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Gießener Musiker produziert Lego-Musikvideo

Zurück in die Kindheit - Gießener produziert Musikvideo aus Lego

© Dominik Reh

Musiker Dominik Reh und Kollegin Silja Melch haben über ein Jahr an einem Stop-Motion Lego-Musikvideo gearbeitet.

Wie gut, dass Dominik Reh aus Gießen sein altes Lego noch im Keller hatte. Damit hat er jetzt ein Musikvideo gedreht. 

Unter dem Künstlernamen "twocolouredman" macht Dominik Reh aus Gießen Musik. Zu seinem Song "When I Was A Young Boy" hat er zusammen mit seiner Kollegin Silja Melch ein Stop-Motion-Musikvideo gedreht. Komplett aus Lego.

Idee stand schon lange

Einer der ersten Legofilme heißt "The Magic Portal". Nachdem Dominik Reh den das erste Mal gesehen hat, ist ihm klar "sowas will ich unbedingt auch mal irgendwann machen". Er fängt an an dem Song "When I Was A Young Boy" zu arbeiten. Als er da zufällig Lego in den Text einbaut ist klar, das Legovideo muss zu diesem Song entstehen. Eigentlich arbeitet Reh als Lehrer. Seine Kollegin Silja Melch ist begeistert von der Idee und steigt in das Projekt ein.

Kulissen aus der Kindheit

Für das Musikvideo kramt Reh sein Lego aus Kindheitstagen aus dem Keller. Davon hat er jede Menge, im Video gibt's unter anderem ein Piratenschiff, eine Festung und eine Weltraumstation zu sehen. Letztere ist sogar richtig vintage aus den 80ern. Die Hintergründe hat Melchs Tochter Ylva gemalt und wenn ein Legomännchen mal nicht den passenden Gesichtsausdruck hat, dann wird da einfach ein bisschen gebastelt.

Reh: "Da haben wir mit Nagellack die Gesichter verändert"

Die Legofiguren haben Reh und Melch teilweise kurzerhand einfach abgeändert.

Man kann das ein bisschen präparieren, dass wenn man rausgefunden, man kann mit Nagellackentferner sogar diese Köpfe bearbeiten und Augen weg Ätzen. Und dann neue draufmalen sammeln zum Beispiel. Diese schlafenden Augen gemacht oder den erstaunten Muntermacher aus selbst gemalt. Und wir haben noch teilweise die Lampen mit Nagellack bearbeitet. Die waren uns zu gelb, die er dann mit rotem, ne Lac orange gefärbt. Und ein Fahrrad, was eigentlich Rosa, war es dann am Ende rot geworden. Und solche Dinge

Reh: "Als Kind hatte ich Panikattacken"

Die Idee zu dem Legovideo kam durch eine emotionale Songzeile: "And I felt lonely holding Lego in my hands"

Ich hatte als Kind so im Alter sang, war acht bis elf mit Panikattacken zu kämpfen und erinnere mich speziell an eine Situation, wo es ebenso war und Darmstadt mit Lego gespielt. So kamen letzten Endes diese Song Zeile zustande. Weil auch zwanzig Jahre später das offenbar noch Ja so präsent war, dass das mein Unterbewusstsein gesuchter. Darüber muss es angeschrieben werden.

So sah es hinter den Kulissen aus:

"Krasse Fehlkalkulation"

So beschreibt Reh seinen Zeitplan für das Video. Ursprünglich wollten er und Melch das Video innerhalb von 2 bis 3 Wochenenden drehen. Daraus wurde dann doch nichts. Angefangen haben die beiden im August 2020 und online ging das Video erst im Oktober 2021. Ein knappes Jahr haben sie daran gearbeitet. 1.300 Stunden bei Tag und Nacht. Der Aufwand scheint sich gelohnt zu haben. Nach anderthalb Wochen hat das Video bei YouTube schon über 37.000 Clicks. 

Dominik: "Das Feedback übertrifft sämtliche Erwartungen"

Das Legovideo hat schon über 37.000 Clicks auf YouTube.

Also wirklich unglaublich cool. Es übertrifft sämtlicher Erwartungen des Postfach ist ständig vor allem mit netten Worten und etliche Kommentare auf YouTube. Und unter Freunden und Kollegen kommt immer wieder Eicher. Euer Lebeau Video gesehen jetzt auch gleich weitergeschickt an. Meine Eltern fanden 's auch total geil an. Wahnsinn

Stop-Motion aus 6.000 Bildern

Reh hatte vorher zwar schon Filmerfahrung, in Stop-Motion sind er und seine Kollegin jedoch Neulinge. Stop-Motion ist eine Filmtechnik, bei der aus vielen einzelnen Fotos ein bewegtes Bild entsteht. Reh und Melch machen 17 Bilder pro Sekunde, das Video dauert etwa 5 Minuten. Das macht 6.000 Bilder.

Und so sieht das Lego-Video aus

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