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Marburger Forscher suchen Impfstoff für China

Corona-Virus in China - Marburger Forscher suchen nach Impfstoff

© dpa

Der Coronavirus löst eine Lungenkrankheit aus, an der schon mindestens 26 Menschen in China gestorben sind. 

Das neuartige Coronavirus beschäftigt auch hessische Wissenschaftler. Virologen der Uni Marburg sind an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen den Lungen-Erreger beteiligt. Die Wissenschaftler nutzen dafür eine sogenannte Impfstoffplattform, wie Stephan Becker erläutert, der Direktor des Marburger Instituts für Virologie. 

Die Marburger Wissenschaftler helfen bei der Entwicklung eines Impfstoffes, aber sie verfügen auch über einen Test, der das potentiell tödliche Virus zuverlässig nachweisen kann. An dem Krankheitserreger starben in China bislang 26 Menschen. Professor Stefan Becker rief im harmony.fm-Interview in seinem Marburger Forschungslabor Arztpraxen aber auch China-Reisende zu Wachsamkeit auf.

Marburger Forscher suchen Impfstoff für China

Professor Stefan Becker
"China ist weit weg, aber durch das Fliegen sehr viel näher als man...

Marburger Forscher suchen Impfstoff für China

Der Marburger Virologe zu einem Impfstoff
"Wir arbeiten vorsorglich an der Entwicklung eines Impfstoffes"

Marburger Forscher suchen Impfstoff für China

Professor Stefan Becker
"Wir wissen noch nicht, wie gefährlich das Virus ist"

Mit einer gemeinsamen Forscher-Plattform, die wie ein Baukastensystem für Viren und passende Antigene funktioniert, soll die Entwicklung von Impfstoffen beschleunigt werden. Am Marburger Institut für Virologie sollen aber auch Antikörper entwickelt werden, die in der Behandlung von Menschen eingesetzt werden können, die an dem Coronavirus erkrankt sind.

Marburger arbeiten mit anderen Wissenschaftlern zusammen

Mindestens ein Jahr dauert es, bis klar ist, ob ein Mittel wirkt und sicher ist, so Becker. Sein Institut arbeitet mit anderen Wissenschaftlern zusammen, unter anderem am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung. Über die Beteiligung der Marburger an der Suche nach einem Coronavirus-Impfstoff hatte zuvor die "Oberhessische Presse" berichtet.

Mediale Aufmerksamkeit hilft der Forschung

Von der durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit ist vor allem die chinesische Millionenmetropole Wuhan betroffen. Die Stadt wurde inzwischen praktisch abgeriegelt. Das Virus hat sich mittlerweile in großen Teilen Chinas und darüber hinaus verbreitet. Die Krankheit wurde auch in Japan, Südkorea, Taiwan, Thailand und den USA nachgewiesen.Die aktuell große Aufmerksamkeit für den Ausbruch auch hierzulande hält Virologe Becker für wichtig: "Das hat den positiven Effekt, dass die Sensibilität für das Thema wächst, gerade in Praxen und Krankenhäusern." So könne schnell reagiert werden, sollte ein Patient aus China in Deutschland behandelt werden müssen.

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