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Corona-Gipfel: 2G bundesweit, weniger Kontakte

Beschlüsse des Corona-Gipfels - 2G bundesweit in Handel, Kultur, Freizeit

© dpa

Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Olaf Scholz (SPD), SPD-Kanzlerkandidat und Bundesminister der Finanzen, bei der Pressekonferenz nach den Beratungen

Im Kampf gegen die beispiellose Corona-Welle greifen im Advent in ganz Deutschland strengere Schutzauflagen - und umfassende Beschränkungen für Ungeimpfte. Bund und Länder beschlossen am Donnerstag nach langem Ringen eine Reihe von Maßnahmen mit Folgen für Millionen Bürger, um die Virusausbreitung zu bremsen. 

Dazu gehört unter anderem die bundesweite Einführung von 2G in weiten Teiles des Einzelhandels, sowie in Freizeit- und Kultureinrichtungen. Ungeimpfte müssen ihre Kontakte weiter reduzieren. Eine allgemeine Impfpflicht wird vorbereitet.

2G bundesweit

In Geschäften sowie bei Kultur- und Freizeitveranstaltungen bekommen Zugang künftig nur noch gegen das Coronavirus Geimpfte oder von einer Infektion Genesene. Hessen hatte zuvor bereits 2G im Einzelhandel beschlossen.

Discos schließen in Hotspots

Clubs und Diskotheken werden bei hohen Corona-Infektionszahlen wegen des Ansteckungsrisikos geschlossen. Dies gilt ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 350 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.

Kanzlerin Merkel zu Schließungen von Clubs

Merkel: Ab einer Inzidenz von 350 müssen Clubs und Diskotheken schließen.

Spätestens ab einer Inzidenz von mehr als drei Hundert fünfzig Neuinfektionen in sieben Tagen pro Hundert Tausend Einwohner der Clubs und Diskotheken in Innenräumen geschlossen. Das gilt für private Feiern und Zusammenkünfte. Eine Teilnehmer Grenze von fünfzig Personen, also geimpfte und genesene in Innenräumen und zweihundert Personen, geimpfte und genesene. Im Außenbereich

Kontaktbeschränkungen

Auf Ungeimpfte kommen in ganz Deutschland strenge Kontaktbeschränkungen zu. Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, seien auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts zu beschränken. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sind ausgenommen.

Für Zusammentreffen und private Feiern mit ausschließlich Geimpften und Genesenen gilt: Im Inneren dürfen sich bis zu 50 Personen treffen, draußen bis zu 200 Personen. 

Der designierte Bundeskanzler Scholz zu Kontaktbeschränkungen

Scholz: Es ist richtig und notwendig, dass wir Kontaktbeschränkungen festlegen.

Glaube, dass das richtig und notwendig ist, dass wir auch im privaten Bereich Kontakt Beschränkung festlegen, wie eben sehr strengen sind, wenn ungeimpfte, Burgern und Bürger dabei sind. Notwendigerweise war das ja eine der Ursachen des Infektions. Geschehens ist

Großveranstaltungen

Bei Großveranstaltungen dürfen künftig maximal 30 bis 50 Prozent der Platzkapazität genutzt werden. In Innenräumen dürfen es aber höchstens 5.000 Besucher und im Freien höchstens 15.000 sein.

Impfungen

Bis Weihnachten sollen 30 Millionen zusätzliche Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen durchgeführt werden. Die Zahl bezieht sich auf den Zeitraum ab dem 18. November bis Ende des Jahres. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen künftig auch Zahnärzte, Apotheker und Pflegefachkräfte Impfungen gegen das Virus vornehmen dürfen. Der Bund werde den Kreis der dazu berechtigten Personen deutlich ausweiten.

Da der Impfschutz nach einer gewissen Zeit nachlässt, soll die Gültigkeit der Impfzertifikate reduziert werden. Im Gespräch sind neun Monate, sodass Personen ausreichend Zeit haben, sich sechs Monate nach ihrer zweiten Impfung um eine Auffrischungsimpfung, die sogenannte Booser-Impfung, zu kümmern.

Impfpflicht

Eine allgemeine Impfpflicht soll nun im Bundestag debattiert und gegebenfalls beschlossen werden. Der Ethikrat sowie ein Expertengremium werden jetzt beauftragt, darüber zu beraten. Als einen möglichen Termin für die Einführung der Impfpflicht nennt Bundeskanzlerin Merkel Februar 2022.

Schule

In den Schulen gilt eine Maskenpflicht für alle Klassenstufen. Auch dort, wo es bisher nicht galt. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier sagt, dass es Einigkeit darüber gebe, dass Schulen und Kitas nicht geschlossen werden. Ausnahmen gebe es allerdings in Sachsen.

Bouffier: Wir werden Schulen und Kitas nicht schließen

Einigkeit gibt es beim Thema Schulen und Kitas, sagt Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier

Was wir nicht machen werden, wir werden die Schulen nicht fließen, würden auch die Kitas nicht schließen. Auch darüber waren wir uns heute eigentlich einig.

Es gibt in Sachsen ein paar Besonderheiten. Aber für den Rest kann man das sagen.

Weihnachtsmärkte / Karneval

Auf Weihnachtsmärkten gilt bundesweit 2G. Ergänzend kann ein aktueller Test vorgeschrieben werden (2GPlus). Die Teilnahme an Karnevalsveranstaltungen ist nur für Geimpfte und Genese möglich, die einen aktuellen Test vorweisen müssen (2GPlus).

Silvester

Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird in diesem Jahr erneut verboten. Auf besonders publikumsträchtigen Plätzen soll es demnach zudem ein Feuerwerksverbot geben. Für betroffene Unternehmen ist eine entsprechende Kompensation im Rahmen der geplanten Wirtschaftshilfen vorgesehen.

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