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Wer wird der neue Oberbürgermeister von Wetzlar?

Wahltag in Wetzlar am 14. März - Das sind die Oberbürgermeisterkandidaten

© harmony.fm

Wer wird Oberbürgermeister von Wetzlar? Die BürgerInnen wählen am 14. März!

Große Pläne für die Stadt Wetzlar: In der Kreisstadt stehen mit dem möglichen Abriss der B49-Hochstraße, der Neugestaltung des Domplatzes und einem möglichen Parkhaus in der Goethestraße in Zukunft viele wichtige Themen auf der Agenda. Ob und in welcher Form die umgesetzt werden, kann auch vom neuen Oberbürgermeister abhängen. Wer das Amt ab Herbst für die nächsten sechs Jahre übernehmen soll, entscheiden die Bürger in Wetzlar mit ihrer Stimme am 14. März.

Gewählt werden kann zwischen sieben Kandidaten. harmony.fm stellt sie vor und hofft auf möglichst rege Wahlbeteiligung. Die Wahlergebnisse erfahren Sie natürlich bei harmony.fm am Wahlsonntag.

Der amtierende Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD), der eine weitere Amtszeit im Rathaus anstrebt, hat folgende sechs Herausforderer: Michael Hundertmark (CDU), Dr. Christoph Wehrenfennig (FDP), Thomas Hantusch (NPD), Hermann Schaus (DIE LINKE), Lothar Mulch (AfD) und Dominic Harapat (Die PARTEI).

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Manfred Wagner (SPD)

Das sagt der Kandidat über sich:

"Ich bin 61 Jahre alt, Vater von zwei erwachsenen Kindern, bin in Wetzlar groß geworden und mache seit 1979 ehrenamtlich und hauptberuflich Kommunalpolitik in dieser Stadt. Ich bin in meinem Dorf in Naunheim verwurzelt, dort war ich lange Ortsvorsteher. Ich bin in Vereinen unterwegs, von daher: Ich glaube, ich bin bodenständig, aber doch mit dem richtigen Blick auf diese Stadt."

Politische Schwerpunkte als Oberbürgermeister:

Sollte Manfred Wagner von der SPD Oberbürgermeister von Wetzlar bleiben, will er auf dem Fundament seiner Arbeit der letzten Jahre aufbauen. Dabei stehen Themen wie bezahlbarer Wohnraum, Mobilitäts- und Energiewende sowie gesellschaftliche Teilhabe für Langzeitarbeitslose auf seiner Agenda. Besonders am Herzen liegt ihm außerdem der Stadtentwicklungsprozess im Rahmen des Programmes "Soziale Stadt", in diesem Rahmen will er das Quartier Neustadt als Siedlungsbereich in sozialen und baulichen Belangen weiterentwickeln.

Amtierender Oberbürgermeister Manfred Wagner im harmony.fm-Interview

"Ich habe eine Perspektive für die Stadt"

Michael Hundertmark (CDU)

Das sagt der Kandidat über sich:

"Ich bin 33 Jahre alt, bin in Wetzlar geboren, wohne hier in dem schönen Stadtteil Nauborn. Da bin ich zur Schule gegangen, da habe ich meine Vereinstätigkeiten aufgenommen: Turnverein, Tischtennis gespielt, Leichtathletik gemacht. Und das ist dann eben gewachsen, bis in die ganze Stadt hinein, wo ich auch in verschiedenen Vereinen unterwegs bin und auch noch die Freundschaften unterhalte, die schon seit dem Kindergarten bestehen."

Politische Schwerpunkte als Oberbürgermeister:

Sollte Michael Hundertmark von der CDU Oberbürgermeister von Wetzlar werden, will er nach eigenen Angaben unter anderem die Kommunikation zwischen Bürgern und Verwaltungsmitarbeitern verbessern. Bisher sei das aus seiner Sicht ziemlich schwierig. Und auch die Themen Freizeitgestaltung und Jugend liegen Hundertmark als Lehrer am Herzen. Er will sich für Schwimmbäder, Fahrradstrecken und Sportspielplätze starkmachen. Außerdem soll es mehr Jugendzentren und gut ausgestattete Kindergärten und Schulen geben.

Michael Hundertmark im harmony.fm-Interview

"Wetzlar ist die schönste Heimatstadt"

Dr. Christoph Wehrenfennig (FDP)

Das sagt der Kandidat über sich:

"Ich bin in Wetzlar aufgewachsen und jetzt seit neuestem 40 Jahre alt und bin Physiker von Beruf aus. Nach dem Abitur an der August-Hermann-Francke-Schule machte ich meinen Zivildienst beim CVJM Duisburger in der Offenen Jugendarbeit. In Gießen und Umeå (Schweden) habe ich über Sensorik promoviert. Ich arbeite in verschiedenen Bereichen, wie Physiker immer so sind: in verschiedenen Ecken aktiv. Ich mache gerne Stadtführungen, bin großer Fan von Gesellschaftsspielen, aber auch von Film- und Kinoabenden."

Politische Schwerpunkte als Oberbürgermeister:

Sollte Christoph Wehrenfennig von der FDP Oberbürgermeister von Wetzlar werden, will er nach eigenen Angaben unter anderem eine neue Kultur des Miteinanders schaffen. Ihm ist es außerdem ein großes Anliegen, die Wetzlarer Historie zu bewahren und erlebbar zu machen. Er will Wetzlar fit für die Zukunft machen, indem er die Chancen der Digitalisierung nutzt und die Stadt zur Smart City weiterentwickelt.

Dr. Christoph Wehrenfennig im harmony.fm-Interview

"Als Physiker betrachte ich das Problem als Ganzes"

Thomas Hantusch (NPD)

Das sagt der Kandidat über sich:

"Ich bin 54 Jahre alt, Vater von drei Kindern. Als gelernter Kaufmann der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft bringe ich Erfahrung im Bereich Finanzen und Baurecht mit. Seit 25 Jahren in unserer Region politisch aktiv, derzeit als Geschäftsführer der NPD-Fraktion in der Wetzlarer Stadtverordnetenversammlung, bin ich bestens vertraut mit den anzupackenden Notwendigkeiten für unsere Stadt."

Politische Schwerpunkte als Oberbürgermeister:

Sollte Thomas Hantusch von der NPD Oberbürgermeister von Wetzlar werden, will er sich nach eigenen Angaben unter anderem  bei der Erneuerung der B49 für eine Tunnellösung unter der jetzigen Streckenführung einsetzen, weil durch einen Tunnel von vor Garbenheim bis hinter Dalheim die Lärmbelästigung am besten vermieden werden könne. Hantusch unterstützt anstelle von Windkraftanlagen die Auflegung eines 10.000 Solardächer Förderprogrammes. Darüber hinaus liegt Hantusch am Herzen, dass die Situation in den Heimatländern von den in der Innenstadt untergebrachten Flüchtlingen geprüft wird, um schnellstmöglich die Zusammenführung der Familien in deren Heimat zu organisieren.

Hermann Schaus (DIE LINKE)

Das sagt der Kandidat über sich:

"Ich bin gelernter KfZ-Mechaniker und habe über den zweiten Bildungsweg ein Studium zum Diplomverwaltungswirt abgeschlossen. Seit 1980 bin ich als Gewerkschaftssekretär bei ver.di tätig. Vor knapp drei Jahren bin ich aus dem Hochtaunuskreis mit meiner Familie nach Wetzlar gezogen. Seit 2008 bin ich Abgeordneter im Hessischen Landtag. In der letzten Wahlperiode gehörte ich dem NSU-Untersuchungsausschuss an. Im Juni 2020 wurde ich zum stellvertretenden Vorsitzenden des Lübcke-Untersuchungsausschusses gewählt."

Politische Schwerpunkte als Oberbürgermeister:

Sollte Hermann Schaus von der Partei "Die Linke" Oberbürgermeister von Wetzlar werden, will er sich nach eigenen Angaben unter anderem für den Ausbau der sozialen Infrastruktur einsetzen. Dabei sind ihm besonders Barrierefreiheit und Inklusion wichtig. Zu seinen Schwerpunkten gehören außerdem die Verbesserung des Dienstleistungsangebots der Stadtverwaltung sowie mehr direkte Bürgerbeteiligung durch Vertreterbegehren bei zentralen Entscheidungen. Er macht sich dafür stark, dass es kein Parkhaus in der Altstadt, keinen Tunnel in Dalheim und keine neue Hochstraße geben wird - stattdessen könnte mit Schaus eine Umgehungsstraße über das Dillfeld kommen.

Lothar Mulch (AfD)

Das sagt der Kandidat über sich:

"Ich bin 59 Jahre alt. Als Büroleiter verdiene ich meinen Lebensunterhalt. Ich habe zwei erwachsene Kinder. Die Sorge um deren Zukunft brachte mich in die Kommunalpolitik. Ich bin Vorsitzender der AfD-Fraktion im Kreistag des Lahn-Dill-Kreises. Meine Freizeit verbringe ich im Fitnessstudio oder auf dem Fahrrad. Ich bin mit der Politik des SPD-Oberbürgermeisters Manfred Wagner nicht einverstanden. Deshalb kandidiere ich!"

Politische Schwerpunkte als Oberbürgermeister:

Sollte Lothar Mulch von der AfD Oberbürgermeister von Wetzlar werden, will er unter anderem eine Beteiligung der Bürger, bevor Entscheidungen getroffen werden. Zu seinen politischen Schwerpunkten gehört außerdem ein Radwegekonzept sowie ein sofortiger Stopp der Parkhauspläne in der Goethestraße. Er will die alte B49-Trasse erhalten, weil ein Tunnel oder eine Umfahrung aus seiner Sicht bedeuten würde, dass die B49 von der Stadt abgerückt und diese Entfernung Kaufkraft kosten würde. Mulch setzt sich dafür ein, dass jeder Euro in die Bewältigung der Coronafolgen fließt - statt in "linke Prestigeobjekte" oder "weltfremde Integrationsmaßnahmen".

Dominic Harapat (Die PARTEI)

Das sagt der Kandidat über sich:

"Ich arbeite Vollzeit im produzierenden Gewerbe, helfe gelegentlich in einem Wetzlarer Ingenieursbüro aus, bin selbstständiger Autor, Teilzeitstudent der Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Fernuniversität Hagen und Landesvorsitzender von "Die PARTEI" in Hessen. Meine politische Mission für Wetzlar umfasst nicht weniger als eine florierende Stadt in die Zukunft zu führen und mir auf dem Weg dorthin die Taschen zu füllen sowie mich in der Impfreihenfolge vorzudrängeln, wie es sich für hohe politische Ämter in der Region geziemt."

Politische Schwerpunkte als Oberbürgermeister:

Sollte Dominic Harapat von "Die PARTEI" Oberbürgermeister von Wetzlar werden, will er unter anderem Wetzlar in "Frankfurt an der Lahn" umbenennen, um verirrte Touristen und Geschäftsleute anzulocken und ohne große Mühe als Zentrum des Handels und der Forschung wahrgenommen zu werden. Er plant den ÖPNV durch den Bau eines Seilbahnnetzes grundlegend zu revolutionieren. Und als Oberbürgermeister will er außerdem "aus Gründen der persönlichen Bequemlichkeit" auf das Wissen von Fachleuten und Bürgerbeteiligung setzen.

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