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Europäischer Luftraum für Boeing 737 Max gesperrt

Boeing 737 Max - Europäischer Luftraum gesperrt

© dpa

Archivbild

Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hat den europäischen Luftraum für Maschinen des Typs Boeing 737 Max gesperrt. Die Ankündigung kam nur wenige Stunden, nachdem bereits mehrere EU-Länder ihren Luftraum für die Boeing-Maschinen gesperrt hatten, darunter auch Deutschland und Großbritannien. Das Verbot gelte als "Vorsichtsmaßnahme" für die Flugzeuge vom Typ Boeing 737 Max 8 und Boeing 737 Max 9, erklärte die EASA.

Eines der Absturzopfer in Äthiopien war Mitarbeiterin der GIZ

Unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Äthiopien ist auch eine Mitarbeiterin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Das teilte die Entwicklungshilfe-Gesellschaft mit Sitz in Bonn und Eschborn auf Anfrage mit. Zuvor hatte hessenschau.de über den Tod der Frau berichtet. Weitere Angaben machte die GIZ nicht. Man sei tief betroffen, hieß es. Keiner der 157 Insassen, darunter insgesamt fünf Deutsche, hatte den Absturz der Boeing 737 Max 8 am Sonntag kurz nach dem Start überlebt.

Deutscher Luftraum für Boeing 737 Max 8 gesperrt

Nach dem Absturz wird der deutsche Luftraum für Maschinen dieses Typs gesperrt. Das sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums in Berlin auf Anfrage. Die Unglücksursache stehe derzeit nicht fest. Zurzeit gebe es mehr Zweifel als Erkenntnisse. Zuvor hatte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dem Sender n-tv gesagt: "Sicherheit geht absolut vor. Bis alle Zweifel ausgeräumt sind, habe ich veranlasst, dass der deutsche Luftraum für die Boeing 737 Max ab sofort gesperrt wird." 

Verband: Betrieb an deutschen Flughäfen nicht sehr beeinträchtigt

Das hat nach Einschätzung des Verbandes ADV keine allzu großen Auswirkungen auf den Betrieb an den deutschen Flughäfen. "Bei uns herrscht keine Krisenstimmung wegen dieses Fliegers", sagte Hauptgeschäftsführer Ralf Beisel unmittelbar nach der Sperrung des deutschen Luftraums. Deutsche Fluggesellschaften nutzen den in Äthiopien verunglückten Typ bislang noch gar nicht, die Tuifly sollte in diesen Tagen eine erste Maschine erhalten. 

Drei Landungen in Frankfurt in der Woche

Nur wenige Gesellschaften sind bislang mit dem neuen Boeing-Jet an deutsche Ziele geflogen. Im Wesentlichen waren das die Norwegian, Icelandair, die polnische LOT und Turkish Airlines. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt landete die Maschine nur drei Mal in der Woche, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport sagte. In Düsseldorf waren neben Turkish und LOT auch die Gesellschaften Smart Wings und Corendon mit den neuen Boeings vertreten. 

Tote bei Abstürzen

Am Sonntag war eine Boeing 737 Max 8 von Ethiopian Airlines in Äthiopien abgestürzt, 157 Menschen kamen ums Leben. Im Oktober waren beim Absturz einer baugleichen Maschine der Fluggesellschaft Lion Air in Indonesien 189 Menschen gestorben. Mehrere Länder sowie Äthiopiens nationale Fluggesellschaft Ethiopian Airlines hatten Startverbote für alle Flugzeuge des Typs verfügt. 

Die Boeing 737 ist das meistverkaufte Verkehrsflugzeug der Welt. Die 737-Max-Reihe ist die neueste Variante des Verkaufsschlagers. Der US-Hersteller hat bereits mehr als 350 Maschinen ausgeliefert und sitzt auf prall gefüllten Auftragsbüchern mit Tausenden Bestellungen. 
 

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