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Corona sorgt für saubere Luft in Hessen

Grenzwerte oft unterschritten - Corona sorgt für saubere Luft

© dpa

Schadstoffmessstation in Darmstadt

Der Rückgang des Verkehrs in der Corona-Pandemie hat in Hessen für sauberere Luft gesorgt.

Fast überall sei vergangenes Jahr der Grenzwert für Stickoxid eingehalten worden, erklärte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) in Wiesbaden. Grund seien auch Maßnahmen für Luftreinhaltung, wie mehr Fahrradwege und eine bessere Anbindungen mit Bussen und Bahnen.

Deutlicher Rückgang in den Städten

Nach der endgültigen Bilanz des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) nahm die Konzentration an Stickstoffdioxid (NO2) im vergangenen Jahr im Schnitt um rund sechs Mikrogramm pro Kubikmeter ab, das entspreche einem Rückgang von etwa 18 Prozent gegenüber 2019. An den Messstationen in ländlichen Gebieten gingen die Werte demnach um 13 Prozent zurück, in den Städten um 19. Das Landesamt rief die Kommunen auf, die Maßnahmen zur Verbesserung der Luft trotzdem nicht vorschnell zu beenden.

Einige Stellen überschreiten Grenzwert trotzdem

An den verkehrsbelasteten Messstellen in Darmstadt sanken die NO2-Werte um zwölf Mikrogramm pro Kubikmeter, was den Angaben zufolge einen Rückgang von 26 Prozent im Vergleich zu 2019 bedeutet. Eine Messstelle in der Hügelstraße lag aber weiter knapp über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel. In Limburg sank die Konzentration im Vergleich zum Vorjahr im Mittel um etwa sieben Mikrogramm pro Kubikmeter (minus 16 Prozent). Die Messstelle in der Schiede lag weiter oberhalb des Grenzwerts.

Sperrung am Mainkai zeigt Wirkung

In Frankfurt nahm die Belastung an den verkehrsnahen Messstellen um 22 Prozent (zehn Mikrogramm) ab, alle Messstellen hielten den Grenzwert ein. Am zwischenzeitlich für Autos gesperrten Mainkai betrug der Rückgang im Schnitt sogar knapp 40 Prozent. Offenbach und Wiesbaden konnten demnach Rückgänge von 15 und 17 Prozent verzeichnen, der Grenzwert sei eingehalten worden. Gleiches gelte für Alsfeld, wo die Werte auch durch eine baustellenbedingte Verkehrsänderung sogar um 46 Prozent gesunken seien.

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