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Bauer sucht Hilfe.de

Initiative "Bauer sucht Hilfe" - Hessen sucht Erntehelfer und Verkäufer!

Die Aufrechterhaltung der Lebensmittelversorgung hat höchste Priorität.

Dass die momentane Krise alle Bereiche der Gesellschaft betrifft, ist inzwischen überdeutlich geworden. Auch die Landwirtschaft kämpft mit den Folgen der Corona-Epidemie, denn dringend benötigte Erntehelfer aus dem Ausland kommen zurzeit nicht nach Deutschland.

Deswegen liegt es an uns, den regionalen Landwirten unter die Arme zu greifen. Bei Arbeiten wie dem Spargelstechen, Gemüsewaschen oder bald der Erdbeerernte werden viele motivierte und tatkräftige Hände gebraucht. Dabei geht es aber nicht um Urlaub auf dem Bauernhof, sondern um körperliche Arbeit, um in dieser Krise Solidarität zu zeigen und die heimische Landwirtschaft zu unterstützen.

Die Plattform bauersuchthilfe.de vermittelt „Laien“, die Zeit und Motivation haben, an Unterstützung suchende Landwirte.

Auf bauersuchthilfe.de könnt ihr euch ganz unkompliziert für eure Region registrieren.

Die Landwirte nehmen dann Kontakt zu euch auf.

FAQ - das musst du wissen

Erntehelfer werden - hier die Antworten auf häufig gestellte Fragen...

Wer kann sich bewerben?

Bewerben kann sich grundsätzlich jeder, der körperlich fit und motiviert ist, der regionalen Landwirtschaft und damit uns allen unter die Arme zu greifen. Gesucht werden Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Solidarität großschreiben und sich engagieren wollen. Wer aktiv mit anpacken will, ist herzlich willkommen.

Sind Vorkenntnisse nötig?

Nein, Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Es geht darum, körperliche Tätigkeiten zu verrichten, die nach einer Einweisung des Landwirts für jeden ausführbar sind. Personen mit Rückenbeschwerden oder einschränkenden Vorerkrankungen bitten wir, sich nicht zu registrieren. Auch ein Traktor-Führerschein (Klasse T) ist keine Voraussetzung.

Wie sieht die Bezahlung aus?

Das ist Verhandlungssache und abhängig von Leistungsmöglichkeiten. Grundsätzlich gilt in Deutschland ein Mindestlohn von 9,35 € pro Stunde (brutto). Jedoch steht hier nicht im Vordergrund, Geld zu verdienen, sondern das gemeinsame Meistern einer schwerwiegenden Krise. Die Registrierung auf der Plattform sollte auch als ehrenamtliches Engagement gesehen werden.

Was ein Bauer konkret bieten kann (Entlohnung, Beschäftigungsverhältnis, Verpflegung, Gummistiefel, etc.) ist pauschal nicht zu beantworten. Bitte sprecht dies an, sobald ihr mit dem Landwirt in persönlichem Kontakt seid.

Wichtig dafür: Kurzarbeitende, Rentner, Studierende, Hausfrauen und -männer und Anpassungsgeldbeziehende können als kurzfristige Beschäftigte arbeiten und müssen somit kaum Abzüge von ihrem Bruttolohn zahlen (keine Sozialabgaben, nur Lohnsteuer). Derzeit können kurzfristige Beschäftigungen 115 Tage ausgeübt werden.

Die Bundesregierung hat für Bezieher von Kurzarbeitergeld Erleichterungen beschlossen. So werden Einkommen aus Nebeneinkünften (dem Bauern helfen) bis zur Höhe der ursprünglichen Lohngrenze nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet, das ist vorteilhaft für den Arbeitnehmer und gilt bis Oktober 2020.

Wie viel Zeit muss ich mitbringen?

Kennenlernen, Einarbeitung und „Lernen“ kostet in jeder neuen Situation Zeit, daher solltet ihr mindestens halbtags aktiv sein und nicht nur einen Tag Zeit haben. Aber auch ein Feierabend-Workout kann dem Landwirt weiterhelfen - das hängt vom Hof ab. Deswegen registriert euch kostenlos, um im direkten Kontakt mögliche Arbeitszeiten zu klären.

Gibt es eine Ansteckungsgefahr?

Die Grundvoraussetzung ist, dass alle Beteiligten - sowohl Landwirte als auch Helfer - keine Anzeichen einer Infektion mit SARS-Cov-2 haben. Nach aktuellem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass Erntetätigkeiten auf dem Feld kein erhöhtes Ansteckungsrisiko mit sich bringen. Die allgemein nötigen Schutzmaßnahmen wie beispielsweise Abstand halten, lassen sich auch bei der Ernte auf dem Feld gut umsetzen.

Was muss ich mitbringen?

Außer einem Lachen im Gesicht, Muskeln und der eigenen Motivation? Kleidung, die dreckig werden kann, dem aktuellen Wetter angepasst ist. Besonders wichtig: Festes Schuhwerk! Getränke und Verpflegung gilt es mit dem Bauern persönlich abzusprechen.

Wie sieht es mit Datenschutz aus?

Trotz der aktuellen Lage ist die Sicherheit der Benutzerdaten natürlich wichtig. Deswegen werden sie vertraulich behandelt und nur für den über die Plattform definierten Zweck verwendet.

Wie lange werden Erntehelfer gesucht?

Da momentan niemand absehen kann, wie lange uns die Pandemie in Atem hält, kann man auch nicht sagen, wie lange diese Situation anhält. Sicher ist nur, dass auch in den kommenden Wochen der Bedarf an helfenden Händen in der Landwirtschaft groß sein wird.

Kann ich als Schüler meine Hilfe anbieten?

Wir wissen, dass die Schüler momentan keine Ferien haben und zuallererst zuhause ihren Lernverpflichtungen nachkommen sollten. Jugendliche, die ihr tägliches Pensum an schulischer Arbeit geleistet haben, können sich bei dem Portal registrieren. Auch bei den Arbeiten in der Landwirtschaft wird auf ausreichend Abstand geachtet. Minderjährige bedürfen der Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten und müssen selbständig zum Hof kommen können.

Kann ich den Bauernhofbesuch als Familienausflug gestalten?

Es geht hier leider nicht darum, sich einen schönen Tag zu machen und den Kindern die Landwirtschaft näher zu bringen. Ziel dieser Plattform ist es, den Bauern dringend benötigte tatkräftige Hilfe zu organisieren. Diese wird mitunter körperlich anstrengend sein. Die Ressourcen auf den Höfen sind häufig knapp und sollten so effizient wie möglich eingesetzt werden. Deswegen bitten wir davon abzusehen, Kinder mit zur Arbeit zu bringen.

Wieso geht es hier nicht nur um Spargel?

In diesen Tagen wird der erste Spargel gestochen, das erfordert Handarbeit. Aber es geht hierbei nicht nur um Spargel, sondern einen ganzen Wirtschaftszweig in Deutschland.

Die Landwirtschaft produziert eine Fülle an Nahrungsmitteln für unser aller täglichen Bedarf. Ohne motivierte Hände bleibt viel Obst und Gemüse auf den Äckern liegen. Die wirtschaftlichen und ökologischen Folgen sind nicht nur der fehlende Spargel auf dem eigenen Teller. Es hängen betriebliche Existenzen an dem Mangel an Saisonarbeitskräften, die neben dem Spargelfeld noch Weizen für unser Brot anbauen, Kühe melken und Schweine füttern. Die Landwirte sähen für Bienen und stärken die regionale Wirtschaft.

Dabei hängen Arbeitsplätze im vor- und nachgelagerten Bereich an einer lebendigen regionalen Landwirtschaft. Bei Futtermittelunternehmen und Logistikern, sowie bei Mühlen und Schlachthöfen und an vielen weiteren Stellen. Es gibt Gründe genug, den Bauern jetzt unter die Arme zu greifen. Und wenn das im Moment heißt Spargel zu stechen, dann sollten wir nicht die Frage stellen, ob Spargel die Welt rettet.

MGH Gutes aus Hessen

Die MGH Gutes aus Hessen kümmert sich mit Unterstützung des Landes Hessen um das Marketing für regionale Lebensmittel und unterstützt die Initiative bauersuchthilfe.de.

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