Webradio starten
ON AIR:
Nachrichten > Top-Meldungen, Guten Morgen, Hessen! >

Shoppen mit negativem Test in Alsfeld möglich

Shoppen mit negativem Test - Geschäfte in Modellstadt Alsfeld öffnen

Durch die Fußgängerzone schlendern, in Geschäften bummeln oder einfach mal wieder einfach im Laden vor Ort shoppen. Diese eigentlich alltäglichen Dinge sind seit Monaten in Deutschland unvorstellbar und in weiter Ferne. Aber es gibt Hoffnung: In Alsfeld ist all das ab heute wieder möglich.

Zusammen mit den Orten Baunatal und ursprünglich Dieburg wurde Alsfeld als Modellstadt ausgewählt, um eine Öffnungsstrategie des Einzelhandels zu testen. Dieburg hat sich jetzt allerdings wegen der dynamischen Infektionslage gegen einen Modell-Versuch entschieden. 

Olaf Brinkmann berichtet vom Modellversuch aus Alsfeld.

Geschäfte und Läden dürfen demnach unter strengen Kontrollen und Maßnahmen wieder aufmachen. Gastronomen müssen noch warten bis sie öffnen dürfen; die Strategie betrifft sie noch nicht. Das könne sich aber ändern, wenn es gut läuft, sagt der Alsfelder Bürgermeister Stephan Paule zu harmony.fm.

Schnelltest statt Selbsttest

Ein einfacher Schnelltest von zuhause reicht jedoch nicht aus für eine anstehende Shoppingtour. Stattdessen muss man einen Test direkt vor Ort in einem der drei Alsfelder Testzentren machen. Dieser ist dann für 24 Stunden gültig. Wenn der Test negativ ist, steht der Shoppingtour nichts mehr im Weg. Andere Tests werden nicht akzeptiert. Auch eine Bescheinigung vom Arbeitgeber wird anerkannt, sofern der Test an einem Alsfelder Testzentrum gemacht wurde, wie Bürgermeister Paule bei der Vorstellung des Projekts in einem Youtube-Live-Stream am 1. April sagte.

Eine festgelegte Maximalzahl an Personen, die sich gleichzeitig im Laden aufhalten darf, gibt es trotzdem. In Barbara Schönenbergs Laden "Ramspeck" dürfen bei einer Ladenfläche von 200 qm nur acht Leute gleichzeitig hinein. Doch auch obwohl nur wenige Personen gleichzeitig in ihren Laden dürfen, freue sie sich, wieder Kunden im Laden begrüßen zu dürfen. Das sei das, was jeder Händler wolle, erzählt sie unserem Reporter Olaf Brinkmann.

Kontrolle im Geschäft

In den Läden selbst wird kontrolliert, ob die Kunden wirklich ein negatives Ergebnis haben. Für diese Arbeit musste Barbara Schönenberg extra einen eigenen Mitarbeiter abstellen. Auch ein Formular mit den Kontaktdaten muss von den Kunden in jedem Geschäft ausgefüllt werden.

Kostenloser Test

Für Kunden und Ladenbesitzer seien die Tests kostenlos, erklärte Bürgermeister Paule in dem Livestream. Der erste Test in der Woche einer Person sei ohnehin kostenlos, da dieser vom Staat bezahlt werde. „Für den zweiten und weitere Tests müssten wir (die Stadt Alsfeld) dann sechs Euro zur Verfügung stellen,“ so Paule. Diese Kosten würden dann aus dem Budget für Coronahilfen für Unternehmen entnommen werden. Das Budget wurde im vergangenen Jahr bei den Haushaltsberatungen beschlossen.

Allerdings ist auch die Anzahl der Personen, die pro Tag shoppen dürfen, begrenzt. Da die Maximalkapazität der drei Testzentren bei 600 Tests pro Tag liegt, können auch nur 600 Menschen pro Tag in die Geschäfte. Für diesen Donnerstag gibt es (Stand 7. April, 12 Uhr) nur noch wenige Tests. Wer also noch vor hat, am 8. April einkaufen zu gehen, der sollte möglichst schnell einen Termin beim Testzentrum ausmachen.

Alle Infos, auch wo man sich testen kann, bzw. Testtermine ausmachen kann, gibt es hier:

Ab nun wieder von mehr Einkaufsbummlern bewundert: Das berühmte alte Alsfelder Rathaus.

Bis wann läuft das Projekt?

Geplant ist die Modellphase bis zum 1. Mai. Sollte der 7-Tage-Inzidenzwert des Vogelsbergkreises bis dahin jedoch an drei Tagen in Folge den Wert von 200 überschreiten, breche man das Projekt ab, so Paule. Auch, wenn die Abstandsregeln wegen zu großen Andrangs auf die Innenstadt nicht mehr eingehalten werden könnten, werde das Projekt abgebrochen.

Für Supermärkte und Apotheken, die man bisher auch ohne negativen Test betreten konnte, ändert sich nichts. Sie sind weiterhin für jeden mit Maske zugänglich.

Bürgermeister Stephan Paule erläutert das Konzept

Weitere Meldungen
Inhalt wird geladen
Anzeige
Aus dem Netz
nach oben