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Das sind die Corona-Regeln für Hessen

Mehr 3G und die Option für 2G - Die Corona-Regeln für Hessen

Hessen hat die Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene gelockert und legt den Fokus bei der Beurteilung der Corona-Lage auf die Situation in den Krankenhäusern. Neben der verpflichtenden 3G-Regelung in vielen Innenbereichen führt Hessen mit der neuen landesweiten Verordnung auch ein 2G-Optionsmodell ein.

Mit einem 2G-Modell sind Lockerungen für Menschen gemeint, die gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Erkrankung genesen sind. Die 3G-Regel bedeutet, dass nur Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete Zutritt haben.

Die wichtigsten Regeln im Überblick:

Eskalationsstufen

Es gibt zwei landesweite Kriterien:

  • Hospitalisierungsinzidenz: Anzahl der innerhalb von 7 Tagen neu wegen Corona in ein Krankenhaus aufgenommenen Personen in Hessen
  • Mit Corona-Patienten belegte Intensivbetten in Hessen

Beim Überschreiten der Schwellenwerte ergreift die Landesregierung zusätzliche Schutzmaßnahmen.

  • Stufe 1: Hospitalisierungsinzidenz über 8 oder Intensivbetten über 200. Dann gibt es weitere Zugangsbeschränkungen zu Veranstaltungen und Ähnlichem. Möglich ist auch eine PCR-Test-Vorgabe.
  • Stufe 2: Hospitalisierungsinzidenz über 15 oder Intensivbetten über 400. Dann gibt es weitere Zugangsbeschränkungen zu Veranstaltungen und Ähnlichem. Insbesondere könnte dann die 2G-Regel eingeführt werden.

Regeln für Geimpfte und Genesene

  • Geimpfte und Genesene werden bei Veranstaltungen mit Personenbegrenzungen nicht mitgezählt.
  • Geimpfte und Genesene sind von der Testpflicht befreit.
  • Für sie besteht aber weiterhin die Pflicht zum Maske-Tragen. Auch müssen sie Abstands- und Hygieneregeln einhalten.
  • Keine Quarantänepflicht nach Reisen oder Kontakt zu Infizierten. Ausnahme: Es bestand Kontakt zu einer in Deutschland noch nicht verbreiteten Virusvariante oder Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet.

2G-Optionsmodell

Veranstalter und private Betreiber haben die Möglichkeit, ausschließlich Geimpfte und Genesene einzulassen. Auch das Personal muss sich dann an die 2G-Regel halten. In diesem Fall entfallen die Abstandsregeln, die Maskenpflicht und die Kapazitätsbeschränkungen.

Von der 2G-Pflicht ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren.

2G-Option auch für Einzelhandel

Auch Einzelhändler in Hessen können jetzt wählen, ob sie nur noch Corona-Geimpfte und Genesene in ihren Läden empfangen. Eine harmony.fm-Stichprobe zeigte aber bereits, dass das nur wenige Einzelhändler nutzen wollen.

"Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Ohne 2G gelten weiter die Abstands- und die Maskenpflicht.

Einheitliche Maskenpflicht

Im Freien gilt die Maskenpflicht, wenn Abstände nicht eingehalten werden können. Im Innenbreich muss die medizinische Maske bis zum Sitzplatz getragen werden.

Wo gilt die Maskenpflicht?

  • Innenräume aller öffentlich zugänglichen Gebäude
  • Innenräume Groß- und Einzelhandel, Poststellen, Banken, Sparkassen, Tankstellen, Wäschereien, etc.
  • Innenräume aller Freizeiteinrichtungen bis zur Einnahme des Sitzplatzes (Gastronomie, Hotels, Spielhallen, Spielbanken, Theater, Opernhäuser, Kinos)
  • Im ÖPNV und in Bahnhofsgebäuden
  • In Hochschulen, Berufsakademien, Ausbildungseinrichtungen, Archiven, Bibliotheken bis zur Einnahme des Sitzplatzes
  • Bei allen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen bis zur Einnahme des Sitzplatzes

Negativnachweise

Als Negativnachweise gelten:

  • Impfnachweis
  • Genesenennachweis
  • Antigen-Schnelltest (max. 24 Stunden alt)
  • PCR-Test (max. 48 Stunden alt)
  • Schülertestheft (zeitlich unbegrenzt)
  • Kinder unter sechs Jahren und 6-Jährige bis Einschulung brauchen keinen Negativnachweis

Wo werden Negativ-Nachweise benötigt?

  • Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Behindertenheime
  • Hochschulen, Berufs- und Musikakademien soweit durch Leitung festgelegt
  • Kulturangebote in Innenräumen (Theater, Oper, Kinos, Konzerte, Schlösser, Museen, Galerien, Gedenkstätten)
  • Sport- und Freizeiteinrichtungen in Innenräumen (Schwimmbäder, Thermalbäder, Saunen, Sportstätten, Fitnessstudios, Tierparks, Zoos, Freizeitparks, Spielbanken, Spielhallen)
  • Veranstaltungen in Innenräumen (Hochzeiten, Feiern, Fachmessen) Ausnahme: berufliche, dienstliche, geschäftliche Zusammenkünfte, z.B. Eigentümerversammlungen, Anwalts- und Notartermine, Prüfungen, Gerichtsverhandlungen, Wahlveranstaltungen
  • Gaststätten und Restaurants
  • Hotels und Übernachtungsbetriebe (bei Anreise und 2 Mal pro Woche)
  • Körpernahe Dienstleistungen (Friseur, Nagelstudio, Tatoostudio, Massage, Kosmetik, Fußpflege) Ausnahme: medizinisch notwendige Behandlungen
  • Prostitutionsstätten
  • Diskotheken, Tanzlokale, Clubs (Testnachweis in Innenräumen nur mit PCR-Test!)

Kontaktdatenerfassung

Kontakte müssen erfasst werden:

  • in vulnerablen Einrichtungen: Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Behindertenheime
  • in Diskotheken, Tanzlokalen, Clubs (3G und 2G-Modell)
  • in Prostitutionsstätten (3G und 2G-Modell)

Private Treffen

Es gibt keine Einschränkungen, aber es wird empfohlen, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Für alle Nicht-Geimpften gilt eine Testempfehlung.

Bei Treffen ab 25 Personen gelten die Regeln für Veranstaltungen.

Arbeitsplätze

Es gelten Corona-Arbeitsschutzregeln des Bundes.

Schule

Es gibt Präsenzunterricht für alle Klassen.

Testungen

Die Teilnahme am Präsenzunterricht in der Schule ist nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete möglich. Für Abschlussprüfungen gilt eine Ausnahme. Negativnachweise sind zwei Mal die Woche nötig. In den ersten zwei Wochen nach den Ferien werden drei Tests pro Woche gemacht.

Testheft gilt auch für die Freizeit

Die regelmäßige Dokumentation der Schülertests im Testheft gilt auch als Negativnachweis in der Freizeit, wie beispielsweise im Kino oder im Restaurant. Das Testheft bleibt auch bei Fehlzeiten oder in den Ferien gültig.

Maskenpflicht

Die medizinische Maske muss im Schulgebäude und Klassenzimmer bis zum Sitzplatz getragen werden. Im Unterricht am Platz gilt keine Maskenpflicht. Ausnahme: In den ersten zwei Wochen nach den Sommerferien muss auch im Unterricht Maske getragen werden.

Im Freien, beim Schulsport und beim Pausenbrot muss keine Maske getragen werden. Weitere Ausnahmen sind möglich.

Corona-Fall in der Klasse

Bei einem Corona-Fall in der Klasse müssen 14 Tage lang auch am Sitzplatz Masken getragen werden und es sind tägliche Tests bei der übrigen Klasse nötig.

Quarantäne und Betretungsverbot

Infizierte müssen für 14 Tage in Quarantäne, ebenso ihre Haushaltsmitglieder. Ausnahme: Schüler können sich ab dem 7. Tag der Infektion mit PCR-Test freitesten. Für Haushaltsangehörige (Kinder/Geschwister) von Infizierten ist wegen der Inkubationszeit eine Freitestung frühestens am 10. Tag möglich.

Im Fall einer PCR-bestätigten Infektion wird nicht mehr pauschal die ganze Klasse in Quarantäne geschickt, sondern nur noch enge Kontaktpersonen wie beispielsweise die Sitznachbarn. Diese können sich ab dem fünften Tag nach Feststellung der Infektion freitesten lassen.

Geimpfte und Genesene sind grundsätzlich von der Quarantäne befreit.

Für nicht geimpfte oder genesene Kinder und Jugendliche mit COVID-Symptomen wie Fieber, Husten und Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns besteht in der Schule und in der Kita ein Betretungsverbot. Eine Freitestung ist jedoch möglich.

Kita

Die Kitas laufen im Regelbetrieb. Es gibt keine Maskenpflicht.

Quarantäne und Betretungsverbot

Infizierte müssen für 14 Tage in Quarantäne, ebenso ihre Haushaltsmitglieder. Ausnahme: Infizierte Kinder unter sechs Jahren und Kinder vor der Einschulung können sich ab dem 7. Tag der Infektion mit einem PCR-Test freitesten. Für Haushaltsangehörige (Kinder/Geschwister) von Infizierten ist wegen der Inkubationszeit eine Freitestung frühestens am 10. Tag möglich.

Im Fall einer PCR-bestätigten Infektion wird nicht mehr pauschal die ganze Gruppe in Quarantäne geschickt, sondern nur noch enge Kontaktpersonen. Diese können sich ab dem fünften Tag nach Feststellung der Infektion freitesten lassen.

Geimpfte und Genesene sind grundsätzlich von der Quarantäne befreit.

Für nicht geimpfte oder genesene Kinder mit COVID-Symptomen wie Fieber, Husten und Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns besteht in der Kita ein Betretungsverbot. Eine Freitestung ist jedoch möglich.

Sport

Für Sport im Innenbereich gilt die 3G-Pflicht. Im Freien gibt es keine Einschränkungen.

Kultur

Für Kulturstätten wie Museen und Gedenkstätten gilt im Innenbereich die 3G-Pflicht. Im Freien gibt es keine Einschränkungen.

Veranstaltungen / Theater / Kino

Im Innenbereich gilt die 3G- und Maskenpflicht bis zum Platz. Im Freien gilt die 3G-Pflicht erst ab 1.000 Personen. Bei Volksfesten und ähnlichen Veranstaltungen gilt 3G nur im Innenbereich.

Genehmigungen

Bis 500 Personen plus Geimpfte und Genesene sind Veranstaltungen im Innenbereich genehmigungsfrei. Draußen dürfen bis zu 1.000 Personen plus Geimpfte und Genesene genehmigungsfrei zusammenkommen.

Größere Veranstaltungen sind genehmigungspflichtig. Ausnahmen gibt es weiterhin beispielsweise für berufliche Zusammenkünfte.

Sportgroßveranstaltungen

Sportgroßveranstaltungen (3G): Ab einer Zuschauerzahl von 5.000 ist eine 50-prozentige Auslastung zulässig, maximal dürfen jedoch 25.000 Besucher kommen (einschließlich geimpfter und genesener Personen).

Körpernahe Dienstleistungen

Es gilt 3G- und Maskenpflicht.

Einzelhandel

Alle Geschäfte dürfen ohne Quadratmeterbegrenzung öffnen. Es gilt Maskenpflicht.

Gastronomie

Im Innenbereich gilt 3G- und Maskenpflicht bis zum Platz für Personal und Gäste. Drinnen und im Freien gelten Abstands- und Hygienekonzept.

Clubs und Diskotheken

Im Innenbereich gilt Maskenpflicht. Eingelassen werden nur Geimpfte und Genesene sowie Ungeimpfte mit einem PCR-Testnachweis. Das gilt für Personal und Gäste. Die Kontaktdaten müssen erfasst werden.

Im Freien gilt die 3G-Pflicht. Auch hier müssen die Kontaktdaten erfasst werden.

Hotels und Übernachtungen

Bei der Anreise muss ein Negativnachweis vorgelegt werden. Bei mehr als 7 Tagen Aufenthalt wird zweimal pro Woche für alle Gäste ein Negativnachweis nötig. Generell gelten Abstands- und Hygienekonzept.

ÖPNV

Es gilt Maskenpflicht im Fahrzeug und in den Bahnhofsgebäuden.

Hochschulen

Das Semester soll überwiegend in Präsenz stattfinden. 3G- und Maskenpflicht werden durch Hochschulen festgelegt.

Prostitution

Es gilt die 3G-Pflicht, außerdem gelten Hygienevorgaben und die Kontaktdaten müssen erfasst werden.

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