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Bürger sollen über "Hessenwarn" selbst warnen

"Hessenwarn" wird überarbeitet - Bürger sollen über die App selbst warnen

© dpa

ARCHIV: 05.11.2019, Wiesbaden: Der hessische Innenminister Peter Beuth steht neben der Darstellung eines überdimensionalen Smartphones, auf dem die neue Sicherheits-App "Hessenwarn" dargestellt ist. 

Hessen setzt im Kampf gegen Hass, Extremismus und Kriminalität verstärkt auf die Mithilfe aus der Bevölkerung. Nach der staatlichen Meldestelle gegen Hetze im Internet sollen nun auch kommunale Meldepattformen eingerichtet werden, über die Bürger den Sicherheitsbehörden Vorkommnisse vor Ort melden oder einfach nur mitteilen können, wo sie sich unsicher fühlen. Das kündigte Innenminister Peter Beuth (CDU) in seiner Regierungserklärung im hessischen Landtag in Wiesbaden an.

"Hessenwarn"-Nutzer sollen aktiv werden

Hessen habe zwar im vergangenen Jahr mit weniger Straftaten und einer verbesserten Aufklärungsquote die beste Kriminalstatistik in der Geschichte des Landes vorgelegt. Dass Bürger trotzdem immer wieder von einem Gefühl der Unsicherheit in ihrer Umgebung berichteten, sei trotzdem feststellbar, erklärte der Minister. Die kommunalen Meldepattformen sollen dazu beitragen, das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu verbessern.

Über die bereits bestehende App Hessenwarn soll es Bürgern künftig möglich sein, bei diesem bewusst niedrigschwellig angelegten Angebot verschiedene Vorkommnisse zu melden: vom vermüllten Stadtpark über Schmierereien auf dem Spielplatz, die möglicherweise einen extremistischen Hintergrund haben, bis hin zur Beleuchtung an der Unterführung, die seit ein paar Tagen nicht mehr funktioniert.

Lokales Frühwarnsystem

Die Meldeplattform soll zusammen mit den Städten und Gemeinden entwickelt werden, berichtete der Innenminister. Als Gerüst werde dafür die Sicherheitsinitiative "Kompass" dienen. Die von vor Ort gelieferten Informationen der Bürger sollen von den Sicherheitsexperten direkt analysiert und damit die Möglichkeit gegeben werden, gemeinsam ein lokales Frühwarnsystem aufzubauen.

Ziel ist es nach Angaben des Innenministeriums, im laufenden Jahr mit dem neuen Angebot an den Start zu gehen. Sowohl Bilder als auch Texte sollen über die Meldeplattform geschickt werden können. Jeder Bürger soll so jederzeit die Möglichkeit bekommen, sich auf einfache Weise per App an die Behörden zu wenden, um die eigene Umgebung sicherer zu machen, wie Beuth zu dem geplanten Vorhaben sagte.

Bislang können über die kostenlose App Hessenwarn nur Meldungen über Terroranschläge, Bombenfunde, Großbrände, Erdbeben oder Unwetter empfangen werden. Die App liefert auch Produktrückrufe und Schulmeldungen, außerdem ist ein Notruf mit Positionsübermittlung möglich.

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