als schicksalshaft herausstellen: fortan wählten sie selbst das Kürzel ‘MFÖ’ für sich.
Viel mehr Positives konnte das Trio von diesem Abend allerdings nicht mitnehmen - nur ein geteilter Platz 14 von 19 stand am Ende für die Türkei auf der Anzeigentafel. Ganz okay, könnte man meinen - zu verdanken war dieses Abschneiden aber vor allem den Punkten aus einem Land: die Schweiz schenkte MFÖs Titel “Didai didai dai” die kompletten Twelve Points.
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Zero Points. Zero Points. Zero Points. Die größten Grand Prix-Gurten der 80er. Das Leben ist locker, das Leben ist leicht, aber der ESC ist nicht das echte Leben und der ist manchmal ein bisschen fies. Das musste auch diese Happy-Go-Lucky-Nummer hier im Jahr 85 feststellen. Geht erstmal los wie eine Sendung im Kinderfernsehen. Das sind MFÖ aus der Türkei. Drei Herren Mitte 30, alle in weißen Anzügen mit weißen Hüten, wie aus dem neuesten Mafia-Film von Martin Scorsese. Die Jungs sind aber ganz brav, die singen nur blöd vor sich hin. Diday diday day, so heißt der Song, einen tieferen Sinn hat es nicht. Er dreht sich einfach um eine frische Liebe. Es wird ein Erfolg, unser Lieblings-Song. Erst glaubst du, du bist für mich. Und soll auch ein bisschen Laune machen. Musikalisch fehlt da aber jeder Anspruch, das sehen fast alle so, außer die Schweizer Jury. Die verpasst dem Trio am Ende satte 12 Punkte. Das Ergebnis ein stabiler 14. Platz für... Nein, die Türkei. Die größten Grand Prix-Gurten der 80er. Auch auf harmoniefm.de. Und... In unserer App. Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über MFÖ zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Spanien 1987
Die Frisur wie ein Fahrradhelm mit Nackenschutz und dazu sehr abenteuerliches Make-Up: diese Sängerin hat Vokuhila und 80er-Style vorbildlich gelebt. Das ist die damals 23-jährige Patricia Kraus - nicht verwechseln mit Patrica Kaas! Die in Mailand geborene Tochter eines österreichischen Kanariers trat 1987 beim ESC in Brüssel für Spanien an. Sorry für die Verwirrung, aber noch europäischer geht es nicht!
Patricias Song “No estás solo” (zu Deutsch: “Du bist nicht allein”) lebt vom Temperament ihrer Heimat und bringt eine starke Rock-Stimme zum Vorschein. Eine Stimme, die durch den als Tenor tätigen Vater geformt wurde und die heute mit selbst entwickelten Coachings auch andere Vokaltalente trainiert. Oft braucht es aber eben mehr als ein gut ausgebildetes und wuchtiges Gesangsorgan, um beim Grand Prix zu begeistern. Die Spanierin geht am Ende mit schlappen zehn Punkten komplett unter und muss sich auch vermeintlich schlechteren Songs geschlagen geben. Ihr kleines Glück: am Ende sehen gleich drei Beiträge im Feld der 22 Teilnehmer noch weniger Land.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurten der 80er. Sie passt perfekt in den Wettbewerb. Vorhang auf für die europäischste Europäerin Europas. Eine Sängerin, geboren in Italien, mit Wurzeln auf den Kanaren und in Österreich. Aber mit spanischem Temperament. Das ist Patricia Kraus im Jahr 1987 mit dem Titel No Estas Solo, Du bist nicht allein. In schwarzer Lederkombi regiert sie die Bühne. Anfangs trägt sie noch so ein grünes Halstuch, das droht aber immer wegzurutschen und dann legt sie es halt irgendwann dramatisch zur Seite. Drama, gutes Stichwort, der Höhepunkt des Songs macht Lust und Hoffnung auf mehr. War's das schon? Kurze Klimax und dann sackt der Song arg ab. Das passiert ihm dann auch bei der Punktevergabe. Am Ende holt Patricia Kraus für Spanien einen sehr dürftigen 19. Platz von 22. Sie sagt es selbst. Oje, oje. Die größten Grand Prix-Gurten der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App. Das war's für heute. Bis zum nächsten Mal.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Patricia Kraus zum Nachhören. Wir vergeben 6 von 10 Gurken - da ging doch mehr!
Österreich 1986
Vorhang auf für einen weiteren Auftritt Österreichs! Den ESC-Teilnehmern der Alpenrepublik gelang es in den 80ern doch recht häufig, ihr heimisches Publikum und die internationalen Jurys zu enttäuschen. Auch eine echte Frau Doktor konnte da 1986 nichts dran ändern: die 25-jährige Timna Brauer war promovierte Jazz- und Opernsängerin. Sogar indischen Gesang hatte die Absolventin der renommierten Sorbonne-Universität gelernt, verzichtete aber auf einen derlei exotisch-musiklaischen Ausflug.
Brauers Eintrittskarte zum Grand Prix war stattdessen eine getragen-ruhige - fast vorgelesene - Ballade mit Anleihen aus Oper und Musical-Arie: “Die Zeit ist einsam” hieß der Song aus der Feder von Peter Cornelius. Mit der Nummer konnte die Wienerin aber nur streckenweise ihre professionelle Ausbildung beweisen, ansonsten blieb sie so blass und so reizarm wie ihr weißes Kleid. Mit gerade einmal zwölf Punkten ging Österreich also mal wieder ordentlich baden: als Drittletzte kehrte Timna Brauer aus Norwegen heim - in der Pop- und Schlagerwelt haben wir von ihr seitdem nichts mehr gehört.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurten der 80er. Da fährst du zum ESC und weißt schon vorher, du hast keine Chance. So ging's wohl der Wienerin Timna Brauer im Jahr 1986. Die Zeit ist einsam und sie ist müde. Die Erwartungen können nicht besonders hoch gewesen sein. Keine berührende Liebesballade, keine Herzschmerz-Arie, keine Trauer-Elegie. Stattdessen eine Art gefühlvoll-musikalische Lesung. Pop trifft Poesie, trifft Philosophie. Wieso komm ich allein zu ihm? Die Zeit ist einsam. Ja, alle, die sich schon mal gefragt haben, hey, wie geht's denn eigentlich der Zeit? Jetzt habt ihr die Antwort, die Zeit ist einsam. Und wer den Song bisher langweilig fand, obacht. In der Strahle der Arroganz sieht man, wo ist dieses Lied? Kurz walt das weite weiße Kleid von Timna Brauer über die Bühne von Bergen. Dann ist wieder Ruhe, dann ist die Zeit wieder einsam und müde. Auch die Juries hat der Beitrag müde gemacht. Mehr als Platz 18 von 20 war für Österreich nicht drin. Allerdings, das Lied hat bekommen, was sich beim ESC alle wünschen. 12 Points, 12 Punkte, nur halt insgesamt. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App. Harmonie!
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Timna Brauer zum Nachhören. Wir vergeben 8 von 10 Gurken!
Belgien 1983
“Es reicht und ich habe die Schnauze voll!” - der Satz passt gut zum Gefühl der meisten Hörer dieser Rubrik, ist aber gleichzeitig auch der einzige Text eines Songs aus dem Jahr 1983. Belgien schickte damals das Musikprojekt Pas de deux mit dem Titel “Rendez-vouz” nach München zum ESC. Allerdings stellte sich diese Wahl schon im Vorentscheid als verheerender Irrtum heraus: Pas de deux wurden nach der Verkündung ihres nationalen Sieges noch auf der Bühne ausgebuht.
Ganz so schlimm sollte es beim europäischen Finale für das Trio nicht werden, trotzdem war das Ergebnis vorhersehbar schlecht. Auf der einen Seite eine Performance wie ein Fitnessprogramm: beide Sängerinnen glänzen mit durchgehenden “Golf-Swings” der Arme. Andererseits lassen eben auch Text und Gesangsleistung zu wünschen übrig. Mit dem drittletzten Platz und 13 Punkten in der Endabrechnung waren die Jurys noch gnädig zu der belgischen Kombo - die beiden Beiträge dahinter blieben punktlos. Zum Glück für Pas de deux und für alle Musikliebhaber löste sich die Gruppe nach nicht einmal zwei Jahren wieder auf.
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Zero Points. Zero Points. Zero Points. Die größten Grand Prix Gurten der Achtziger. Eine Beleidigung für alle, die dabei waren. Aber vor allem eine Beleidigung für den Wettbewerb und seine Teilnehmer. Dieses Kunststück ist 1983 Belgien gelungen. Grand Début. Grand Début. Das ist die Band Pas de Deux. Jetzt dürft ihr mal raten, wie der Song heißt. Grand Début. Ganz genau. Grand Début. Ab und zu gesellt sich zu diesen zwei Worten noch der Satz Mar de Mar des Foll und mein Kopf ist du. Heißt so viel wie Grand Début, es reicht und ich hab die Schnauze voll. Mar de Mar des Foll und mein Kopf ist du. Ja, zum ersten Mal in dieser Rubrik konnten wir den kompletten Songtext verlesen und übersetzen. Mehr geben die beiden Sängerinnen einfach nicht von sich. Grand Début. Ja, ist ja gut. Das haben sich wahrscheinlich auch die Kameraleute an diesem ESC-Abend gedacht. Die haben häufiger das Orchester gefilmt als die zwei weiß gekleideten Damen an den Mikros. Am Ende landet die belgische Frechheit hier noch auf einem sehr gnädigen 18. Platz von 20. Ich finde, das Rendezvous hätten wir uns alle sparen können. Die größten Grand Prix Gurten der Achtziger. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App. Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Pas de deux zum Nachhören. Wir vergeben erstmals 10 von 10 Gurken! Voll versagt!
Deutschland 1989
Skurril: ein ESC, bei dem ein und derselbe Name gleich zwei mal in der Teilnehmerliste steht. 1980 gab es das bereits mit Ralph Siegel - neben dem deutschen hatte er auch den luxemburgischen Titel komponiert. Im Jahr '89 wiederholte sich dann das Bild, als erstmals Grand Prix-Ambitionen von Modern Talking-Star Dieter Bohlen erwachten. Gleich zwei Stücke sandte der Pop-Titan in den Wettbewerb: “Nur ein Lied” für den Österreicher Thomas Forstner und “Flieger” für Nino de Angelo. Die beiden Beiträge ähnelten sich stark in Anmutung und Vortrag, aber zumindest einer sollte doch deutlich die Erwartungen eines Bohlen-Titels untertreffen.
Während Forstner auf einen lockeren, fliederfarbenen Smoking mit weißem Hemd setzte, war es bei de Angelo die enge schwarze Kombi. Beide verzichteten auf große Show und performten Solo ohne Tanz- oder Backgroundbegleitung. Die Songs verorteten sich dabei klar im Schlager, wobei die gesangliche Leistung des sechs Jahre jüngeren Forstner weniger überzeugend klang. Dennoch gewann er das Duell der Bohlen-Produktionen und wurde Fünfter. Nino de Angelo hatte zwar mehr Herz auf der Zunge, aber dafür am Ende deutlich weniger Punkte im Sack: es reichte knapp für den 14. Platz von 22.
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Zero Points! Zero Points! Zero Points! Die größten Grand Prix-Gurken der Achtziger! Die Frage ist, wie? Wie konnte dieser Song noch einen Platz im Mittelfeld ergattern? Du und ich, wir sind so hoch geflogen, vor gar nicht langer Zeit. Nino De Angelo, du weißt, wir lieben dich, aber es hat schon einen Grund, warum der Song nicht dein bekanntester heute ist. Der Karlsruher bleibt hier voll in seiner gewohnten Schlagerschiene. Er schnulzt sich einen ab und er haut wirklich jede Faser von seinem Körper in die Emotionen. Du gehst nicht raus aus meinem Herzen. Ich denk nur noch daran, du hast oft gesagt. Singen kann er natürlich, mehr macht der junge Mann aber nicht. Wer hier Show erwartet, der wird schwer enttäuscht, da waren die meisten anderen 1989 schon viel weiter. Ich hab die Zeit nie ganz vergessen, als wir noch Flieger waren. Flieger, so heißt Nino De Angelos Kitschfetzen. Der muss allerdings bei der Punktevergabe ordentlich beidrehen. 14. von 22, das war für die deutschen Ansprüche damals echt zu wenig. Eine schlechtere Platzierung gab's in den 80ern für uns nie. Das war wohl eher ein Sturzflug. Die größten Grand Prix-Gurken der Achtziger, auch auf harmonyfm.de und in unserer App.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Nino de Angelo zum Nachhören. Wir vergeben 8 von 10 Gurken!
Portugal 1982
Vergessen wir mal D'Artagnan, Athos, Porthos und Aramis - die vier Musketiere der 80er waren Laura, Fatima, Teresa und Lena. Die vier Portugiesinnen sind besser bekannt unter dem Bandnamen Doce (zu Deutsch: “Süß”) und gelten als erste Girlgroup ihres Heimatlandes. Der Höhepunkt ihrer Karriere war zweifelsohne der ESC in Harrogate 1982, bei dem die Sängerinnen den Song “Bembom” zum besten gaben.
Der Titel beschreibt im Portugiesischen das Schlagen der Uhr - es klingt also nach einer Art musikalischem Lehrstück für Alle, die die Uhr noch nicht lesen können. Tatsächlich handelt der Song aber von einer Liebesnacht, die von Stunde zu Stunde einfach immer weitergeht. Nebulös bleibt allerdings, was die Musketier-Verkleidung und der aggressive Formationstanz mit dem andauernden Techtelmechtel zu tun haben sollen. Letztlich kann nicht einmal die schwungvolle Gesangsinterpretation bei den Jurys punkten: Doce erhalten 32 Zähler und bleiben auf Platz 13 von 18 stecken.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Genau so muss ein ESC starten, mit Kostümen, mit einer perfekten Performance und vom Fleck weg mit voller Energie. Die Startnummer 1 beim ESC 82, die hat genau das geliefert. Nur der Song dazu war vielleicht ein bisschen simpel. Los geht's mit Marschtrommel und Kriegsgeschrei. Das ist die Band Dorce aus Portugal. Vier Sängerinnen verkleidet als Musketiere in schwarz und weiß und ganz viel Glitzer mit dem Song Baybomb. Mit Baybomb drücken Portugiesen das Schlagen der Uhr aus zur vollen Stunde. Und hier läutet's ganz schön häufig. Start ist um eins in der Nacht und es geht bis morgens um acht. Vom magischen Kennenlernen im Mondschein bis zum Frühstück für zwei. Er geht flott hier. Auch wenn die Laune stimmt, der Mischmasch aus martialischer Klamotte, Diskotanz und Liebesnacht, der scheitert bei den Juries. Nur Platz 13 von 18 ist es am Ende. Das kommt davon, wenn man die ganze Nacht kein Auge zugemacht hat. Die größten Grand Prix-Gurken. Der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App. Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Doce zum Nachhören. Wir vergeben 6 von 10 Gurken!
Finnland 1981
Sein Nachname ist das finnische Wort für “Wildente”: Riki Sorsa aus Helsinki zeigte 1981 einen zumindest modisch wilden Auftritt. Die zotteligen Haaren, die bunte Kleidung inklusive Karohose und der bekifften Blick waren das aufregende Gegenstück zum musikalisch unterwältigenden Beitrag. Schon der Songtitel “Reggae Ok” lässt auf gemütliche Stimmung schließen, und auch der Text ist ein einziger Aufruf zum locker machen. Den heimischen Medien war das freilich zu progressiv: bereits im Vorfeld schämte sich Finnlands Boulevard für die freche und rotzige Attitüde des Blondschopfs und seiner Band. Man nehme den Schlager-lastigen Grand Prix nicht ernst, so der Tenor.
Die kleine Überraschung: dem doch eher konservativen ESC-Publikum in der Dubliner Konzerthalle sagte die Nummer zu! Die Zuschauer ließen sich zum Klatschen animieren und jubelten nach dem letzten Ton, wie für einen Sieger. Doch die Jurys konnten Riki Sorsa und seiner verrückten Kapelle nichts abgewinnen: 27 Punkte und Platz 16 von 20 gaben letztlich der finnischen Journaille recht. Reggae? Nicht so ganz okay…
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Kurz habe ich mir die Augen gerieben, da steht doch nicht etwa der große Rod Stewart auf der ESC-Bühne? Ne, der schaut nur so aus. Wilde blonde Haare und bunte Kleidung mit Karo-Hose wie so ein Harlequin, das ist Ricky Sorsa für Finnland im Jahr 1981. Ja, eigentlich ist hier schon alles gesungen und gesagt, der Beitrag heißt Reggae-Okay und genauso klingt er auch voll gemütlich, unaufgeregt und wenig aufregend. Oder ist da doch noch irgendwas zum Feiern? Akkordeon beim ESC, das ist ein Leckerbissen. Und der Funke springt über in der Halle von Dublin. Lauten Jubel gibt's zum Ende. Nur die Juries können Ricky Sorsa und seine lustige Band nicht überzeugen. Platz 16 von 20, das ist dann halt höchstens... Die größten Grand Prix-Gurken der 80er, auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Riki Sorsa zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Luxemburg 1980
Ein neunter Platz aus dem Jahr 1980 - laut Schluss-Tabelle ist der Song viel zu gut, um als Gurke zu gelten. Trotzdem darf die verstörende Darbietung des Riesenpinguins an der Seite der Sängerinnen Sophie & Magaly hier nicht fehlen. Die erst 17-jährigen Zwillinge aus der Nähe von Paris hatten sich 1980 von keinem geringeren als Ralph Siegel für den ESC rekrutieren lassen. Der Produzent schickte die beiden aber für Luxemburg ins Rennen - mit dem Song “Papa Pingouin”.
Auch wenn die Nummer nach Kinderfernsehen und guter Laune klingt, die Performance mit dem dicken Pinguin und seinem irren Grinsen ist schon etwas gruselig. IrriTIERend: zum Ende des Songs holt er sich noch einen Po-Klatscher von den beiden Mädchen ab. Die ganze Vorstellung endet mit satten 56 Punkten und eben Platz neun, der Song selbst landete aber später nochmal auf der Eins. Das Musikprojekt Pigloo hatte 2006 ein sehr erfolgreiches Cover und Video parat: dabei tanzte ein animierter Haufen Pinguine über sechs Wochen an der Spitze der französischen Charts.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Ein riesengroßer Pinguin auf der ESC-Bühne mit weit aufgerissenen Augen und Brille. Was Luxemburg 1980 da gemacht hat, verstörend. Der Song heißt Papa Penguin, die Geschichte von einem Pinguin, der gerne fliegen will. Wie eine Möwe, die Schwingen ausbreiten und die Welt sehen. Vorgetragen von den erst 17-jährigen Zwillingen Sophie und Magalie, klingt alles bisschen nach französischer Kinderserie. Für Luxemburg holen Sophie und Magalie Platz 9 von 19. Eigentlich viel zu gut für die Rubrik hier, aber ein erwachsener Mann. Als watschelnder, hüpfender und gruselig grinsender Pinguin befremdliche Vorstellung. Und dann singt er auch noch. Na super, jetzt gibt's Albträume für den ganzen Kindergarten. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Sophie & Magaly zum Nachhören. Wir vergeben 10 von 10 Gurken - völlig verstörend!
Griechenland 1988
Eigentlich fehlt hier nur noch Leslie Mandoki, der mit nackter Brust über die Bühne sprintet und sein “Dschingis Khan”-Gelächter auspackt - Griechenlands 1988er-Beitrag erinnert punktuell an die berühmte Tanzkombo von 1979. Auch hier wird laut gelacht, auch hier gibt es zumindest ein ausgefallenes Kostüm: zum letzten Drittel des Liedes reiht sich ein Clown ins Ensemble ein. Mit Rädern, Handstandüberschlag, einem Spagat und kleinen Neckereien gibt er dem Beitrag wenigstens etwas Farbe mit.
Ansonsten spricht die Tatsache für sich, dass im Vorfeld des Grand Prix keiner der griechischen Bewerber die heimische Jury wirklich überzeugte - auf die Sängerin Afroditi Fryda mit dem Song “Kloun” (deutsch “Clown”) konnte man sich nur grade so einigen. Die junge Frau vom Athener Konservatorium beherrscht zwar ihr Handwerk, wirkt phasenweise aber eher, als würde sie aus einem Sachbuch vorlesen. Auch die Musik lässt zu wünschen übrig, nur das Lachen bleibt im Kopf. Letztlich blieb es aber wohl im Halse stecken: nur zehn Punkte für die Hellenen und das große Glück, dass gleich vier andere Länder noch schlechter abschnitten.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Die Heimatjury fand den eigenen Song zu schlecht für den ESC. Das müssen wir uns mal auf der Zunge zergehen lassen. Im Jahr 88, da konnten sich die Musikexperten in Griechenland nur mit ganz viel Mühe auf einen Beitrag einigen. Nichts aus dem Vorentscheid hat ihnen gefallen. Ja, auf die Nummer hat man sich dann doch irgendwie verständigt. Die Sängerin Afroditi Frida. Sie klingt so ein bisschen wie eine Oma, die ihrem Enkel vorliest. Wir hören hier aber, warum das sonst lodernde griechische Feuer keine Euphorie entflammt hat hier. Die Frau im rosa Kleid landet am Ende auf dem 17. Platz von 21. Das ist noch schmeichelhaft. Da reicht halt der eine Höhepunkt im Song Klon nicht. Iemo Klon, Klon, Klon, Iemo Klon. Klon, Klon, Iemo Klon. So singt sie hier. Klauen, Klauen, ich bin der Klauen. Leider, nach der Vorgeschichte und nur 10 mickrigen Punkten, da schaut sie jetzt wirklich aus wie der dumme August. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Afroditi Fryda zum Nachhören. Wir vergeben 8 von 10 Gurken - ein Trauerspiel!
Österreich 1984
Er war kein Unbekannter für Österreich: der letzte Platz! Schon vier mal hatte die Alpen-Nation vom Ende der ESC-Tabelle gegrüßt, als 1984 die noch unbekannte Anita Spanner an den Start ging. Ihr könnt es euch denken: die Steirerin machte die Hand voll - Österreich fuhr zum fünften Mal mit der roten Laterne heim. Der Song “Einfach weg” sollte Laune machen, ließ die europäischen Jurys aber wenig euphorisch zurück - nur fünf Zähler gab's. Blöd halt, dass die Punkte nur aus anderen Ländern kommen dürfen - in Österreich war der Song nach seinem Release mit zehn Wochen in den Top Ten mordserfolgreich.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurten der 80er. Ah, endlich mal wieder ein Text, den wir auch verstehen können. Es war einfach Zeit, einmal abzuhauen. Österreich hat sich 84 mal wieder einen geleistet, aber anders als sonst. Die Alpin-Toy-Tonen, die haben sich ja in den 80ern oft mit emotionalen Sylt-Balladen präsentiert. Diesmal geht's um das Gegenteil. Einfach weg mit zwei Koffern in irgendein anderes Land. Die 23-jährige Anita Spanner will einfach weg den Alltagstrott und den langweiligen Typen daheim zurücklassen. Herzlich willkommen beim Schlagerstadel. Und wie sich das da gehört, bloß nicht viel bewegen. Anita steht nur rum. Choreografisch unterwältigend für einen frechen und zumindest kraftvoll gemeinten Song, da ist das schon arg schwach. Ach so, hat sie wohl doch nicht so ernst gemeint. Erst zur Punktevergabe, da war der Spaß dann aus. Österreich landet abgeschlagen auf dem letzten Platz. Darauf ein... Nee, bitte nicht. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de. Und... Und in unserer App.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Anita zum Nachhören. Wir vergeben 8 von 10 Gurken!
Türkei 1987
Bei Johnny Logan hat's funktioniert: ein komplett weißes Outfit hat den Schönling 1987 zu seinem zweiten ESC-Triumph geführt. Die monochrome Kleiderwahl mit der Unschuldsfarbe kann aber auch komplett in die Hose gehen - da hatten wir ja schon einige Acts in dieser Rubrik, die es modisch so versucht haben. Auch die türkische Kombo aus Sängerin Seyyal Taner und Grup Lokomotif konnte optisch strahlen, wie ein Toilettensitz nach der Chlorbehandlung. Auf akustischer Ebene sah das anders aus…
Der Song “Sarkim sevgi üstüne” (zu Deutsch: “Mein Lied handelt von Liebe”) überzeugte die Jurys 1987 nicht: beim bis dato größten Grand Prix mit insgesamt 22 Teilnehmern war für die Anatolier kein Platz unter den vorderen 21. Taner und ihr Dampfmaschinen-Ensemble blieben am Ende sogar punktlos - die schlechteste Ausbeute des Landes bei all seinen bisherigen ESC-Einsätzen. Dennoch: geschadet hat es Seyyal Taner nicht - sie gilt heute als Rockoma der Türkei.
Israel 1986
Im Gesicht Roy Black, aber ansonsten all white: das war der Sänger Moti Gilaldi im Jahr 1986. Auch seine Duett-Kollegin Sarai Tzuriel und das gesamte Tanz-Ensemble fügten sich wunderbar in die strahlend weiße Kulisse der Bühne von Bergen. Bis heute ist die norwegische Großstadt der nördlichste Austragungsort des Grand Prix. Vielleicht war das ja der Grund für die schwache Leistung von Tzuriel und Gilaldi - das Team aus Israel hatte als traditionell südlichster Teilnehmer die weiteste Anreise. Allerdings war nicht nur die aus der Zeit gefallene Line-Dance-Performance Schuld an der letztlich ertragsarmen Punktevergabe - auch der Song “Yavoh yom” (zu Deutsch: “Der Tag wird kommen”) wollte nicht so recht mitreißen. Die gleichförmige Melodie konterkarierte den zackigen Beat, und auch der im Text ausgedrückte Wunsch nach Frieden war zwar berechtigt aber wenig überraschend. Das Ergebnis lautete: sieben Punkte und ein schmachvoller Platz 19 von 20!
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Zero Points! Zero Points! Zero Points! Die größten Grand Prix-Gurten der 80er! Ein Hoch aufs Polyesterhemd! Bei diesem Beitrag im Jahr 86 musste wirklich jeder auf der Bühne schwitzen. Alle hatten da irgendwo Plastik an sich. Die Satin-Optik hat's aber super kaschiert. Für die beiden Hauptfiguren war aber eh nicht viel zu tun. Ganze 19 Sekunden in Drohung. Dann erst steigen Saray Zuriel und ihr Duettpartner Moti Gilaldi in die Nummer 1. Als hätte er Kleber gekaut. Gilaldi kriegt die Zähne nicht auseinander. Da gibt's eine Co-Sängerin von mehr Stoff. Okay, sie quiekt vor allem wie ein Kolibri bei der Beiz. Aber jetzt baut sich der Havas auf. Jawohl, der Tag wird kommen. So heißt der Song hier für Israel. Ein Aufruf zum Frieden. Sowas ist sonst eine sichere Nummer. Diesmal aber nur 7 Punkte und vorletzter. Ja, ein Auftritt wie warmes Pilz. Eine herbe Enttäuschung. Die größten Grand Prix-Gurten der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App. Das war's für heute. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Sarai Tzuriel und Moti Gilaldi zum Nachhören. Wir vergeben 6 von 10 Gurken!
Belgien 1985
Ein klangvoller Name, der nicht besser zu ihrer Herkunft passen könnte: Linda Lepomme - da stehen die Fritten ja quasi schon mit im belgischen Pass! Vielleicht hätte sie lieber Köchin werden sollen, denn ihren Auftritt beim ESC 1985 in Schweden hat sie selbst wohl schnell wieder vergessen. Ihr bodenlanges, blaues Seidenkleid mit den langen Ärmeln und dem tiefen Ausschnitt lieferte dabei einen eigentümlichen Kontrast zur braven Perlenkette und dem züchtigen Bob - Star-Appeal sieht anders aus!
Auch akustisch war das zu wenig: Linda konnte zwar ihr stimmliches Können unter Beweis stellen, vor allem aber ließ sie mit ihrer Herzbruch-Ballade Schmalztropfen von der Decke triefen. Mit gerade mal sieben Punkten blieb unter den 19 Teilnehmern nur der letzte Platz für die Flämin und ihren Song “Laat me nu gaan”. Es war der einzige Song in niederländischer Sprache, da die Niederlande selbst in diesem Jahr erstmals nicht teilnahmen.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Ein Ausschnitt bis zum Bauchnabel, aber eine artige Frisur wie die Sprecherin der Tagesschau. Das ist die Belgierin Linda Lepomme im Jahr 1985. Lad me nu gaan, lass mich nun gehen, so der Titel des schmalzigen Machwerks. Eine Herzschmerzballade über erloschene Liebe und das Loslassen vom Liebsten. Ja, es ist ein Song so zweischneidig wie Lindas Outfit. Heulende E-Gitarre mischt sich mit auch zarter Musical-Arie. Der Cocktail schmeckt weder Rockfans noch Schlagerfreunden. Nur einem Land gefällt's. Lad me nu gaan, kijk mir doch an. Lad me nu gaan, lass mich nun gehen. Linda Lepomme wird letzte. Mit sieben Punkten. Allesamt aus der Türkei. Da fragt man sich schon, haben die denselben Wettbewerb geschaut? Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Linda Lepomme zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Island 1989
Unter solchen Umständen ist es schwer, eine gute Figur zu machen: Islands Vertreter Daniel Agust Haraldsson musste 1989 neben seinem extrem gutaussehenden Pianisten singen. Sein Name: Valgeir Gudjonsson - ein Show-Star in seiner Heimat und ein bekannter Komponist. Er zeichnete auch für diesen Beitrag hier verantwortlich und trug dementsprechend trotz seiner feschen Optik eine große Mitschuld am miesen Abschneiden der Atlantikinsel. Sein erst 19-jähriger Schützling Daniel Agust konnte mit der eher zurückhaltenden Gesangsdarbietung aus der Nummer “Það sem enginn sér” (zu Deutsch: “Was niemand sieht”) aber auch nicht viel rausholen. Künstlerisch kraftlos, und auch äußerlich machte das blasse Bürschlein mit den feinen Gesichtszügen und dem weißen Hemd eher den Eindruck eines Bettlägerigen in der Klinik.
Trotzdem hatte der junge Mann ein solches Desaster nicht verdient: die noch junge ESC-Nation Island war bei den ersten drei Teilnahmen jeweils 16. geworden, diesmal wurde sie Letzte - für das Land von Eis und Feuer waren die Achtziger wirklich zum Vergessen!
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Zero Points. Zero Points. Zero Points. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Das war einfach Pech. Ein Song ohne Aufreger, aber auch ohne Makel. Trotzdem letzter. Schade für den Isländer Daniel August Haraldsson im Jahr 1989. Blutjunge 19 Jahre bringt der Mann aus Reykjavik auf die Bühne. Das erklärt vielleicht den Mangel an Energie und die fehlende Stilsicherheit. In weißem Satin-Hemd und grauer High-Waist-Hose. Da wirkt der blasse Junge wie so ein Praktikant von Graf Dracula. Hacem en Gimcher. Zu deutsch, was niemand sieht. Eine verträumte Weise über den Sternenhimmel, der sich spiegelt in den Augen der Angebeteten. Es bleibt unspektakulär. Und das reicht halt beim ESC nicht. Trotzdem. Null Punkte am Ende. Haraldsson kann einem leid tun. Ich bin aber sicher, im Kindergarten haben sie den Kleinen danach gut wieder aufgepäppelt. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Daniel Agust Haraldsson zum Nachhören. Wir vergeben 5 von 10 Gurken - der Junge hatte viel Pech!
Spanien 1983
Der ESC und seine Barfuß-Kandidaten - diese Geschichte ist lang und nicht unerfolgreich. Schon im Jahr 1967 gab es die erste Siegerin ohne Schuhwerk und mindestens fünf weitere sollten folgen - die ebenfalls barfüßige Remedios Amaya war keine davon. Die spanische Sängerin lieferte 1983 die bis dato schwächste Platzierung für ihre Heimat: ein geteilter Platz 19 von 20! Punkte gab es auch keine - bei den Iberern galt das schlechte Abschneiden zeitweilig als nationales Debakel.
Der Song war aber auch wirklich kein musikalischer Leckerbissen: “Quien maneja mi barca?” (zu Deutsch: “wer steuert mein Boot?”) war der Titel und die sich ständig wiederholende Leitfrage. Später im Text will die damals 21-Jährige noch wissen: “wer flicht das Haar meiner Mutter?” Und sie fordert auf: “du mit den grünen Augen - sieh mich an!” Der kryptische Text wird dabei durch zahlreiche “ayayays” ergänzt. Die Tochter eines professionellen Flamenco-Tänzers knüpfte damit an ihre Herkunft an - sie war damals die erste weibliche Vertreterin spanischer Roma beim Grand Prix.
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Zero Points. Zero Points. Zero Points. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Ja, ein Songtext kann aus einer einzigen Frage bestehen. Und ja, die kann sich über drei Minuten immer wieder mantra-mäßig wiederholen. Wer steuert mein Boot? Was anderes wollte die Sängerin hier im Jahr 83 gar nicht wissen. Das ist Remedios Amaya für Spanien. Was immer du willst, ich tue es. Das singt sie hier ganz leidenschaftlich. Ja, wir werden das Gefühl nicht los. Ihre Suche nach einem Steuermann, das muss eine Metapher sein. Ansonsten ist der Song vor allem Giaule und Ai-Ai-Ai. Ihr Genre? Flamenco-Rock. Die Performance ist allerdings so gar nicht Flamenco. Sie schreitet unruhig über die Bühne, der Zeigefinger ist ausgestreckt. Wie so eine gestresste Lehrerin vor der unartigen Klasse, wenn sie mal wieder den Wandertag absagen will. Fast ein bisschen aggressiv. Auch die Juries fühlen sich bedroht. Remedios Amaya, sie bekommt nicht einen einzigen Punkt, sie wird letzte. Hoffentlich hat sie ohne Steuermann den Heimweg gefunden. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App. Harmonie
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Remedios Amaya zum Nachhören. Wir vergeben 10 von 10 Gurken - voll nervig!
Niederlande 1982
An top ausgebildeten Sängern und Tänzern hat es dem Grand Prix noch nie gemangelt - vor miesen Platzierungen schützt das aber nicht. Beweisstück A: das Jahr 1982 und ein gelernter Musicaldarsteller am Start für die Niederlande. Wenig verwunderlich verbreitet der Song “Jij en ik” (zu Deutsch: “Du und ich”) leichtes Musical-Feeling - Sänger Bill van Dijk hatte zuvor schon in “Hair” oder “Evita” mitgespielt und gilt bis heute als einer der Pioniere des niederländischen Musicals. Daneben hat er auch im niederländischen Sport seine Spuren hinterlassen: regelmäßig durfte er vor den Spielen der Fußballnationalmannschaft die Hymne singen - witzigerweise genau seit seiner Blamage beim ESC.
Die Teilnahme am Wettbewerb hat dem Star-Status des Rotterdamers also keinen Abbruch getan, auch wenn er mit armseligen acht Punkten gerade mal 16. von 18 wurde. Zu seinem Glück fand der Grand Prix damals im englischen Heilwasser- und Kurort Harrogate statt - so konnte sich Bill van Dijk danach fachkundig von der Schmach erholen.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Eine ganze Band voller Frauen und die rocken ihre Instrumente, trotzdem haben die im Jahr 82 für die Niederlande nur eine Aufgabe. Sänger Bill van Dijk, betanzen, befummeln, bespaßen. Jetzt habe ich irgendwie das Bedürfnis, mich zu chäuspern. Worum geht's in dem Song? Kuchen? Cake! Cake, wir haben's alle gehört. Aber nein, das ist keine hungergetriebene Lobeshymne auf die Auslage beim Konditor. Stattdessen das fast banale Motiv vom Frühlingsanfang. Und den feiert der Bill mit seiner Liebsten. Yay and Ick, so der Songtitel Du und Ich. Ich hab ein Elfgarb, ich will wohnen. Mit Föhnfrisur, dickem Schnauzer und weißem Jumpsuit. Da schaut der Sänger eher aus wie ein C-Jugendtrainer beim Dorfverein. Er ist aber auch ungefähr genauso mitreißend. Oh yeah, yeah, and Ick, till ein Elfgarb bleibt im Wind. Nur bei den Juries war das damals nicht so. Bloß acht schwache Zähler kann Bill van Dijk für die Niederlande holen. Das reicht gerade für den drittletzten Platz. Zum Trost gab's... Gang! Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Bill van Dijk zum Nachhören. Wir vergeben 8 von 10 Gurken!
Marokko 1980
Ja, da kamen die Kommentatoren ein bisschen durcheinander: 1980 war das erste Jahr ohne Monaco, aber dafür das erste mit Marokko! Das Land auf der anderen Seite des Mittelmeeres brachte den Grand Prix zum neuen Jahrzehnt auf frische Wege und erweiterte ihn erstmals um einen ganz neuen Kontinent. Der Beitrag der jungen Samira Saïd sollte allerdings bis heute der einzige ihrer Heimat bleiben - Marokko trat danach nie wieder an. Schuld daran war weniger das miese Abschneiden des Songs “Bitakat hob”, sondern die politischen Spannungen der arabischen Welt mit Israel. Da die Hebräer fester Bestandteil des ESC sind, sieht sich Marokko bisher immer wieder zum Verzicht auf die Teilnahme gezwungen. Das hat für Samira Saïd natürlich ein Gutes: ihr wenig schmeichelhaftes Ergebnis von sieben Punkten und einem vorletzten Platz ist bis heute unangefochten das beste der Nordafrikaner.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurten der 80er. Die Produzenten der Show haben kurz geschwitzt. Müssen wir das ganze Ding hier jetzt von Eurovision in Afrovision umbenennen? 1980, da hat sich nämlich Marokko erstmals in die Teilnehmerliste eingetragen. Die 22-jährige Samira Said ist das. Für Marokko. Ihr Song hatte den Titel Bitaqat Hop, übersetzt heißt das eine Nachricht der Liebe. Irgendwie fehlt hier aber was. Der Song bringt zwar eine neue Farbe in den Contest, trotzdem ist keine Spannung da, keine Highlights drin. Und nach zwei Dritteln des Songs, da singt Samira nur noch aaaah und lalalala. Ein paar Punkte aus Italien retten sie vor der Vollblamage. Sie wird 18. von 19. Die beste Platzierung Marokkos bislang. Seitdem hat das Land aber auch nie wieder mitgemacht. Die größten Grand Prix-Gurten der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Samira Saïd zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Finnland 1988
1987 waren sie noch Begleitband, ein Jahr später dann selbst die großen Stars: die sechsköpfige Gruppe Boulevard durfte Finnland 1988 beim ESC vertreten. Auffällig bei den gut gelaunten Jungs: der verrückte Frackträger mit dem Tamburin und Sänger Kyösti Laihi, der optisch eher an einen sowjetischen Bond-Bösewicht erinnerte. Zum Glück ist der Mann aber nur finnischer Musiker, sonst hätte es nach diesem Auftritt wohl Tote gegeben. Schuld daran: eine Ton-Panne im ersten Refrain, bei der plötzlich die Lautstärke der Musik absackte - Laihi musste durch Handzeichen klarmachen, die Regler wieder aufzudrehen.
Der Stimmung beim Song “Nauravat silmät muistetaan” tat das aber keinen Abbruch: die sechs Nordmänner hatten sichtlich Spaß auf der Bühne des Dubliner Simmonscourt Pavilion - Laihis Cowboy-Tanz mit imaginärem Lasso verdient heute allerdings eher das Prädikat “cringe”. Die dürftigen drei Punkte und der vorletzte Platz im Tableau machen die Leistung von Boulevard als Grand Prix-Gurke aber erst richtig komplett.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Ein Cowboy-Dance, eine Tonpanne und ein Verrückter mit Tambourinen. Über diese Mischung durfte sich das ESC-Publikum im Jahr 1988 freuen. Alles in nur einer Performance. Ja, das ist mal wieder Finnland. Mit der Band Boulevard und dem Song Nauravatsilmet muistetan. Mitsingen unmöglich, aber still sitzen auch nicht. Übersetzt bedeutet der Titel so viel wie An lachende Augen erinnert man sich. An diesen Beitrag erinnert sich heute allerdings kaum jemand. Finnland bekommt drei Punkte und wird Vorletzter. Schade für die Band. Bestehend aus Sänger Kirsti Laihi und aus den Musikern Erki Korhonen, Juha Lanu, Matti Auranen, Tuomo Temsa und Jari Puhaka. Namen, so melodisch wie das Ächzen eines finnischen Saunaofens beim Aufguss, passt zum Song. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App. Harmonie!
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Boulevard zum Nachhören. Wir vergeben 6 von 10 Gurken - da war mehr drin!
Portugal 1981
Er war damals 23 Jahre alt und er war noch Medizinstudent - trotzdem war Carlos Paiao in seiner Heimat schon ein gefeierter Nachwuchsmusiker, als es 1981 für Portugal zum Grand Prix ging. Vor allem optisch hinterließ die Darbietung einige Fragezeichen: vier Tänzer in Trainingsanzügen verrenkten sich zum Ruf-Gesang des kleinen Mannes aus Coimbra. Sang er über Sport? Ging es hier um Olympia oder Turnen? Nichts dergleichen! Die roboterhaften Regungen der Truppe sollten wohl eher marionettenhaftes Verhalten von Playback-Sängern auf der Bühne darstellen. Der Song war inhaltlich eine Satire auf das Schlagerbusiness und auf Künstler, die nicht live singen können - der Songtitel passend dazu: “Playback”. Diese Kritik hat den ESC-Juroren damals nicht ganz geschmeckt: nur neun Punkte gab's für Paiao! Als Vorletzter fuhr der Arzt in spe nach Hause, konzentrierte sich wieder auf sein Studium und wählte dann trotzdem eine Karriere als Musiker.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Will er uns was antun oder warum brüllt uns der kleine Mann im bunten Dress so an? Diese Performance hier, die war definitiv mal was anderes. Staccato-Gesang, weit aufgerissene Augen und dazu ein angriffslustiger Ausfallschritt. Wie so die Grundhaltung im Boxen. Carlos Bajao aus Portugal, der durfte 1981 sein Heimatland vertreten. Der Titel der Nummer, Playback, natürlich trotzdem live vorgetragen. Dem Geschmack der Jury trifft die aggressive Einlage hier allerdings nicht so recht. Ich hab keine Ahnung, was er hier alles aneinander reiht. Vielleicht zählt er auch einfach nur auf Portugiesisch bis 9. Mehr Punkte gibt's nämlich nicht. Das reicht dann nur für den vorletzten Platz. Der merkenswerte übrigens noch, die vier Tänzer in den bunten Trainingsanzügen. Die schütteln bei jedem Playback einmal zackig den Kopf. Wundert mich, dass der Truppe hier nicht schwindelig wird. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Auch auf harmoniefm.de und in unserer App.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Carlos Paiao zum Nachhören. Wir vergeben 9 von 10 Gurken!
Island 1986
Einer ist heute Hard-Rocker, eine ist Flugbegleiterin und vom Dritten hören wir gar nichts mehr: mit dem Namen ICY kann heute keiner mehr was anfangen - trotzdem hat das Trio aus Reykjavik Geschichte geschrieben. Im Jahr 1986 war Island erstmals beim Eurovision Song Contest dabei. Aus technischen Gründen konnte die entlegene Insel im Nordatlantik vorher nicht an dem großen Live-Fernsehevent teilnehmen. Trotzdem gab es im Land der Feen und Elfen schon ab 1981 fürs heimatliche TV-Programm den Icelandic Song Contest. Als der dann zum ersten Mal auch zum Vorentscheid für das europäische Format diente, konnten ihn Eiríkur Hauksson und Pálmi Gunnarsson mit dem Song “Gleðibankinn” für sich entscheiden. Das Duo wurde fürs Finale in Bergen noch um die Sängerin Helga Möller erweitert. Aber auch zu dritt war für ICY beim Island-Debüt wenig zu holen: Platz 16 von 20 vor Grand Prix-Abräumern wie Frankreich und Israel war maximal ein Achtungserfolg.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über ICY zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Deutschland 1984
Wie so viele Künstler in Europa ist auch Mary Roos ein Geschenk des Grand Prix an die Schlagerwelt und ihre Fans. 1970 noch im Vorentscheid unterlegen, gelang ihr zwei Jahre später die Teilnahme am ESC und der internationale Durchbruch mit “Nur die Liebe lässt uns leben”. Ein sauberer dritter Platz sprang damals raus - das weckt natürlich Erwartungen! Die hat die Bingerin bei ihrer zweiten Teilnahme aber 1984 nicht treffen können. Stattdessen war “Aufrecht geh'n” der nach Punkten schlechteste deutsche Beitrag des ganzen Jahrzehnts - nur 34 Zähler gab's! Mary Roos hat es zwar danach nicht nochmal als Künstlerin beim Contest versucht, als wiederkehrende Jurorin ist sie ihrer musikalischen Alma Mater aber doch treu geblieben.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Mary Roos zum Nachhören. Wir vergeben nur 6 von 10 Gurken - ganz okay!
Österreich 1988
Der Eurovision Song Contest war schon immer auch eine politische Plattform. Oft nutzten die Musikerinnen und Musiker ihr Spotlight für mal mehr oder weniger versteckte Botschaften - auf der anderen Seite gab es auch Beiträge, die unter politischen Spannungen litten. Sänger Wilfried sollte das im Jahr 1988 zu spüren bekommen. Die sogenannte Waldheim-Affäre um den neu gewählten Bundespräsidenten Kurt Waldheim und seine mutmaßliche NS-Vergangenheit war international voll in den Köpfen. Hinter der ESC-Bühne soll es deswegen zu unschönen Szenen gegenüber dem Team aus Österreich gekommen sein. Ob sich auch die Jurys bei der Punktevergabe von der allgemeinen Stimmung haben beeinflussen lassen, werden wir nie erfahren. Die Schmalz-Arie “Lisa Mona Lisa” war aber auch einfach kein Quell für Euphoriestürme - die zero points und der letzte Platz am Ende gerechtfertigt!
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Wilfried zum Nachhören. Wir vergeben 9 von 10 Gurken!
Dänemark 1982
Zumindest einer war eine musikalische Größe bei diesem Auftritt: Star-Dirigent Allan Botschinsky begleitete die gerade neu formierte Gruppe Brixx. Der Jazzmusiker dirigierte das damals noch übliche Live-Orchester für den dänischen Beitrag. Die schräge Einlage “Video Video” ließ sich dadurch aber auch nicht mehr retten. Mit knallbunten Outfits und stakkato-haftem Gesangsstil waren Brixx vielleicht ein bisschen extrem für das damals noch sehr konservative Grand Prix-Publikum. Verglichen mit dem, was Anfang der 80er in de deutschen Pop-Szene los war, war das allerdings absoluter Zeitgeist! Dennoch gab's am Ende nur spärliche fünf Punkte für die Dänen um Sänger und Songwriter Jens Brixtofte. Einzig Finnland war noch schlechter und abgespacter an diesem Abend in Harrogate - dazu kommen wir sicher auch noch.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. An dieses Jahr erinnern wir uns so gerne. 1982 gab es den ersten Sieg für Deutschland beim Grand Prix. Der hieß da aber natürlich schon Eurovision Song Contest. Und zum Thema Vision und Fernsehschauen, da gab es in dem Jahr sogar einen eigenen Beitrag. Video, Video, Bekanntheit, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video. Die dänische Kombo Bricks ist das mit ihrem Song Video, Video oder wie Sänger Jens Bricks dofte es ausspricht, Vido, Vido. Video, Video, Vido, Vido, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video, Video. Inhaltlich eine Liebeserklärung an den Farbfernseher. Während die Freundin den Protagonisten längst verlassen hat, da sitzt der zur Entspannung vor der Glotze. Also es ist ein bisschen bekloppt, passt aber wunderbar zum Auftritt der fünf Jungs. Video, Video, Oh, Video. Ja, sie lassen so ein bisschen den Synthesizer springen, dazwischen Peitschenknallen und ein hyperaktiver Sänger mit lila Krawatte. Ist zwar eine bunte Mischung, aber für Briggs reicht es gerade so für den vorletzten Platz. Ach, es ist herrlich dämlich. Äh, dänisch. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Brixx zum Nachhören. Wir vergeben 8 von 10 Gurken!
Zypern 1985
Diese Frau hat einen wirklich fantastischen Namen in ihrem Pass stehen: Olympia Vissi! Die Zypriotin kürzt den Namen für die Bühne allerdings ab - übrig bleibt nur noch “Lia”. Und auch wir können das an dieser Stelle abkürzen: ihr Song “To katalava arga” (zu Deutsch: “Ich verstand zu spät”) war so gar nicht olympisch. Beim Eurovision Song Contest 1985 in Göteborg reichte es für die schüchterne, junge Frau daher nur für Platz 17. Kurios: am Ende hatten der Beitrag aus Griechenland und das ebenfalls griechische “To katalava arga” exakt die gleiche Punktzahl. Mit 15 dürftigen Zählern kamen Lia Vissi und ihr Kontrahent vom Festland ins Ziel - jeweils acht davon hatten sich Zypern und Griechenland gegenseitig zugeschoben.
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Aller guten Dinge sind drei. Lia Vissi aus Zypern, die durfte 1985 zum dritten Mal auf der Grand Prix-Bühne stehen. Vorher war sie nur Background-Sängerin, diesmal ist sie aber Haupt-Act für ihre Heimat. Ja, nicht alle Songs in dieser Rubrik sind wirklich mies, manche sind auch einfach nur zu brav. Das geneigte André-Rieu-Publikum, das fällt bei sowas vor Freude in Ohnmacht. Echte Emotionen, ein gebrochenes Herz, das ist Schlager in Reinform. Dazu ein schneeweißer Konzertflügel, ein weißes Kleid, wie eine antike Sirene. Da schallt Lias Klagelied durch die Arena in Göteborg. Die 30-Jährige, sie bekommt zwar ordentlich Punkte aus der Schwesternation Griechenland, aber sonst eigentlich keine. Platz 17 von 19 für Lia Vissi mit ihrem selbstgeschriebenen Song Tokatalava Arga. Übersetzt heißt das, ich habe es zu spät. Zu spät bemerkt. Ja, zu spät bemerkt, dass manchmal aller guten Dinge eben doch nur zwei sind. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er, nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Lia Vissi zum Nachhören. Wir vergeben 6 von 10 Gurken - gar nicht so schlecht!
Irland 1989
Er wollte uns allen mal sein wahres Ich zeigen: der irische Sänger Kiev Connolly brachte den Song “The real me” an den Start. Mit seiner Gruppe The Missing Passengers war der Mann aus dem nördlichen Teil der Inselrepublik vor allem in Deutschland schon ein bisschen bekannter. Von 1978 bis 1987 lebte Connolly bei uns und arbeitete als Studiomusiker und Produzent in West-Berlin. Seine Gruppe hatte in der Zeit mehrere Auftritte im deutschen Fernsehen. Und immerhin: vier Punkte haben wir am 6. Mai 1989 für den Hünen mit Pferdeschwanz locker gemacht. Ansonsten dürfte der Ire die Punktevergabe beim ESC in Lausanne nicht ganz so gut in Erinnerung behalten haben - mit schwachen 21 Punkten sortierte sich sein Beitrag am Ende auf Platz 18 von 22 ein.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Ohne zu übertreiben, 1989 war eins der verrücktesten Jahre in der Eurovision-Geschichte. Zwei Länder hatten Minderjährige am Start, eine Wilhelm-Tel-Show-Einlage, die ist schiefgegangen, mit Apfel vom Kopf schießen, ja. Und am Ende hat zum ersten und einzigen Mal Jugoslawien gewonnen. Aber um Sieger und tolle Songs soll es ja hier nicht gehen, wir schnappen uns lieber das Teil. I call my baby and she tells me that she's leaving and it's time for boo. Die ganze Kapelle lässt es krachen. Von Takt 1 an, alle haben Spaß, nur einer hat da irgendwie das Memo nicht gelesen, der Sänger selbst. Ryo-me, it's the Ryo-me, Ryo-me, it's the Ryo-me. Boah, da war doch mal ein kurzes Lächeln. Dazu ein zaghaftes Left-Tap, Right-Tap, mehr ist für den Sänger Kiev Connolly nicht drin. Der Mann durfte 1989 die ESC-Größe Irland vertreten. Look to me, this girl to me. Mit dem Song The Real Me, der Riese mit dem XL-Sacko und dem Pferdeschwanz. Na, er wirkt trotzdem eher wie so ein Schuljunge. Eine Performance, die nur zu Platz 18 von 22 reicht. Und für den Beweis, das Wort Rain hat viel Sinn. Die größten Grand Prix-Gurken der 80er, nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Kiev Connolly zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Norwegen 1981
Mit Agnetha und Annifrid von ABBA haben später noch echte ESC-Größen diesen Song hier erfolgreich neu aufgelegt - entweder trotz oder gerade wegen seiner miesen Grand Prix-Leistung. Mit “Aldri i livet” (zu Deutsch: "Niemals im Leben") trat Blondschopf Finn Kalvik für sein Heimatland an. Auch sein Starstatus in Norwegen konnte ihm aber nicht helfen - der Abend in Dublin endete desaströs. Mit null Punkten blieb dem Chansonnier nur der letzte Platz im Feld. Immerhin: die Skandinavier waren zu dem Zeitpunkt schon leidgeprüft - seit 1973 hatte es keine einstellige Endplatzierung mehr gegeben.
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Der internationale Ländercode für Norwegen, dieses internationale Kürzel, es lautet N-O, No. Und laut und bestimmt rufen wir jetzt mal No in Richtung Finn Kalvik. Der junge Mann aus Norwegen hat 1981 seine Heimat vertreten und ja, irgendwie muss der mal raus aus seiner Lethargie. Ein blonder Prinz Eisenherz, schulterlanges Haar, verträumter Blick und Bewegungsintoleranz. Die Beine artig übereinander geschlagen, da sitzt er und zupft die Seiten. Auch wenn der Song zwischendurch dann doch daherkommt wie das Intro einer Vorabend-Kinderserie. Aldri, I live it, niemals im Leben, so der Titel des Songs, niemals im Leben hören wir den wieder. Finn Kalvik und seine Akustikgitarre, sie bleiben problematisch. Und bloß an diesem Aprilabend 1981 letzter Platz. Immerhin, seitdem gibt's ein verschreibungsfreies Schlafmittel mehr in der Hausapotheke. Es geht von dir, du hast Lach. Was? Ja, ich bin wach. Die größten Grand Prix Gurken der 80er, nur bei Harmonie. Harmonie!
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Finn Kalvik zum Nachhören. Wir vergeben 9 von 10 Gurken!
Luxemburg 1987
Die hier waren alles andere als leidgeprüft: Luxemburg hatte schon fünf Grand Prix-Siege in den Geschichtsbüchern stehen, als 1987 Plastic Bertrand ran durfte. Der Belgier trat zwar für den kleineren Nachbarn im Süden an, das allerdings vor heimischem Publikum in seiner Geburtsstadt Brüssel. Ja, das hätte als gutes Omen gelten können - mehr als das war's dann aber auch nicht. Mit vier dünnen Pünktchen standen Plastic Bertrand und sein Titel “Amour amour” nur knapp vorm Totalausfall. Der eigentlich international bekannte Musiker, Schauspieler und Entertainer musste als Vorletzter wieder nach Hause fahren… äh zu Hause bleiben!
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Zero Points, die größten Grand Prix Gurken der 80er. Die Karriere des Blondschopfes ist ins Stocken geraten. Kein Grund für Trübsal bei Plastic Bertrand mit schwarzem Shirt, schwarzer Hose und knallmagenta Blazer. Da stürmt er die Bühne. Hüpfend, hoppelnd, als hätte sich David Hasselhoff im heißen Sand von Malibu Beach die Füße versenkt. Sportlich, ja, musikalisch aber eher so Prädikat einerlei. Amour, Amour, eine Ode an die Lippen. Liebe höchst selbst, naja. Trotz energetischem Vortrag, vier magere Zähler. Gerade so vorletzt das. Ne, mein Lieber, da lief gar nix. Die größten Grand Prix Gurken der 80er. Nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Plastic Bertrand zum Nachhören. Wir vergeben 7 von 10 Gurken!
Türkei 1983
Mal wieder eine Nulpe: Cetin Alp and the Short Waves blieben beim zweiten Grand Prix auf deutschem Boden punktlos. In der Münchner Rudi-Sedlmayer-Halle feierte die Türkei bereits ihre siebte ESC-Teilnahme. Eigentlich ein guter Anlass, um den Fluch der Schwarzmeer-Nation zu brechen - bislang waren die Türken nie besser als Platz 15 gewesen. Aber für den gut gelaunten Anatolier Alp stand nur während seiner eigenen Performance Party auf dem Plan - er und sein Song “Opera” grüßten am Ende vom geteilten letzten Platz. Sein Trost: während Eurovisionsteilnehmer in der Türkei oft schnell in Vergessenheit geraten, erfreute er sich weiterhin großer Bekanntheit - wenn auch als Verlierer schlechthin.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Cetin Alp zum Nachhören. Wir vergeben 8 von 10 Gurken!
Finnland 1980
Am 19. April 1980 war es soweit: endlich startete auch der ESC in ein neues Jahrzehnt. Das ganze hieß an diesem Tag “Eurovisie Songfestival” und fand in Den Haag statt - dank Vorjahressieger Niederlande. Aber das hier ist keine Rubrik für Gewinner, sondern vor allem für die erfolglosen, aber dennoch unterhaltsamen Songs des Wettbewerbs. Und aus der Sicht gab der Finne Vesa-Matti Loiri schon eine top Figur ab. Als Schauspieler und Kabarettist wusste der Mann aus Helsinki schon seit den 60ern, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Diese Qualität dürfte ihm als Musiker auf der Grand Prix-Bühne geholfen haben: mit dem Song “Huilumies” (zu Deutsch: “Flötenspieler”) flötete er sich fröhlich zu faden sechs Punkten - Letzter!
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Zero Points, die größten Grand Prix-Gurken der 80er. Die Startnummer vielversprechend, schön glatt, rund und auch noch eine Glückszahl. An 10. Stelle durfte der sympathische Finne Vesa Matiloiri singen, damals beim Eurovision Song Festival 1980 in Den Haag. Ach, kleiner Spoiler vorweg, der Abend endete für den gut gelaunten Bassbariton abgeschlagen auf Platz 19 von 19. Und das als Star im Heimatland, bekannt aus Funk und Fernsehen. Was ist denn da passiert? Ui Lumi ist der Flötenspieler, so der Titel der schwungvollen Blas- und Spaßkantate. Ein Anzug weiß wie die finnische Tundra und ein weit aufgeknöpftes Hemd in Burgunderrot. Die sollten dem Publikum auch optisch die gebotene Lässigkeit signalisieren. In Erinnerung bleibt dagegen, silberstrahlend, die Querflöte in der Hand des Sängers. Passend, könnten wir denken, bei diesem Songtitel. Trotzdem, der heitere Herr aus Helsinki, er ist damit mehr am Wählen als am Spielen. Nur dreimal kurz, da setzt er an. Ja, da kann man auch mal klatschen. Ein Stöhnen beim Flöten, ob ihm da einfach die Luft weggeblieben ist oder ob er den Auftritt, so richtig geil fand, das wird sein Geheimnis bleiben. Weser Matiloiri im Jahr 1980, ein sang- und klangvoller letzter Platz für Finnland. Die größten Grand Prix Gurken der 80er, nur bei Harmonie.
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Hier gibt es die “Zero Points”-Folge über Vesa-Matti Loiri zum Nachhören. Wir vergeben 9 von 10 Gurken!