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Grundwasser im hessischen Ried unbedenklich

Umweltministerium - Grundwasser im hessischen Ried ist okay

© dpa

Symbolbild

Das hessische Umweltministerium schließt eine Gefährdung der Bevölkerung durch den Stoff Dikegulac im Grundwasser aus. Das teilte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) mit. Das Land hatte Grundwasser im südhessischen Ried auf Rückstände des Stoffes untersuchen lassen, nachdem 2018 im Kreis Groß-Gerau aufgrund intensiver Bewässerung eine Belastung bei Spinat festgestellt wurde. Eine Untersuchung habe ergeben, dass durch die Belastung des Spinats keine akute Gesundheitsgefährdung ausgehe. 

48 Proben wurden entnommen

Bei Dikegulac handelt es sich um ein Abfallprodukt der Vitamin C-Produktion des Unternehmens Merck in Darmstadt. Der Stoff war seit den 1960er Jahren über Abwasser in den Landgraben gelangt. Hinz zufolge wurden nun 48 Proben im hessischen Ried entnommen. "In keiner der Proben wurde der Trinkwasserleitwert, der oberhalb von 1000 Mikrogramm pro Liter liegt, überschritten", hieß es. Dieser Wert gebe die Höchstkonzentration im Trinkwasser an, die ein Mensch in seinem Leben ohne Gesundheitsschädigung aufnehmen könne. 

Konzentration im Grundwasser rückläufig

Sowohl im Landgraben als auch an allen Messstellen, an denen Proben genommen wurden, sei die Konzentration von Dikegulac im Grundwasser rückläufig. "Im Sediment des Landgrabens konnte Dikegulac überhaupt nicht mehr nachgewiesen werden", hieß es weiter von Hinz. Merck hatte die Produktion 1999 eingestellt. Weitere Untersuchungen seien geplant.

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