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Kampfansage der Waldbesetzer gegen A 49-Bau

Gegen den A49-Ausbau - Aktivisten besetzen Dannenröder Wald

Das Bündnis Autokorrektur kündigt an, den Weiterbau der Autobahn 49 bei Homberg Ohm in Mittelhessen/im Vogelsberg zu verhindern. Ab Oktober sollen die Rodungsarbeiten im Dannenröder Forst für das Autobahnteilstück beginnen – das erlaubt ein Urteil des Leipziger Bundesverwaltungsgerichtes vom Juni 2020. 

Zu dem Bündnis gehören unter anderem örtliche Bürgerinitiativen, Fridays for future und immer mehr Waldbesetzer. Diese befestigen derzeit ihr Camp in dem 250 Jahre alten Mischwald bei Dannenrod. Waldbesetzerin Kim Lauterbach sagte unserer Reporterin, es sei ein Skandal, dass ein so alter, gesunder Wald abgeholzt werden soll. "Die Menschen hoffen, durch mehr Autobahnen weniger Verkehr zu haben. Aber das wird nicht passieren. Das ist ein Irrtum."

Baumhäuser, Plakate und Barrikaden

Derzeit leben rund einhundert Aktivisten im Wald von Dannenrod. Sie haben sich Baumhäuser gebaut und beginnen auch Barrikaden zu bauen. An den Bäumen, die gefällt werden sollen, hängen Plakate. Die Waldbesetzer gehen davon aus, dass im Oktober tausende Menschen in den Vogelsberg kommen werden, um den Weiterbau der A 49 zu verhindern. 

Waldbesetzerin Kim Lauterbach

" Es ist ein Skandal, diesen gesunden Wald abzuholzen für eine Technik, die nicht die Zukunft ist"

Bau der Autobahn 49 ist seit 40 Jahren geplant

Autobahnbau ist seit 40 Jahren geplant

Seit 40 Jahren wird der Ausbau der A49 geplant. Lange Jahre stockte das Projekt. Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig im Juni sind derzeit anhängige Klagen abgewiesen worden. Der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderte daraufhin von der Landesregierung einen Aufschub der Pläne. Der hessische Vorsitzende Jörg Nitsch sagte: Baurecht sei keine Baupflicht. Doch das lehnt der hessische Verkehrsminister (Grüne) Tarek Al Wazir ab, sein Ministerium kündigte stattdessen an, im Oktober könne die Rodung des Waldes beginnen. 

Teilstück soll Kassel und Gießen besser verbinden

Die Landrätin des Kreises Marburg-Biedenkopf, Kirsten Fründt (SPD), der Landrat des Vogelsberges, Manfred Görig (SPD) und der Gießener Regierungspräsident Christopf Ullrich (CDU) unterstützen den zügigen Weiterbau der A 49. Das Autobahnstück soll die Lücke zur A 5 schließen und Kassel und Gießen besser miteinander verbinden.

harmony.fm-Reporterin Piera Reich im Dannenröder Forst

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