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Daimler und James Cameron bauen Elektro-Auto

Technikmesse CES in Las Vegas - Elektroauto von Daimler und James Cameron

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USA, Las Vegas: Daimler präsentiert auf der Technik-Messe CES das Konzeptfahrzeug «Vision AVTR», entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Hollywood-Regisseur Cameron.

Mit großem Aufwand rückt der Autobauer Daimler bei der Technik-Messe CES das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus. Vorstandschef Ola Källenius präsentierte in Las Vegas ein Konzeptfahrzeug, das in Zusammenarbeit mit den Machern des Science-Fiction-Films "Avatar" von Regisseur James Cameron konzipiert wurde. Der "Vision AVTR" solle Möglichkeiten der Interaktion zwischen Mensch, Maschine und Umwelt aufzeigen - ein Motiv, das auch in dem 2009 erschienenen Film eine wichtige Rolle spielt.

"Die Natur ist und bleibt unser bester Lehrer", sagte Källenius, der für Daimlers Zukunftsstrategie den Begriff "nachhaltiger moderner Luxus" zum zentralen Prinzip erhoben hat. Unter anderem will der Autobauer seine Neuwagenflotte bis 2039 CO2-neutral machen. Wichtig sei vor allem, den Ressourcenverbrauch vom künftigen Wachstum abzukoppeln und nicht weiter steigen zu lassen. "Wir achten die Grenzen unseres Planeten. Aber wir wollen keine neuen Grenzen für die Mobilität", sagte Källenius.

Der aus nachhaltigen Materialien gebaute "Vision AVTR" orientiert sich auch optisch stark an "Pandora", der Welt, in der der Film spielt. Zugleich ist er als Teil der Mercedes-Elektromarke EQ konzipiert. Er wird mit einer sogenannten organischen, also metallfreien Batterie auf der Basis von Wasser betrieben - in der Vorstellung seiner Entwickler jedenfalls. Bis ein solches System in der Praxis als Autoantrieb zum Einsatz kommen kann, dürfte es laut Daimler wohl noch um die 15 Jahre dauern. Am Abend war daher auch von einem Blick in eine noch eher weit entfernte Zukunft die Rede.

Hyundai stellt Flugtaxi vor

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USA, Las Vegas: Ein Modell des geplanten Lufttaxis von Hyundai steht auf der Technik-Messe CES.

Der südkoreanische Autobauer Hyundai will künftig auch ein Lufttaxi bauen. Das Fluggerät soll vier Passagieren und einem Piloten Platz bieten und auf der Lufttaxi-Plattform des Fahrdienst-Vermittlers Uber eingesetzt werden. Die an eine Riesen-Drohne erinnernden Maschinen sollen in "Größenordnungen der Autoindustrie" produziert werden, wie Hyundai-Manager Youngcho Chi auf der Technik-Messe CES in Las Vegas sagte.

Das Hyundai-Lufttaxi mit Elektromotoren werde deutlich leiser als ein Hubschrauber fliegen und auch ein Fallschirm-System zur sicheren Landung in Notsituationen haben, hieß es.

Uber entwickelt schon seit mehreren Jahren die Lufttaxi-Plattform Elevate, auf der Fluggeräte verschiedener Hersteller eingesetzt werden sollen. Der kommerzielle Start von Elevate in ersten Städten wird für 2023 angepeilt.

Toyota plant Stadt der Zukunft

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USA, Las Vegas: Akio Toyoda (l), Firmenchef von Toyota, und der Architekt Bjarke Ingels aus Dänemark stehen auf der Technik-Messe CES nebeneinander. Toyota will eine experimentelle Stadt der Zukunft in Japan bauen.

Ambitionierteste Ankündigung des CES-Starts war der Plan von Toyota, eine experimentelle Stadt der Zukunft zu bauen, um Technologien wie das autonome Fahren verstärkt in realen Umgebungen zu testen. Dafür soll das Gelände einer stillgelegten Fabrik des Autobauers in der Nähe des Bergs Fuji umgebaut werden, wie Firmenchef Akio Toyoda ankündigte. In der kompakten "Woven City" ("Verflochtene Stadt") sollten zunächst rund 2000 Menschen leben - unter anderem Toyota-Mitarbeiter mit ihren Familien, Ruheständler und Forscher. Die Grundsteinlegung sei für kommendes Jahr geplant.

Das Gelände hat den Angaben zufolge eine Fläche von gut 70 Hektar. Als Stadtplaner wurde der dänische Star-Architekt Bjarke Ingels engagiert. Ein großer Teil der Infrastruktur - zum Beispiel Brennstoffzellen-Anlagen für die Energiegewinnung - werde unter die Erde verlegt.

Toyota-Chef spricht von "Lebenstraum"

Eine zentrale Rolle in dem Konzept spielen Toyotas autonome Mehrzweckfahrzeuge, die zum Transport von Menschen, aber auch als mobile Geschäfte oder Büros eingesetzt werden können. Die kastenförmigen Wagen mit dem Namen e-Palette hatte der Konzern vor zwei Jahren in Las Vegas vorgestellt. Am Montag präsentierte der südkoreanische Konkurrent Hyundai ein ähnliches Konzept.

Für ihn sei der Aufbau einer Zukunftsstadt ein Lebenstraum, sagte der 63 Jahre alte Konzernchef Toyoda. Er sehe ein, dass es Skeptiker geben werde: "Hat dieser Mann den Verstand verloren? Hält er sich für eine Art japanischen Willy Wonka?", scherzte Toyoda in Anspielung auf die Figur aus "Charlie und die Schokoladenfabrik". Er sei aber überzeugt, dass alle von dem Plan profitieren würden, weil man das Zusammenspiel verschiedener Technologien an einem Ort erforschen könne.

Toyota ist nicht der erste Technologie-Konzern, der den Aufbau einer Stadt-Infrastruktur versucht. Google kündigte bereits 2017 ein ähnliches Projekt in der kanadischen Metropole Toronto an, allerdings nur auf einer Fläche von knapp fünf Hektar.

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USA, Las Vegas: Der Prototyp eines autonomen Elektrofahrzeugs von Sony wird auf der Technikmesse CES vorgestellt.

Sonys Konzeptauto blieb die größte Überraschung zum CES-Auftakt. Der Prototyp namens Vision-S solle demonstrieren, welche Möglichkeiten in den technischen Entwicklungen aus dem Hause Sony steckten, sagte Konzernchef Kenichiro Yoshida . Dazu zählen Software, Sensoren und Sicherheitstechnik ebenso wie ein komplettes Entertainmentsystem. "Dieser Prototyp verkörpert unseren Beitrag zur Zukunft der Mobilität", sagte Yoshida.

Seinen Angaben zufolge hat Sony den Wagen zusammen mit einer ganzen Reihe von Partnern entwickelt - allen voran Magna Steyr aus Österreich, aber auch den drei großen deutschen Zulieferern Bosch, Continental und ZF. Die eigens neu entwickelte Elektro-Plattform sei geeignet, auch andere Fahrzeugtypen wie etwa SUVs anzutreiben. Sony selbst ist unter anderem stark bei Kamerasensoren, die zum Beispiel in vielen Smartphones zum Einsatz kommen. Im Innenraum des Vision-S fällt ein langes Display auf, das fast von Tür zu Tür reicht.

Experten hatten schon lange damit gerechnet, dass mit dem Vormarsch von Elektrofahrzeugen auch Elektronik-Konzerne in das Autogeschäft einsteigen. Das wurde aber allem von Apple erwartet - der iPhone-Konzern stutzte aber sein jahrelanges Entwicklungsprogramm und konzentriert sich aktuell auf Roboterwagen-Technologie.

Qualcomm baut Robottaxi

Zum Auftakt der CES wurde auch deutlich, wie Pläne für die Roboterwagen-Zukunft immer konkretere Gestalt annehmen. Das zeigt sich auch daran, dass neue Player in die Branche drängen. So kündigte der Chip-Konzern Qualcomm den Einstieg ins Geschäft mit Computern für automatisiertes Fahren und Robotaxis an. Erste Fahrzeuge mit Qualcomm-Systemen sollen zum Jahr 2023 auf die Straße kommen. Der chinesische Drohnen-Spezialist DJI will den Markt für Laserradare, mit denen Roboterwagen ihre Umgebung abtasten, mit deutlich günstigeren Geräten als bisher aufmischen.

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