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Millionenförderung für Uniklinik Gießen/Marburg

Fördermittel vom Land möglich - Millionen für Uniklinik Gießen/Marburg

© dpa

Bis zu 45 Millionen Euro pro Jahr: Fördermittel für einen Zeitraum von zehn Jahren stellt das Land Hessen dem privatisierten Uniklinikum jetzt in Aussicht.

Die Rhön-Klinikum AG und das Land Hessen haben eine Absichtserklärung für Investitionen in Millionenhöhe für das Universitätsklinikum Gießen und Marburg unterzeichnet.

Das Land Hessen stelle darin Fördermittel für das privatisierte Uniklinikum von bis zu 45 Millionen Euro pro Jahr für einen Zeitraum von zehn Jahren in Aussicht, teilte der Krankenhauskonzern mit.

Geld für Investitionen

Über die Laufzeit in den ersten fünf Jahren soll sich die Summe jährlich um 1,5 Prozent und in den zweiten fünf Jahren jährlich um 2,5 Prozent erhöhen. "Durch die in Aussicht gestellten Investitionsfördermittel kann ein Teil der notwendigen Investitionen abgedeckt werden, die in den kommenden Jahren zur Aufrechterhaltung der universitätsklinischen Strukturen vorgenommen werden müssen", berichtete der im fränkischen Bad Neustadt ansässige Konzern.

Klinikchef Seeger: "Deutlich verbesserte Basis"

Der Ärztliche Geschäftsführer der Uniklinik, Werner Seeger, hofft mit dem Geld auf bessere Arbeitsbedingungen für sein Personal

Wenn jeder auch schon simple Geräte Ersatz zum Problem wird, dann werden die Arbeitsbedingungen erheblich gestört. Wir haben jetzt einfach eine deutlich verbesserte Basis. Um die notwendigen Investitionen zu tätigen Dabei bin ich gar nicht mal von Hoch innovativen gerät nicht Rede. Zunächst auch einmal von den Geräten, die wir einfach Tag. Für Tag Ärzte Pflegekräfte alle zusammen. Die Patientenversorgung brauchen dieses verbessert. Allein schon auf dem Weg neben den anderen Effekten eindeutig die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter

© harmony.fm

Landtag muss noch zustimmen

Die Absichtserklärung umfasse zudem eine Reihe von Regelungen, unter anderem ein Ausgliederungsverbot und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. "Sämtliche in der Absichtserklärung getroffenen Regelungen stehen unter dem Vorbehalt des Zustandekommens einer rechtlich verbindlichen Vereinbarung", heißt es in der Mitteilung. Zudem muss demnach auch der Landtag der Freigabe der Mittel zustimmen.

Am UKGM sind nach eigenen Angaben mit Stand November 2021 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon in Gießen über 5.700.

Ministerpräsident Bouffier: "Wir wollen Exzellenz"

Mit dem Geld soll in den nächsten Jahren stärker in die Weiterentwicklung des UKGM investiert werden, um den Standort mitsamt der Klinik und der zwei Unis in Marburg und Gießen weiter voranzubringen, so Ministerpräsident Volker Bouffier am harmony.fm-Mikro

Eine exzellente Patientenversorgung Wir haben eine Maximalversorgung. Die gibt es ja sonst weit und breit nicht. Das zweite eine exzellente Forschung und Lehre Wir haben hier Forschung, die weltweit beachtet wird. Und wir haben auf der anderen Seite auch eine Stärkung dieser beiden Traditions und Diversität nivelliert zin Fachbereiche sind traditionell die stärksten. Und zu ihr bilden die Tausende von jungen Menschen aus, die Ärztinnen und Ärzte werden. Und die werden nach dem besten Stand der Wissenschaft ausgebildet.

Und das kommt jedem eins sind auch in Zukunft zugute. Wir wollen doch nicht sozusagen hinten sein, sondern wir wollen Exzellenz. Und wir brauchen Exzellenz. Und gerade die Medizin entwickelt sich unglaublich schnell weiter. In den letzten zwei Jahren hat man ja gesehen in der Pandemie, was dort wie schnell gelingen kann.

Das gelingt aber nur im Zusammenspiel von Forschung Lehre Krankenversorgung. Und deshalb ist die Kombination ein Zukunftsmodell. Und es ist völlig unabhängig. Werder. Der Träger ist entscheidend. Ist das gut? Zusammengewirkt

Ministerpräsident Bouffier: "Sicherer Arbeitsplatz"

Nur wo erstklassige Arbeits-, Forschungs- und Lehrbedingungen herrschen kommt langfristig auch erstklassiges Personal, heißt es bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Land, Krankenhauskonzern und den zwei Unis in Marburg und Gießen.

Sorgen, ob der nicht eventuell Kündigungen es passieren, damit entsprechende Kosten reduziert werden. Das ist jetzt vorbei, habe ausdrücklich vereinbart, dass betriebsbedingte Kündigungen nicht in Betracht kommt.

Also ich glaube, dass die Beschäftigten ganz persönlich davon profitieren werden,

weil sie einen sicheren Arbeitsplatz haben und

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Nicht nur Prestige

Die Gewerkschaft Ver.di reagiert nun auf das in Aussicht gestellte Geld. Ver.di-Sprecher Fabian Dzewas-Rehm sagt am harmony.fm-Mikro: Das Geld dürfe nicht nur in Prestige-Objekte gehen - die Beschäftigten müssten etwas davon haben.

ver.di Dzewas-Rehm: "Brauchen Investitionsoffensive"

Ver.di-Sprecher Fabian Dzewas-Rehm hofft, dass das Geld auch beispielsweise in den Ausbildungsstätten ankommt

Was ganz wichtig ist Wir brauchen auch Investitionen, die für die Beschäftigten Dase nun die nicht nur Prestige Objekte sind. Was zum Beispiel aus unserer Sicht dringend notwendig wäre, wäre wirklicher Investitionsoffensive in den Schulen in den Ausbildungsstätten. Wir brauchen mehr Wohnheimplätze. Wir brauchen angemessene Wohnheimplätze fürs Jahr zwei Tausend zwei und zwanzig. Und wir brauchen natürlich mehr Personal.

Dafür muss auch Geld ausgegeben

ver.di Dzewas-Rehm: "Mehr Personal, bessere Löhne"

Ver.di-Sprecher Fabian Dzewas-Rehm sagt am harmony.fm-Mikro: Das Geld muss auch ins Personal fließen

Es sind eher Erwartungen, dann damit noch Verbund mit der Vereinbarung im ich Erwartung, dass das Geld jetzt auch eben in beschäftigte investiert wird. Das heißt mehr Personal, das es noch bessere Löhne gibt, mehr Personal auf den Stationen. Und wir brauchen wirklich Vereinbarungen, die auch jeden im Klinikum schützen. Und das es bislang einfach und noch nicht klar lang nur Allgemeines Hetze von der Vereinbarung bekannt sind.

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harmony.fm-Reporterin Dominique Bundt im Gespräch mit Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier

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