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Nach Explosion in Beirut: Neuwahlen vorgeschlagen

Gewalt und Chaos bei Protesten - Libanons Premier schlägt Neuwahlen vor

Als Reaktion auf die verheerende Explosion im Hafen von Beirut hat der libanesische Regierungschef Hassan Diab vorgezogene Neuwahlen vorschlagen.

Ein entsprechendes Gesetz wolle er seinem Kabinett in einer Sitzung am Montag vorlegen, sagte Diab am Samstag in einer Fernsehansprache. Im Zentrum Beiruts schlugen Demonstrationen gegen die Regierung in Chaos und Gewalt um. Ein Polizist wurde getötet, wie die Sicherheitskräfte erklärten. Das Rote Kreuz meldete, mehr als 200 Menschen seien verletzt worden.

Ausschreitungen bei Demonstrationen am Samstag

Einige Demonstranten versuchten Absperrungen zum Parlament zu durchbrechen. Sie warfen Steine, wie auf Bildern des libanesischen Senders MTV zu sehen war. Die Sicherheitskräfte wiederum setzen massiv Tränengas ein, um die Demonstranten zu vertreiben. Auf TV-Bildern waren Feuer im Zentrum Beiruts zu sehen. Augenzeugen berichteten, sie hätten in der Nähe des Parlaments Schüsse gehört.

Sicherheitskräfte setzten Gummigeschosse ein

Einige Demonstranten stürmten das Gebäude der Bankenvereinigung. Andere drangen in das Außen-, das Wirtschaft- und das Energieministerium ein, wie lokale Medien meldeten. Auf Bildern des Senders MTV war zu sehen, wie sie im Außenministerium ein Bild von Präsident Michel Aoun zertrümmern. Die Aktivisten hängten ein großes Plakat mit dem Slogan "Beirut ist die Hauptstadt der Revolution" auf. Später schritt die Armee ein und brachte das Gebäude wieder unter Kontrolle, wie Augenzeugen berichteten. Dabei habe sie Gummigeschosse eingesetzt, um die Demonstranten zu vertreiben.

Maas kündigt zehn Millionen Euro Soforthilfe für den Libanon an

Angesichts der schweren Explosion in Beirut hat Außenminister Heiko Maas (SPD) ein deutsches Soforthilfepaket im Umfang von zehn Millionen Euro für den Libanon angekündigt. "Die Menschen in Beirut brauchen unsere Hilfe, und sie brauchen Anlass zur Hoffnung", sagte Maas der "Bild am Sonntag". Die Zahl der Toten aufgrund der Explosion stieg auf 158, wie das libanesische Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Die Zahl der Verletzten kletterte demnach auf rund 6000. Laut Maas haben zudem 300 000 Menschen ihr Zuhause verloren. "Solche Zahlen machen fassungslos. Ich freue mich sehr, dass ich heute von Seiten der Bundesregierung weitere zehn Millionen Euro für Soforthilfemaßnahmen zusagen kann."

Vertreter der internationalen Gemeinschaft wollen heute über Soforthilfen beraten

Am Sonntag wollen Topvertreter der internationalen Gemeinschaft in einer Videokonferenz über Soforthilfen für den Libanon beraten. Geleitet wird das kurzfristig einberufene Treffen von UN-Generalsekretär António Guterres und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, wie Kreise von Macrons Präsidialamt berichteten.

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