Nachrichten > Südhessen, Top-Meldungen >

Klimademos: Minister Lorz kritisiert Schulausfall

"Fridays for Future" - Minister kritisiert Demos während Schule

© harmony.fm

Zehntausende junge Menschen demonstrieren seit Wochen unter dem Motto "Fridays for Future" - wie hier in Darmstadt Mitte Februar (Archiv)

Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat die regelmäßigen Schülerdemonstrationen für den Klimaschutz während des Unterrichts kritisiert. "Ich hätte es vielleicht einmal gemacht, aber nicht jede Woche", sagte der CDU Politiker bei seiner ersten Diskussion mit Schülern seit Beginn der "Friday for Future"-Demos.

"Irgendwann Schule nicht mehr organisierbar"

Dann komme man an den Punkt, an dem Schule nicht mehr organisierbar sei. Lorz stellte sich am Ludwig-Georgs-Gymnasium (LGG) in Darmstadt zum Auftakt in die Osterferien den Fragen der rund 200 jungen Menschen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren. Lorz hatte im Landtag bereits im Februar erklärt, dass das Demonstrationsrecht nicht von der Schulpflicht entbinde.

Signal ist angekommen

Den "kalkulierten Regelbruch" verstehe er, sagte Lorz. "Ich glaube dieses Signal ist in der Politik angekommen." Doch jetzt sei die Aufmerksamkeit da. Man müsse an dieser Stelle nicht mehr jeden Freitag auf die Straße gehen, ist sich Lorz von der riesigen Resonanz der Proteste sicher.

Lob von Merkel

Zehntausende junge Menschen demonstrieren seit Wochen unter dem Motto "Fridays for Future" während der Schulzeit für den Klimaschutz. Erst im März waren in Hessen Tausende Jugendliche für einen radikalen Wandel in der Klimapolitik auf die Straße gegangenen. Ihren Ursprung haben die Aktionen in Schweden, wo die 16-jährige Schülerin Greta Thunberg als Erste regelmäßig vor dem Parlament demonstrierte. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lobte das Engagement, und Wissenschaftler schlossen sich dem Anliegen an.

Mehr von harmony.fm

Dürfen wir uns vorstellen? Über harmony.fm

Die großen Hits aus einer guten Zeit, das ist harmony.fm. Hier erfahren Sie mehr über uns und unsere Musik.

nach oben