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Umwelthilfe droht wieder mit Fahrverboten

"Brandbrief" an Stadt Wiesbaden - Umwelthilfe droht wieder mit Fahrverboten

© harmony.fm/Hartmann

Zu hohe Schadstoffbelastungen in der Wiersbadener Luft - Die Umwelthilfe droht wieder mit Fahrverboten

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) lässt nicht locker und droht der Stadt Wiesbaden erneut an, per Gericht Fahrverbote zu erstreiten. In einem "Brandbrief" an Oberbürgermeister Mende mahnt die Organisation die Umsetzung der im Luftreinhalteplan versprochenen Maßnahmen an. Wiesbaden habe zwar ein "ambitioniertes Gesamtpaket" vorgelegt, an dem sich andere Städte ein Beispiel nehmen könnten, doch seien viele Dinge noch immer nicht umgesetzt.

Immer noch zu wenig E-Busse im Einsatz

Ein großer Teil der Luftverbesserung soll durch E-Busse erreicht werden, so sei es im Luftreinhalteplan versprochen worden. Bisher fahren aber erst zehn statt der geplanten 46 Busse mit E-Antrieb, kritisiert die Umwelthilfe. Lieferschgwierigkeiten der Hersteller würden da sicher zu weiteren Verzögerungen führen, ahnen die Umweltschützer.

365-Euro-Ticket für alle lässt auf sich warten 

Auch ein 365-Euro-Bus-Ticket für alle Wiesbadener sollte umgesetzt sein. Hier fehlen aber Förderzusagen vom Bund, daher gibt es ein solches Ticket für alle immer noch nicht. Die Stadt habe aber bisher keine Alternative vorgelegt, wie die dadurch geplante Luftverbesserung anderweitig erreicht werden könnte, so die DUH. 

Bus-/Radspur 1. Ring nur ein "Flickenteppich"

Besonders problematisch sei die geplante durchgehende Bus-/Radspur auf dem ersten Ring in beide Fahrtrichtungen - hier habe die Stadt das Ziel gerade erst zu einem Viertel  umgesetzt, hier sei ein für Radfahrer gefährlicher Flickenteppich mit "lebensgefährlichen Abbiegemanövern" entstanden. Weil zudem wegen Corona der Autoverkehr wieder zugenommen habe, sei Wiesbaden hier sehr weit vom Ziel entfernt, sagt die Umwelthilfe.

Wieder ein Ultimatum und Drohung mit Klage

Die Umwelthilfe setzt der Stadt jetzt sogar ein knappes Ultimatum: Bis 20. November wolle man Antworten haben, wie denn die Luftreinhalte-Ziele noch zu erreichen seien. Sollte das alles nicht funktionieren, werde die DUH erneut vor Gericht ziehen, um Fahrverbote zu erreichen. Eine City-Bahn könnte die Luftqualität deutlich verbessern, meint die DUH.

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