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Acht Jahre Haft in Prozess um zerstückelte Leiche

Prozess um zerstückelte Leiche - 29-Jähriger muss acht Jahre ins Gefängnis

© dpa

Der 29 Jahre alte Angeklagte wurde wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt.

In einem Prozess um eine zerstückelte Leiche hat das Landgericht Göttingen den Angeklagten am Mittwoch zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Die Kammer sprach den 29-Jährigen des Totschlags und der Störung der Totenruhe schuldig. Außerdem ordnete sie die Unterbringung des psychisch kranken Mannes im Maßregelvollzug an. Nach Überzeugung des Gerichts hat der Mann aus dem bayerischen Landsberg am Lech im Sommer 2017 im südniedersächsischen Katlenburg-Lindau einen Wohnungsnachbarn getötet, zerstückelt und vergraben. Ursprünglich war er wegen Mordes angeklagt gewesen.

Leiche erst ein Jahr nach der Tat entdeckt

Laut Anklage hatte er als mutmaßlicher Anhänger eines dubiosen okkulten Ordens einen Menschen sterben sehen wollen. Davon sei im Prozess nichts übrig geblieben, sagte der Vorsitzende Richter. Es habe sich um einen eskalierenden Streit unter Betrunkenen gehandelt. Der Tote war erst im Sommer 2018 entdeckt und geborgen worden. Die Polizei war dem Mann auf die Spur gekommen, als er ihr nach einem Suizidversuch die Tötung des 37-Jährigen gestanden hatte.

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