Webradio starten
ON AIR:
Nachrichten > Nordhessen, Top-Meldungen >

Kind bricht auf zugefrorenem See ein und stirbt

Zugefrorener See in Nordhessen - Achtjähriger bricht ein und stirbt

© dpa

Symbolbild

Ein Junge ist auf einem kleineren zugefrorenen See in Großalmerode (Werra-Meißner-Kreis) eingebrochen und konnte laut Polizei erst nach etwa 50 Minuten von Tauchern an Land gezogen werden. Am späten Abend verstarb der Achtjährige in einer Kasseler Klinik.

Am Unglücksort brennen Kerzen – Freunde des toten Jungen haben sie hier entzündet, sagt Bürgermeister Finn Thomsen zu harmony.fm. Man wolle hier am Rommeroder See künftig auch einen Ort der Trauer schaffen. Zudem wurde für die betroffene Familie ein Spendenkonto eingerichtet. See und Gelände befinden sich im Privatbesitz, Schilder weisen darauf hin, dass es nicht betreten werden darf. Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Unglücks laufen, sagt ein Polizeisprecher.


Spendenkonto der Stadt Großalmerode gemeinsam mit der Kirche und dem Feuerwehrverein Rommerode

IBAN: DE46 5225 0030 0053 0133 22

BIC: HELADEF1ESW (Sparkasse Werra-Meißner)

Kontoinhaber: Freiwillige Feuerwehr Rommerode e.V.


Kind konnte nicht alleine raus kommen

Das Kind war Polizeiangaben zufolge beim Spielen auf das nicht mehr tragfähige Eis des Rommeroder Sees bei Großalmerode gegangen. Nachdem er eingebrochen war, habe sich der Achtjährige nicht mehr selbstständig befreien können.

Weiteres Kind holt Hilfe

Ein anderes Kind, das am frühen Abend mit dem Jungen unterwegs gewesen war, hatte demnach Hilfe geholt. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Tauchern der DLRG vor Ort. Auch ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera war demnach im Einsatz.

Hubschrauber bringt Jungen ins Krankenhaus

Nach etwa 50 Minuten sei der bewusstlose Junge ans Ufer gezogen worden, sagte der Sprecher. Wie lange er unter dem Eis war, sei unklar. Nach ersten Reanimationsmaßnahmen wurde das Kind per Rettungshubschrauber in eine Klinik in Kassel gebracht. Ärzte kämpften dort stundenlang um das Leben des Jungen, um kurz vor Mitternacht mussten sie aber seinen Tod feststellen, so die Polizei.

Schwerer Einsatz für Rettungskräfte

Ein solcher Einsatz lässt auch erfahrene Feuerwehrleute nicht unberührt. "Man kann nach so einem Einsatz nicht einfach nach Hause gehen", sagt Großalmerodes Wehrführer Sven von Drach unserem Reporter. Er weist darauf hin, dass Eltern ihren Kindern immer wieder sagen sollten, dass sie Eisflächen nicht betreten dürfen.

von Drach: Heftiger Einsatz für Rettungskräfte

Großalmerodes Wehrführer Sven von Drach sagt: "Man kann nach so einem Einsatz nicht einfach nach Hause gehen."

© harmony.fm

Bürgermeister Finn Thomsen: "Fast alle kannten den Jungen"

nach oben