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Lorz ruft zu Ende von Klimaschutz-Demos auf

Opposition kritisiert Minister - Lorz will Ende der Klimaschutz-Demos

© dpa

Mit seiner Forderung nach einem Ende der Friday-for-Future-Demos hat sich Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) Kritik von Linken und Jusos eingehandelt. Die Linkspartei im Landtag meint: Lorz provoziere schon das nächste "Rezo"-Video - statt Klimapolitik zu machen, bedrohe die CDU die größte Jugendbewegung der letzten Jahrzehnte. Auch die Hessen-Jusos schütteln den Kopf: Lorz müsse es den Schülern überlassen, wie lange sie demonstrierten.

Lorz hatte in einem einem Interview mit der "Zeit" gesagt, es bringe nichts, weiter die Schule zu schwänzen. Die Bewegung habe das Klima-Thema ganz nach oben katapultiert, lobte Lorz. Aber letztlich könne er als Schulminister Schulschwänzen nicht gutheißen.

Soll es Bußgelder für die Schüler geben?

Sanktionen für das Schulschwänzen, etwa Bußgelder, droht Lorz heute auf Nachfrage nicht an. In dem Zeitungs-Interview hatte der Minister noch gesagt: "Sollten die Klimastreiks der Schüler nach den Sommerferien wieder beginnen, kann man nicht ausschließen, dass zu entsprechenden Mitteln gegriffen wird. Wenn ich sage, ich möchte eine Regel brechen, hätte aber gern eine Garantie, dass danach nichts passiert, kann ich die Aktion gleich sein lassen", erklärte der Minister. "Wer zu einer Demo geht, die nicht Teil einer Lehrveranstaltung ist, fehlt unentschuldigt, mit allen Folgen."

Für zivilen Ungehorsam dürfe es keine "Vollkasko-Versicherung" geben, betonte Lorz. Es sei nicht die Aufgabe von Lehrern, eine Kompensationen für unentschuldigtes Fehlen anzubieten. "Wer sich entscheidet, nicht zur Schule zu gehen, bezahlt dafür einen Preis, denn er muss nacharbeiten, aufholen und sich kümmern." 

Großer Zulauf zu Demos

Zehntausende junge Menschen demonstrieren seit Monaten unter dem Motto "Fridays for Future" während der Schulzeit für den Klimaschutz. Ihren Ursprung haben die Aktionen in Schweden, wo die 16-jährige Schülerin Greta Thunberg als Erste regelmäßig vor dem Parlament demonstrierte.

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