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Hessen will steuerliche Pauschale für Homeoffice

Vorschlag aus Hessen - Steuerpauschale für Homeoffice

© dpa

Hessens Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) hat vorgeschlagen, Beschäftigte im Homeoffice steuerlich zu entlasten.

Jahresobergrenze von 600 Euro 

Arbeitnehmer sollten ihre Kosten über eine einfache Pauschale steuerlich geltend machen können, regte Boddenberg in Wiesbaden an. Für jeden vollen Arbeitstag in den heimischen vier Wänden sollten 5 Euro als Werbungskosten absetzbar sein, mit einer Jahresobergrenze von 600 Euro.

"Arbeitszimmer" kann auch der Küchentisch sein

Um die Pauschale zu erhalten, müsste nach den Plänen des Finanzministers der Arbeitsplatz in der Wohnung keine besonderen Voraussetzungen erfüllen. "Ob am Küchentisch, in einer Arbeitsecke oder in einem getrennten Raum gearbeitet wird, macht dafür keinen Unterschied", hieß es in einer Mitteilung. Bislang ist es für Arbeitnehmer schwierig, beim Finanzamt ein Arbeitszimmer anerkannt zu bekommen. Es gelten enge Voraussetzungen.

Bund ist für Steuergesetze zuständig

Boddenberg sieht seinen Vorschlag als Ergänzung zu den bestehenden Regelungen. Arbeitnehmer, die sowohl die neue Pauschale als auch den hergebrachten Abzug für ein Arbeitszimmer erfüllten, sollten letztlich ein Wahlrecht erhalten. Für einen Tag im Homeoffice kann andererseits die Fahrt zur Arbeitsstelle nicht geltend gemacht werden. Steuergesetze liegen in der Zuständigkeit des Bundes. Minister Boddenberg muss also noch seine Länderkollegn und den Bundesfinanzminister von der Idee überzeugen.

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