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Kultusminister verleiht erste DKMS Schulsiegel

Engagement gegen Blutkrebs - DKMS-Schulsiegel für hessische Schulen

Sie leisten seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen Blutkrebs und haben im Laufe der Jahre schon hunderten Menschen auf der ganzen Welt ein zweites Leben geschenkt: Für diese Leistung wurden am Donnerstag insgesamt drei hessische Schulen von Kultusminister Lorz mit dem DKMS-Schulsiegel ausgezeichnet – und das als erste im Land.

31 Spender = 31 neue Lebenschancen

Eines der leuchtend roten Siegel  der Deutschen Knochenmarkspendedatei (DKMS) hängt ab sofort auch an der Eingangstür der Wiesbadener Kerschensteinerschule im Berufsschulzentrum. Seit 2006 wurden hier innerhalb von zehn Typisierungsaktionen fast 1.500 Schüler neu registriert. 31 von ihnen sind heute echte Lebensretter – wie Hausmeister Thomas Nowak. Er hat einem Leukämie-Patienten zwei weitere Jahre durch seine Stammzellspende geschenkt. Für ihn eine Selbstverständlichkeit, wie er im harmony.fm-Interview erzählt:

Thomas Nowak: "Man gibt Unbekannten sein Familienmitglied zurück"

© harmony.fm/ Eisenmann

Lorz: Junge Registrierte besonders wichtig

Das Engagement junger Menschen sei unverzichtbar bei der Suche nach potenziellen Stammzellspendern, so die DKMS. Aus medizinischen Gründen kommen besonders häufig registrierte Schüler für eine Stammzellspende in Betracht. Deshalb führt die DKMS seit Jahren Schulaktionen in ganz Deutschland durch und klärt mit Unterrichtsmaterialien und Vorträgen über das Thema Blutkrebs auf. Auch der Kultusminister, der gleichzeitig Schirmherr des DKMS Schulprojekts in Hessen ist, sieht in jungen Menschen einen Schlüssel zur Bekämpfung von Leukämie:

Lorz: "Junge Menschen können länger mithelfen"

© harmony.fm/ Eisenmann

Schulsiegel auch nach Fulda und Friedberg

Neben der Kerschensteinerschule in Wiesbaden zeichnete Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz gemeinsam mit DKMS-Geschäftsführerin Dr. Elke Neujahr die Ferdinand-Braun-Schule in Fulda sowie die Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg aus. In Fulda haben sich in den vergangenen Jahren 1.317 Schüler registrieren lassen, 29 von ihnen konnten mit einer Stammzellspende Hoffnung auf Heilung schenken. An der Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg haben sich seit 2005 bei sieben Registrierungsaktionen 1.184 Schüler in die Stammzellspenderdatei aufnehmen lassen, 19 von ihnen wurden zu Spendern und gaben Menschen mit Blutkrebs die Chance auf ein gesundes Leben.

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