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Amphibienwanderungen gehen wieder los

Durch die warmen Temperaturen - Amphibienwanderungen gehen wieder los

© dpa

Frösche, Kröten und Lurche wandern nun wieder zu Laichgewässern - und werden dabei oft von Autos überfahren. 

Mit der Sonne und den warmen Temperaturen kommen auch die Kröten, Frösche und Molche jetzt wieder in Schwung und verlassen ihre Winterquartiere. Sie kriegen Hochzeits-Gefühle und wandern zu Gewässern, um sich zu paaren. Oft müssen sie dabei auch über Straßen – wie zum Beispiel entlang des Kinzig-Stausees bei Bad Soden-Salmünster.

Autofahrer: Bitte runter vom Gas!

Autofahrer sollten auf diesen Strecken deswegen höchstens 30 km/h fahren, hat Kathrin Kaltwaßer vom NABU im Gespräch mit harmony.fm gesagt: "Viele wissen gar nicht, dass die Kröten nicht nur sterben, wenn sie direkt überfahren werden. Wenn ein Auto zu schnell über die Kröte fährt - ohne sie mit dem Reifen zu erwischen - entsteht ein Unterdruck, der die Innereien des Tiers aus ihm herausdrückt. Die Kröten sterben sehr qualvoll - deswegen ist langsam fahren ganz wichtig", so Kaltwaßer. 

NABU-Helfer sind in der Dunkelheit unterwegs

Außerdem sind in vielen Orten gerade auch wieder ehrenamtliche Helfer unterwegs, die Krötenzäune aufstellen oder die Tiere aufsammeln und über die Straße tragen. "Amphibien sind nachtaktiv, deswegen müssen auch die Helfer in der Dunkelheit unterwegs sein - und auch deshalb ist es wichtig, an solchen Strecken langsam zu fahren", so Kaltwaßer. 

Ehrenamtliche gesucht

Wer dabei helfen möchte, kann sich gerne an die NABU-Ortsgruppen wenden - einige suchen noch nach Ehrenamtlichen. Allerdings müssten diesmal wegen Corona besondere Hygiene-Vorschriften eingehalten werden und nicht jede Gruppe könne noch weitere Ehrenamtliche koordinieren, erklärt Kathrin Kaltwaßer und bittet da um Verständnis. 

NABU ruft zum Amphibien zählen auf

Um eine bessere Übersicht über die Amphibienwanderung in Hessen zu erhalten, ruft der NABU Hessen außerdem dazu auf, Funde von Kröten, Fröschen und Molchen zu melden. Wer bei der Zählaktion mitmachen möchte, kann Beobachtungen online auf der NABU-Webseite eintragen. 

"Wo Amphibien wandern, sollten Autofahrer höchstens 30 km/h fahren."

Kathrin Kaltwaßer vom NABU Hessen erläutert, warum langsames Fahren so wichtig ist.

"Viele NABU-Ortsgruppen freuen sich über ehrenamtliche Helfer."

Kathrin Kaltwaßer rät, sich einfach mal bei den jeweiligen Ortsgruppen zu melden.

© harmony.fm
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