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Bundeswehrsoldat im Taunus festgenommen

Waffen und Munition gehortet - Bundeswehrsoldat im Taunus festgenommen

© dpa

Symbolfoto

Festnahme eines Bundeswehrsoldaten wegen des Verdachts der Volksverhetzung: Spezialeinsatzkräfte der Polizei haben den Beschuldigten im Hochtaunuskreis festgenommen. Auch zwei weitere Familienangehörige kamen in Haft.

Der Zugriff fand nach Angaben des Landeskriminalamtes in Glashütten statt.

Waffen und Munition sichergestellt

Der Soldat und seine beiden Verwandten sollen sich in rechtsextremer Weise geäußert und illegal Waffen und Munition gehortet haben. Bei einer Durchsuchung im Hochtaunus und offenbar auch in einer Kaserne in Pfullendorf in Baden-Württemberg wurden scharfe Schusswaffen, Spreng- und Explosivstoff und auch Schriftstücke und Datenträger sichergestellt.

Wirres Manifest

Nach Informationen des SPIEGEL fanden die Ermittler bei ihm ein rechtsextremes Manifest. Der Titel "Wie man die Macht in Deutschland übernehmen könnte". Angeblich hatte der Soldat auch gegenüber Zeugen erklärt, "Flüchtlinge gehörten erschossen", "die Bundesregierung müsse ausgelöscht werden".

Festgenommene zwischen 20 und 63 Jahren

Die festgenommenen Männern aus Glashütten sind laut Landeskriminalamt der 21-jährige Soldat, sein 20 Jahre alter Bruder und ihr 63-jähriger Vater . Eine Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Hanau habe gegen alle drei Männer Haftbefehle erlassen. Weitere Details wollten die Fahnder derzeit noch nicht bekanntgeben.

In Baden-Württemberg stationiert

Der 21-jährige Heeressoldat wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nach einem Hinweis gestellt. Der freiwillig Wehrdienstleistende ist an einem Standort in Pfullendorf in Baden-Württemberg eingesetzt. Dort hat das Ausbildungszentrum Spezielle Operationen seinen Sitz. Bei den anderen Festgenommen soll es sich um seinen Vater und um seinen Bruder handeln.

Verbindungen zu anderen Fällen nicht bekannt

Zuletzt machte mehrfach das Kommando Spezialkräfte (KSK) im Zusammenhang mit Munitionsvorfällen Schlagzeilen. So war bei einem Kommandosoldaten aus Sachsen im Garten ein Waffenversteck mit Munition und Sprengstoff gefunden worden. Auf den Fall in Hessen sind die Behörden aber ganz unabhängig von schon laufenden Ermittlungen aufmerksam geworden.

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