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RP Kassel: Bitte Rücksicht auf Waldtiere nehmen!

Regierungspräsidium appelliert - Rücksicht auf Wildtiere im Wald nehmen

© dpa

Symbolbild

Immer mehr Hessen sind in ihrer Freizeit in Wälder unterwegs. Das Regierungspräsidium Kassel appelliert jetzt an alle Waldbesucher, Rücksicht zu nehmen. Aufeinander – aber auch auf die Wildtiere. Denn die werden zunehmend gestört.

Dass es viele Menschen in den Wald zieht, sei grundsätzlich schön, so Sprecherin Katrin Walmanns im harmony.fm-Interview. Allerdings sind mittlerweile auch etliche Jogger, Radfahrer und Gassigeher nachts und abseits der Wege unterwegs. Teilweise auch in Schutzgebieten. Und rücken damit Wildtieren förmlich auf die Pelle. Die Folge: Aus Stress könnten die Tiere aus dem Wald vor Autos rennen – oder aber sich immer weiter zurückziehen und so flächenweise Waldstücke beschädigen. 

 

Sprecherin Katrin Walmanns: Wildtiere werden durch die vielen Besucher gestresst.

Katrin Walmanns, Sprecherin des RP Kassel, zu den Auswirkungen des Besucheransturms in den Wäldern.

Ahnliche Situation in Mittelhessen

Ähnlich sieht die Situation in den Wäldern und Naturschutzgebieten im Regierungsbezirk Gießen aus. "Die Menschen sind überall unterwegs, immer wieder auch querfeldein über Wiesen, mit Picknick an allen möglichen Stellen und in Wäldern abseits der Wege", sagt Oliver Keßler, Pressesprecher des RP Gießen. Dabei bilden die Naturschutzgebiete keine Ausnahme, zum Beispiel in der Lahnaue zwischen Atzbach, Dutenhofen und Heuchelheim - wo im vergangenen Jahr sogar Wohnmoblie mitten auf Wiesen standen. 

Situation im Biosphärenreservat Rhön hat sich entspannt

In der Rhön hingegen hat sich die Situation entspannt, sagt der Geschäftsführer des Biosphärenreservats Rhön, Torsten Raab, im Interview mit harmony.fm. Anfang des Jahres sei vor allem der Müll in der Rhön heftig gewesen – aber die Leute hätten dazu gelernt, so Raab.

Bayerische Rhön hat "Digital Rhön Ranger" eingestellt

Manchmal sind Wanderer und Radfahrer allerdings aus Unwissenheit in geschützten Gebieten unterwegs. Deshalb hat die bayerische Rhön nun einen "Digital Rhön Ranger" eingestellt – er durchsucht zum Beispiel Online-Portale, in denen Nutzer Routen-Tipps teilen können. Wenn diese durch geschützte Gebiete führen, sorgt er dafür, dass sie gelöscht werden.

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