"Harry und Sally" (1989) - Molly Ringwalds verpasste Chance
Der 1989 erschienene Film "Harry und Sally" gilt als Klassiker der romantischen Komödien. Mit seinem unverkennbaren Stil bietet er eine unterhaltsame Betrachtung der Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Im Zentrum stehen Harry und Sally, gespielt von Billy Crystal und Meg Ryan, die darüber debattieren, ob Männer und Frauen einfach nur Freunde sein können. Besonders bekannt ist die Szene, in der Sally einen Orgasmus in Katz’s Delicatessen vortäuscht.
Die große Rolle, die Molly Ringwald verpasste
Ursprünglich sollte die Rolle der Sally Albright mit Molly Ringwald besetzt werden, dem bekannten Star aus "The Breakfast Club". Regisseur Rob Reiner war von Ringwalds Erfolg in den 80ern überzeugt und wollte sie für den Film gewinnen. Aufgrund von Terminproblemen lehnte Ringwald jedoch ab. Stattdessen schlüpfte Meg Ryan in die Rolle und feierte mit dem Film ihren endgültigen Durchbruch nach ihrem Auftritt in "Top Gun".
Ein neues Ende für "Harry und Sally"
Interessant ist, dass das ursprüngliche Filmende düster angelegt war. Rob Reiner, der selbst gerade eine Scheidung durchlebte, plante, den Film mit einer pessimistischen Note zu beenden. Doch während der Dreharbeiten lernte er Michele Singer kennen, die seine Sicht auf die Liebe veränderte. Dies führte zu einem hoffnungsvollen Schluss, in dem Harry auf einer Silvesterparty seine Liebe zu Sally gesteht.
Die legendäre "Fake-Orgasmus"-Szene
Eine der bekanntesten Szenen in "Harry und Sally" ist die "Fake-Orgasmus"-Szene. Diese Szene entstand durch die kreative Zusammenarbeit von Meg Ryan und Billy Crystal. Ryan hatte die Idee, die Szene in einem öffentlichen Lokal zu zeigen, während Crystal den ikonischen Satz "Ich nehme das, was sie hat" beisteuerte. Rob Reiners Mutter sprach diesen Satz letztlich im Film, was der Szene zusätzlichen Charme verlieh.
Kreative Köpfe hinter dem 80er-Hit
Die Herstellung von "Harry und Sally" war voller kreativer Energie. Meg Ryans Engagement machte sie zu einer Ikone der 80er, und Billy Crystals humorvolle Darstellung festigte seinen Ruf als erfolgreicher Komödiant. Unter der Regie von Rob Reiner und mit dem Drehbuch von Nora Ephron entstand ein Filmerlebnis, das sich durch seine Mischung aus Humor und tiefgründigen Themen auszeichnet.
Die 80er und der Kultfilm "Harry und Sally"
"When Harry Met Sally" bleibt ein charmanter Vertreter der 80er-Filmszene. Auch nach über 30 Jahren zieht er neue Generationen an und ist ein bemerkenswertes Zeugnis für die Kombination von kreativen Visionen, spontanen Entscheidungen und persönlichen Erfahrungen der Filmmacher. Der Film spiegelt die Kultur der 80er wider und bleibt ein unvergessliches Kapitel der Filmgeschichte.