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Corona: 2G-Option für gesamten Einzelhandel

Ab heute 2G-Option in Hessen - Einzelhändler nutzen sie kaum

© dpa

Archivbild.

Nur noch Geimpfte und Genesene im Supermarkt, Klamottengeschäft oder im Buchladen? Ab heute haben Einzelhändler die Möglichkeit dazu. Eine harmony.fm-Stichprobe zeigt aber: Nur wenige wollen die 2G-Option nutzen. 

Das Corona-Kabinett in Wiesbaden hatte die sogenannte 2G-Option auch für den Einzelhandel beschlossen. Wer nur noch Geimpfte oder Genesene reinlässt, kann im Gegenzug auf die Maskenpflicht und auf Abstandsregeln verzichten. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) schätzt es selbst so ein: „Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden.“

Kontrollen sind personell oft nicht stemmbar

Kurz vor dem Weihnachtsgeschäft sehen nur wenige Einzelhändler Vorteile in der 2G-Option. Das zeigt eine harmony.fm-Stichprobe. Die meisten Ladenbesitzer sagen im harmony.fm-Gespräch, dass sie sich nach dem langen Lockdown derzeit keine Gewinneinbußen leisten können und deswegen auch auf ungeimpfte Kundschaft angewiesen seien. Kontrollen von Impf- oder Genesenennachweisen seien außerdem häufig personell gar nicht zu stemmen. Das sei zu viel Aufwand, sagt Michael Mark vom Spielwarenmarkt in Pfungstadt.

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Einzelhändler fühlen sich überrumpelt

Viele Ladenbesitzer sind, wie die harmony.fm-Stichprobe zeigt, auch noch etwas überrumpelt und wollen erst mal keine Entscheidung treffen. Ein paar sagen gegenüber harmony.fm: „Das kam schon ziemlich kurzfristig". Im Einkaufscenter Forum in Wetzlar etwa gibt es bislang keinen Ladenbesitzer, der ab heute nur noch geimpfte und genesene Kunden empfangen will: "Würden einzelne Läden nun 2G einführen, dürften sie das, es würde aber die Kommunikation im Center erschweren", sagt uns die Center-Managerin. Denn insbesondere Geschäfte des täglichen Bedarfs, wie Supermärkte, wollen wohl weiterhin in vielen Fällen gleichermaßen Ungeimpfte hineinlassen.

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