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Der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau haben sich geeinigt

Kreisfreiheit ab 2026 - Hanau und Main-Kinzig-Kreis einigen sich

© dpa

Claus Kaminsky, Oberbürgermeister der Stadt Hanau (Archivfoto).

Die Stadt Hanau ist bei ihren Plänen für die Kreisfreiheit entscheidende Schritte vorangekommen.

Mit dem Main-Kinzig-Kreis seien alle wesentlichen Punkte für die vertragliche Einigung geklärt worden, erklärten Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky und der Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Thorsten Stolz in Langenselbold. In den kommenden Monaten könne die Einigung zur endgültigen Beschlussfassung in den jeweiligen Parlamenten auf den Weg gebracht werden.

Weiterhin starke Partner für die Region

Wirksam werden soll der neue Status einer kreisfreien Stadt Hanau zum 1. Januar 2026. "Die Zusammenarbeit wird von dem Verständnis getragen, dass die künftige kreisfreie Stadt Hanau und der Main-Kinzig-Kreis zwei starke Partner für die Region sind", erklärte Stolz.

Keine Mehrbelastung der Bürger

Der Schritt soll aber nicht zulasten der Bürger sowie der anderen 28 Städte und Gemeinden in dem Landkreis gehen. So sollten die Steuern und Gebühren in Hanau - etwa die Abwasser- und Müllgebühren sowie die Gewerbe- und Grundsteuer - auch künfig "im unauffälligen Mittelfeld" liegen, sagte Kaminsky.

Ausgleichzahlungen und die Fortsetzung von Kooperationen

Eine Verhandlungskommission hatte sich in den vergangenen Monaten nach der coronabedingten Zwangspause mit letzten offenen Themen beschäftigt. Dabei ging es vor allem um die Abfallentsorgung, Regelungen zu Fragen der Personalwirtschaft sowie die Zukunftssicherung der kreiseigenen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung. Neben Ausgleichszahlungen habe man sich auch auf die Fortsetzungen von Kooperationen und auf Laufzeiten verständigt.

Förderung von Start-Ups mithilfe eines Fonds

Zusammen wollen Hanau und der Main-Kinzig-Kreis zudem einen Zukunftsfonds auflegen, der sich den Themen erneuerbare Energien sowie der Transformation der Wirtschafts- und Arbeitswelt widmen soll. Daraus könnten beispielsweise Start-ups aus diesen Bereichen gefördert werden, sagte Kaminsky.

Hanau sei bereits eine "Sonderstatus-Stadt"

Auf ihrer Homepage erklärt die Stadt Hanau, weshalb sie kreisfrei werden möchte: "Wir sind überzeugt davon: Was vor Ort gelöst werden kann, soll auch vor Ort gelöst werden. Denn von kurzen Wegen profitiert die Bürgerschaft ebenso wie von spezifischen Ortskenntnissen, die in die Lösung von Problemen einfließen können." Außerdem habe die Stadt als "Sonderstatus-Stadt" bereits zahlreiche Aufgaben erfüllt, die normalerweise von einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt erledigt würden. 

Stadt Hanau fühlt sich Ballungsraum Frankfurt zugehörig

Außerdem schreibt die Stadt, dass ihrer Meinung nach die Struktur und Interessenslage der Kommunen im Main-Kinzig-Kreis unterschiedlich sei. Sie selbst stellt sich als Großstadt im Ballungsraum Frankfurt den eher ländlichen Strukturen im Osten des Kreises gegenüber und möchte ihre Interessen ab sofort "klar und eindeutig im großstädtisch geprägten Ballungsraum vertreten." Außerdem erwarte man sich eine Verbesserung des Images der Stadt und eine Erhöhung der Bedeutung unter den Kommunen im Rhein-Main-Gebiet durch eine Kreisfreiheit

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