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Zwei Festnahmen bei Räumung im Dannenröder Forst

Einsatz im Dannenröder Forst - Zwei Festnahmen bei Räumung

Im Zuge der geplanten Räumung von Rettungswegen hat es zwei Festnahmen im Dannenröder Forst bei Homberg/Ohm gegeben.

In dem Wald stehen Rodungen für den Weiterbau der Autobahn 49 in Mittelhessen an. Die beiden festgenommenen Aktivisten hätten versucht, an ein Kranfahrzeug zu gelangen, sagte ein Polizeisprecher. Eine der beiden habe bereits im Korb des Fahrzeugs gesessen. Auch Gegenstände seinen auf den Waldweg geworfen worden, um die Reifen von Einsatzfahrzeugen zum Platzen zu bringen.

Aktivisten versuchen Räumung zu verhindern

Die Polizei versuchte auch einen sogenannten Tripod zu entfernen. Dabei handelt es sich um aus drei Stämmen oder Stangen hergestellte Gestelle, an denen in mehreren Metern Höhe ein Sitz befestigt ist. Eine Aktivistin seilte sich auf das bereits instabile Gestell und harrte dort am Vormittag aus.

Die Aktivistinnen Frieda und Charlie wollen den Wald verteidigen

Umweltaktivistin Charlie

"Das ist der Beginn der Räumung"

Umweltaktivistin Frieda

"Die Zufahrtswege sind nur ein Vorwand"

Barrikaden blockieren Rettungswege

Ziel der Polizeieinsatzes ist es, Barrikaden zu entfernen, die auf Rettungs- und Zufahrtswegen stünden, teilte ein Sprecher mit. Eine Räumung des Gebietes sei nicht geplant. Ein spezieller Kontaktbeamter der Polizei informiere die Aktivisten vor und während der Arbeiten über den weiteren Verlauf. "Straftaten, die sich gegen die Verrichtung der Arbeiten, gegen Arbeiter oder Einsatzkräfte richten, werden indes konsequent verfolgt", hieß es in einer Mitteilung.

Polizeisprecher Tobias Kremp hofft auf Verständnis bei den Aktivisten

Polizeisprecher Tobias Kremp

"Wir haben mit der Aktivistin gesprochen"

Polizeisprecher Tobias Kremp

"Wir sind hier, um die Arbeiten der Fachfirma zu schützen"

Aktivisten kritisieren Polizei

Aktivisten und Umweltschützer haben das Vorgehen der Polizei bei dem Einsatz kritisiert. Die Einsatzkräfte gefährdeten durch einen Mangel an Professionalität Menschenleben, erklärten die Waldbesetzer. Nach ihrer Darstellung wurden Balken einer Barrikade bewegt, während eine Sitzblockade darunter noch nicht geräumt war. "Auch wir vom BUND sind vor Ort und fordern die Polizei auf, sofort die verantwortungslose Aktion einzustellen", sagte Olaf Bandt, Bundesvorsitzender des Naturschutzbundes BUND.

Protest mit Baumhäusern und Camps

Im Dannenröder Forst haben sich Umwelt- und Klimaschützer in Baumhäusern eingerichtet. Sie protestieren gegen Rodungen des Waldes, die für Oktober vorgesehen sind. Grund dafür ist der Weiterbau der Autobahn 49, die Kassel und Gießen miteinander verbinden soll.

Waldrodung für Autobahnausbau

Der geplante Teilabschnitt führt von Stadtallendorf nach Gemünden (Felda). Vorgesehen ist, dass dafür etwa 64 Hektar Wald gefällt werden, davon 27 Hektar im Dannenröder Forst. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es deshalb mehrere Protestaktionen gegeben, unter anderem wurde die Bundesstraße bei Kirtorf (Vogelsbergkreis) zeitweise blockiert.

Hubertus Bieneck vom Forstamt erklärt, warum die Barrikaden weg müssen

Besonders im Fall eines Brandes sind freie Wege entscheidend.

harmony.fm-Reporterin Anne Schmidt im Dannenröder Forst

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