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Nach Schüssen in Utrecht: Weitere Festnahme

Nach Schüssen in Utrecht - Polizei nimmt weiteren Mann fest

© dpa

Krankenwagen in der Innenstadt von Utrecht, wo es laut Polizei eine Schiesserei in einer Straßenbahn gab.

Im Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen in Utrecht hat die niederländische Polizei einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 40-jährigen Mann aus Utrecht, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Mann sei bereits am Nachmittag von einer Spezialeinheit der Polizei festgenommen worden. Einzelheiten zu dem Verdacht gegen den Mann nannte die Staatsanwaltschaft nicht. 

Hinweise auf terroristisches Motiv

Als Hauptverdächtiger gilt der 37 Jahre alte Gökmen T., der nach stundenlanger Fahndung festgenommen worden war. Er soll am Montag in einer Straßenbahn drei Menschen erschossen und drei weitere Personen schwer verletzt haben. Die Polizei hat Hinweise auf ein terroristisches Motiv, schloss aber auch andere Motive bislang nicht aus. 

Zwei Haftentlassungen

Zwei weitere Männer, die bereits am Montag festgenommen worden waren, wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen aus der Haft entlassen. Sie seien nicht länger verdächtigt. 

Bisher keine Hinweise auf Beziehungstat

Für ein Terrormotiv spricht nach Darstellung der Polizei unter anderem ein im Fluchtwagen gefundener Brief. Auch die Art der Tatausführung deute in diese Richtung. Die bisherigen Ermittlungen hätten keine Hinweise auf irgendeine Beziehung zwischen dem Hauptverdächtigen und den Opfern ergeben - zuvor war über eine Beziehungstat spekuliert worden. 

Wahlen überschattet vom Angriff

Überschattet von dem Angriff in Utrecht wählen die Niederländer am heutigen Mittwoch (20.3.) ihre regionalen Parlamente. Zugleich wird auch über die Zusammenstellung der Ersten Kammer des nationalen Parlaments entschieden, die mit dem deutschen Bundesrat vergleichbar ist und politisch weniger wichtig ist als die Zweite Kammer. Nach den jüngsten Umfragen dürfte die Mitte-Rechts-Koalition unter dem rechtsliberalen Premier Mark Rutte ihre Mehrheit in der Ersten Kammer verlieren. Hohe Gewinne werden dagegen zwei rechtspopulistischen Parteien vorhergesagt, der Partei für die Freiheit von Geert Wilders sowie dem Forum für Demokratie. 

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