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Handwerk: Längere Wartezeiten und höhere Preise

Hessens Handwerk schlägt Alarm - Längere Wartezeiten und höhere Preise

© dpa

Symbolbild

Handwerkskunden in Hessen müssen sich vielfach auf längere Wartezeiten und höhere Preise einstellen.

Materialengpässe könnten dazu führen, dass Termine und Kalkulationen nicht eingehalten werden könnten, Aufträge storniert werden müssten oder gar nicht angenommen werden könnten, berichtete Wolfgang Kramwinkel, Vizepräsident des Hessischen Handwerkstags, in Wiesbaden. "Engpässe gab und gibt es insbesondere bei Holz, Dämmstoffen, Stahl, PVC-Rohren, Aluminium, Farben und Lacken."

Auftragsbücher sind randvoll

Die teils randvollen Auftragsbücher konnten Kramwinkel zufolge wegen des Materialmangels oft nicht in gewohntem Tempo abgearbeitet werden. Manche Betriebe hätte im vergangenen Jahr schlechtere Geschäfte gemacht als 2020, weil sie die "exorbitanten" Preissteigerungen so nicht an Kunden hätten weitergeben können.

HHT-Präsident Füll: "Schnelle Handwerker Utopie"

HHT-Präsident Füll zu harmony.fm: "Es ist so, dass wir im Handwerk ein bisschen Lieferzeiten haben. Manche Renovierung wird schon ein bisschen mehr Zeit in Anspruch nehmen, auch im Vorlauf."

Ich möchte morgen war es renovieren. Ich, ruf den Handwerker Hörnern. Übermorgen geht 's los. Das wird sich, glaube ich, nach ner Zeit lang als Utopie darstellen. Als ist schon so, dass wir heute auch im Handwerk ein bisschen Lieferzeiten haben. Wir Renold beim Auto von zwei Jahren. Ich glaub, solang muss jetzt noch niemand offen Handwerker warten, bis der die Heizung reparieren kommt. Aber manche Renovierung wird vielleicht schon ein bisschen mehr Zeit in Anspruch nehmen. Im Vorlauf

© harmony.fm

Leichte Erholung bei Handwerkskonjunktur

Die Handwerkskonjunktur insgesamt verzeichnete nach der Corona-Krise 2020 im vergangenen Jahr eine leichte Erholung, wie Handwerkstag-Präsident Stefan Füll berichtete. Bei Befragungen der Handwerkskammern beurteilten 80 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend (2020: 71 Prozent).

Betriebe immer noch teils in schlechter Lage

"Das Niveau der boomenden letzten zehn Jahre konnte allerdings noch nicht wieder erreicht werden", sagte Füll. Noch immer seien durchschnittlich 20 Prozent der Betriebe in einer schlechten konjunkturellen Lage.

Kfz-Betriebe unzufrieden

Innerhalb des Handwerks gibt es dabei große Unterschiede. So zeigten sich beispielsweise Kfz-Betriebe weniger zufrieden mit der Geschäftslage als Bau- und Ausbaubetriebe oder gewerbliche Dienstleister.

HHT-Präsident Füll: "Viele immer noch nicht zufrieden"

HHT-Präsident Stefan Füll zu harmony.fm: "Es gibt Branchen, die sind härter getroffen. Den geht es heute immer noch nicht gut."

Im Handwerk Äh wer Finja, sehr vielfältig aufgestellt. Es gibt Branchen, die Sender etwas härter getroffen. Davon Dem geht es heute immer noch nicht so gut oder auch Betriebsgrößen. Gerade unsere Solo selbstständigen davon sind die Männer auf vierzig Prozent mit ihrer Geschäftslage nicht zufrieden. Aber die anderen sehen doch zu achtzig Prozent optimistisch. Doc

© harmony.fm

Nachwuchsmangel bereitet Sorgen

Sorgen bereitet der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel, der sich den Angaben zufolge verschärfte. Lediglich 11 Prozent der Handwerksbetriebe berichteten im Quartalsschnitt 2021 demnach von einem Personalzuwachs, bei 16 Prozent sank die Zahl der Beschäftigten, bei 73 Prozent blieb sie stabil. Die Zahl der neuen Lehrverträge habe bei weitem noch nicht das Vorkrisenniveau erreicht.

Prognose für 2022 unklar

Eine genaue Prognose für das laufende Jahr gab Füll nicht ab: "Mit jeder neuen Virusvariante müssen Prognosen wieder kassiert werden." Die Unsicherheiten durch die Pandemie seien immer noch besorgniserregend. "Von der Nachfrageseite her sprechen allerdings viele Faktoren für eine deutliche Belebung der Handwerkskonjunktur, wenn die Corona-Maßnahmen wieder zurückgenommen werden können."

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