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IG Metall: Jobs sichern statt höhere Löhne

IG Metall vor Tarifrunde - Jobs sichern statt höhere Löhne fordern

© dpa

ARCHIV, Hessen, Rüsselsheim: Opel-Mitarbeiter montieren im Opel-Stammwerk Teile der Innenverkleidung in Astra- und Insignia-Modelle.

Die IG Metall will in der anstehenden Tarifrunde für die deutsche Metall-und Elektroindustrie auf eine konkrete Lohnforderung verzichten. Stattdessen solle mit den Arbeitgebern ein "Zukunftspaket" ausgehandelt werden, wie der Erste Vorsitzende Jörg Hofmann in Frankfurt erklärte.

Frist bis zum 3. Februar

Die tarifgebundenen Firmen sollen sich bereit erklären, keine einseitigen Jobstreichungen oder Produktionsverlagerungen zu veranlassen. Statt Stellenstreichungen sollen kürzere Arbeitszeiten, Kurzarbeit und Weiterbildung greifen. Die Gewerkschaft setzte den Unternehmen eine Frist bis zum 3. Februar, ob sie auf ein entsprechendes Moratorium eingehen wollen.

Der Schwerpunkt zur Beschäftigungssicherung war bereits bei den Auftaktsitzungen der regionalen Tarifkommissionen in den vergangenen Wochen deutlich geworden. Höhere Entgelte für die rund 4 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie sollen zwar ebenfalls durchgesetzt werden, stehen aber nicht im Mittelpunkt der gewerkschaftlichen Debatte.

Tarifvertrag läuft Ende März aus

Nach bisherigen Planungen will der IG-Metall-Vorstand am 4. Februar eine Forderungsempfehlung aussprechen, ehe die Tarifkommissionen in den Bezirken das Paket am 20. Februar absegnen. Den finalen Beschluss will der Vorstand am 26. Februar treffen. Erste Verhandlungen mit den Arbeitgebern auf regionaler Ebene sollen Mitte März stattfinden. Der Tarifvertrag läuft zum 31. März aus, die Friedenspflicht endet am 28. April. Ab dem Folgetag sind erste Warnstreiks möglich.

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