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Datenklau: Schon zuvor Ermittlungen gegen Hacker

Datenklau - Schon zuvor Ermittlungen gegen Hacker

© dpa

Symbolbild

Der 20-jährige Hacker, der nach harmony.fm-Informationen aus Homberg (Ohm) stammt und rund eintausend Politiker und Prominente ausgespäht haben soll, steht nicht zum ersten Mal im Visier der Ermittler. Es wurde bereits mehrfach gegen ihn ermittelt. 

Islamfeindliche und rechtsextreme Kommentare

Der junge Mann soll laut Spiegel in einschlägigen Internetforen unterwegs gewesen sein und sich dort immer wieder durch islamfeindliche und rechtsextreme Kommentare hervorgetan haben, unter anderem mit Sprüchen wie "die AfD wird die ganzen Clans nicht wegkriegen, da braucht man die NPD um ordentlich aufzuräumen."

Drei Ermittlungsverfahren gegen ihn

In den vergangenen Jahren hat es insgesamt drei Ermittlungsverfahren gegen den Schüler gegeben haben - das hat die Gießener Staatsanwaltschaft gegenüber harmony.fm mittlerweile bestätigt. Sie hat die Fälle inzwischen an die Generalstaatsanwaltschaft weitergeleitet.

Daten im Darknet gekauft?

Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft hat gegenüber der Nachrichtenagentur afp dementiert, dass der 20-jährige Homberger bei seinem großangelegten Datendiebstahl auch im Darknet Daten gekauft habe. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, es gebe derzeit keine konkreten Hinweise, dass der 20-Jährige Daten ihm Darknet gekauft habe. Das hatte zuvor die Bildzeitung gemeldet und sich auf Ermittlerkreise berufen. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn nun auch wegen Datenhehlerei.

Junger Hacker löschte die Festplatte 32mal

Nach der illegalen Veröffentlichung privater Daten von Politikern und Prominenten hat sich der junge Hacker große Mühe gegeben, seine Spuren zu verwischen. Allerdings erst als er durch Medienberichte erfuhr, dass die Polizei eine eigene Ermittlergruppe für die Suche ihm eingerichtet hat. Das erfuhren Bundestagsabgeordnete am Donnerstag bei einer Sondersitzung des Innenausschusses zum Datenklau bei Politikern und Prominenten. Ihren Angaben zufolge löschte der 20-jährige Schüler seine Festplatte 32 Mal. 

BKA ermittelt wegen möglicher Mitwisser

Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, sagte, der Hacker habe außerdem einen Computer auf einem Recyclinghof "ordnungsgemäß entsorgt". Weiterhin offen ist, ob der geständige Datendieb womöglich doch Mitwisser oder Unterstützer hatte. Münch betonte, auch zur Klärung dieser Frage dauerten die Ermittlungen noch an. 

50 schwerwiegendere Fälle 

Der junge Mann soll über das inzwischen gesperrte Twitter-Konto @_0rbit im Dezember persönliche Daten von Politikern und Prominenten veröffentlicht haben. Rund 1.000 Politiker, Prominente und Journalisten sind betroffen, darunter Politiker aller Bundestagsparteien mit Ausnahme der AfD. Etwa 50 Fälle sind laut Bundesinnenministerium schwerwiegender, weil größere Datenpakete wie Privatdaten, Fotos und Korrespondenz veröffentlicht worden waren. 

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