Webradio starten
ON AIR:
Nachrichten > Rhein-Main, Top-Meldungen >

Umwelthilfe: Tempo 40 in Frankfurt reicht nicht

Deutsche Umwelthilfe - Tempo 40 in Frankfurt reicht nicht

© dpa

Symbolbild

Die Deutsche Umwelthilfe hält das angekündigte Tempolimit von 40 Kilometern pro Stunde in Frankfurt nicht für ausreichend, um Dieselfahrverbote zu verhindern. Das geht aus einer Stellungnahme zum Entwurf des neuen Luftreinhalteplans hervor. Darin verlangt die Organisation unter anderem ein Limit von Tempo 30, um die Attraktivität für den innerstädtischen Durchgangsverkehr zu verringern.

Frankfurt plant mit "Tempo 40"

Die Stadt Frankfurt hatte angekündigt, das Tempolimit auf 40 km/h ab 1. Januar 2021 in der Innenstadt umzusetzen. Auf diese Weise sei es voraussichtlich möglich, drohende Fahrverbote zu verhindern, hieß es. In dem Entwurf des Luftreinhalteplans sind auch örtlich beschränkte Fahrverbote enthalten. Die Umwelthilfe bezeichnete diese ebenfalls als nicht ausreichend, denn es blieben zahlreiche und teilweise deutliche Grenzwertüberschreitungen. Deshalb müssten "zwingend weitergehende Maßnahmen zur Beschleunigung der Verkehrswende und zur sicheren Grenzwertwerteinhaltung ergänzt werden".

Umwelthilfe fordert Nachbesserungen

So müssten neben Bussen und kommunalen Fahrzeugen wie Müllautos auch Taxis auf umweltfreundliche Antriebe umgestellt werden. Auch den bisher geplanten Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs bezeichnet die Umwelthilfe als ambitionslos. Von "zögerlichen Schritten" ist beim Ausbau der Radwege die Rede.

Fahrverbot noch nicht vom Tisch

In Hessens größter Stadt droht nach dem Entwurf des Luftreinhalteplans von nächstem Jahr an ein Fahrverbot in einzelnen Straßen innerhalb des Anlagenrings für ältere Diesel-Fahrzeuge unterhalb der Norm Euro 6 sowie für Benziner einschließlich Euro 2. Die Umwelthilfe hatte wie auch in anderen Kommunen bundesweit auf Einhaltung der Grenzwerte für Stickstoffdioxid geklagt.

Weitere Meldungen
Inhalt wird geladen
Anzeige
Aus dem Netz
nach oben