Model & Sängerin Samantha Fox - Das "Mädchen von Seite 3"
Samantha Fox zählt zu den berühmtesten britischen Sängerinnen der 80er. Bevor sie allerdings für Hits wie "Touch Me" (1986) und "Nothing's Gonna Stop Me Now" (1987) gefeiert wurde, erregte sie ab dem Alter von 16 durch einen anderen Job Aufmerksamkeit: Als „Mädchen von Seite 3“ in der Zeitung „The Sun“.
Der Weg zum Seite 3-Girl
Fox wuchs in einer Arbeiterfamilie in Nord-London auf. Schon früh hatte sie Interesse an der Kunst und besuchte die Anna Scher Theatre School. Ihre Karriere in der Öffentlichkeit begann mit einem „Face and Shape of '83“ Wettbewerb der „Sunday People“. Obwohl sie dort nur den zweiten Platz erreichte, führte dieser Erfolg schnell zu einem Modelvertrag mit „The Sun“. Dort wurde sie das jüngste oben-ohne Model, das jemals auf der berüchtigten Seite 3 der Zeitung abgebildet wurde.
Popularität durch Kontroversen
Zwischen 1983 und 1986 war Samantha Fox das Gesicht der „Sun“ auf Seite 3. Ihre Auftritte erregten großes Aufsehen und trugen zu ihrer Bekanntheit in Großbritannien bei. Sowohl die eindrucksvolle Bildästhetik als auch die mediale Präsenz machten sie zu einem der prominentesten Pin-Up-Girls der 80er. Samantha nutzte diese Ruhmeswelle, um sich ihre Brüste sogar für eine halbe Million Dollar zu versichern, was ihren Status als Sexsymbol noch verstärkte.
Der Übergang zur Musikkarriere
Im Jahr 1986 schlug Samantha Fox einen neuen Weg ein und beendete ihre Modelkarriere zugunsten der Musik. Mit dem Song „Touch Me (I Want Your Body)“ eroberte sie die internationalen Charts. Die Hits „Touch Me“, „Nothing's Gonna Stop Me Now“ und weitere machten sie schließlich zur Pop-Ikone der 80er. Weltweit verkaufte sie mehr als 30 Millionen Platten, was ihre Bedeutung im Musikgeschäft dieser Zeit unterstreicht.
Samantha Fox und ihr weiteres Leben
Abseits der Musik feierte Fox auch Erfolge im Fernsehen und trat in diversen Reality-TV-Formaten auf. 2003 bekannte sie sich offen als lesbisch und war viele Jahre mit ihrer Managerin Myra Stratton liiert, die 2015 starb. Heute ist sie mit Linda Olsen verheiratet. Ihre Offenheit in Bezug auf ihre Sexualität und ihr Bestreben, immer authentisch zu bleiben, machen sie zu einer bemerkenswerten Persönlichkeit.
Die Kontroversen um die Seite 3
Die Seite 3 der „Sun“ war stets umstritten. Viele Kritiker argumentierten, dass die sexualisierte Darstellung von Frauen in der Zeitung problematisch sei. Dies sorgte jahrzehntelang für Diskussionsstoff. Im Jahr 2015 änderte „The Sun“ letztendlich ihre Tradition und verzichtete auf weitere Publikationen von oben-ohne Bildern auf Seite 3, was das Bild der britischen Boulevardlandschaft erheblich veränderte.